„Heimat“ (1938) – Deutscher Spielfilm von Carl Froelich, mit Zarah Leander

Heimat_(1938)
Heimat ist ein deutscher Spielfilm von Carl Froelich aus dem Jahr 1938 nach dem gleichnamigen Schauspiel von Hermann Sudermann. Der Film wurde vom 22. Januar bis 15. März 1938 im Froelich-Studio Berlin-Tempelhof gedreht. Die Uraufführung fand am 25. Juni 1938 in Danzig statt.

Zum Filmvideo:
https://archive.org/details/Heimat1938

Handlung

image-w448Maddalena dall’Orto trifft ein, wird vom Prinzen außerordentlich liebenswürdig empfangen und von Fränze von Klebs — als ihre vor Jahren nach einem Zerwürfnis mit dem Vater, dem pensionierten Obersten von Schwartze, aus Ilmingen verschwundene Nichte Magda erkannt . . . Ja — „Maddalena dall’Orto“ ist Magda von Schwartze. Nach einer vergeblichen Annäherung an ihre Schwester Marie — die mit dem jungen Leutnant Max von Wendlowsky heimlich verlobt ist — gelingt es Magda mit Unterstützung ihres sie noch immer verehrenden Jugendfreundes, des Domorganisten Franz Heffterdingk, die Verzeihung des Vaters und die Aufnahme in das Vaterhaus zu erwirken.
Durch einen Zufall trifft Magda Herrn von Keller, den angesehenen Bankier der Residenz. Er ist der Mann, Ilmingen, das kleine, romantische Fürstentum, hatte in jenen Wintertagen im Ausgang des 19. Jahrhunderts seine eigene, besonders „die Honoratioren“ in Aufregung versetzende Sensation — das bevorstehende Musikfest der Residenz. Nicht nur der Umstand, daß Prinz Ludwig Höchstselbst das Protektorat über das Fest übernommen hatte, sondern mehr noch die Tatsache, daß die berühmte amerikanische Sängerin Maddalena dall‘ Orto als mitwirkender Gast erscheinen würde, steigerte die Erwartung aller aufs bedeutendste, der ihr einst schon in der Fremde als ein Stück der Heimat etwas hätte bedeuten können, dem sie sich schenkte und der sie in bitterster Not verliebt, als sie das Kind — sein Kind bekam . . .
Unter Kämpfen, doch mit der alles überwindenden Kraft der künstlerischen Berufung setzte sich Magda durch. Ihr Leben stand im Zeichen ihrer Kunst und ihres Kindes. Sie musst von Keller aus tiefster Seele verachten — aber auch fürchten. Mit ihm steht das ganze grenzenlose Elend ihrer Vergangenheit auf und auch die Gefahr, den Widergewonnenen Frieden mit dem Vater und, inmitten einer engherzigen, hämisch zweifelnden Umwelt, ihre Ehre zu zerstören. Schon glaubt sie, durch eine Flucht die Heimat und das Vaterhaus wieder verlieren zu müssen; doch die klare und gütige Zusprache des in alles eingeweihten Heffterdingk und der Appell an ihr künstlerisches Kämpfertum durch ihren langjährigen Freund und Betreuer Rohrmoser bestimmen sie, zubleiben.
Blutenden Herzens, doch mit der ganzen Hingabe ihrer überragenden künstlerischen Persönlichkeit führt sie die ergreifende Hauptrolle der In einer erschütternden Auseinandersetzung, die über Leben und Tod entscheiden kann, stehen sich Vater und Tochter gegenüber. Der alte Oberst fleht Magda förmlich an, ihre und die Ehre der Familie zu retten, die Zukunft der jüngsten Schwester, Marie, zu erhalten, was einzig durch die Heirat mit von Keller möglich sein wird — sie kann dieses Opfer nicht bringen, sie muss bei einem „Nein“ bleiben, komme, was da wolle! Da stürzt Max von einem Besuch im Hause von Kellers zurück — von Keller, der sich von be trügerischen Finanzaktionen in die Enge getrieben sah und den Eingriff der Polizei fürchten musste, hat sich erschossen. Der ehrwürdige alte Dom klagt, jubelt und erbebt von den schwebenden Klängen der ewigen Matthäus-Passion des Meisters Johann Sebastian Bach geleitet von Franz Heffterdingk. Und aus dem Chor erhebt sich die dunkle, geheimnisvoll beschwörende Stimme Magdas, verströmend in Leid, Glück und Verklärung …
Quelle: Illustrierter Film-Kurier

Auszeichnungen
1938: Pokal des italienischen Unterrichtsministeriums für den besten Regisseur; 1939: Nationaler Filmpreis
Prädikate: Künstlerisch wertvoll; Staatspolitisch wertvoll

Anmerkungen
Der Schnelldampfer „Bremen“ des Norddeutschen Lloyd besuchte 1939 auf der großen Rund-um-Südamerika-Fahrt auch den chilenischen Hafen Puerta Montt. Unter den Veranstaltungen, die des Schiff den in Puerto Montt lebenden zahlreichen Deutschen bot, zeichnete sich besonders die Vorführung des Films „Heimat“ im Bordkino der „Bremen“ aus. Der Film wurde mit großem Beifall aufgenommen.

Kritik
„Ein gepflegtes Gesellschaftsdrama, angesiedelt im wilhelminischen Deutschland, das ganz auf Rühreffekte aufbaut. Allein durch Heinrich Georges Schauspielkunst und Zarah Leanders Star-Appeal ist der Film eine nostalgische Kinoattraktion geblieben.“ – Lexikon des internationalen Films

Metapedia-Artikel:
https://de.metapedia.org/wiki/Heimat_(Film)

 

Sehen Sie mehr

⇒ DEUTSCHE FILME

Zum Filmvideo:

https://archive.org/details/Heimat1938

heimat 1938 videotitel

***

https://wp.me/p2UUpY-364

 

„Die große Liebe“ (1942) – Deutscher Spielfilm von Rolf Hansen, mit Zarah Leander und Viktor Staal [English subtitles]

Die_große_Liebe_1942

Der Film Die große Liebe des Regisseurs Rolf Hansen mit Zarah Leander und Viktor Staal in den Hauptrollen wurde am 12. Juni 1942 in Berlin im Germania-Palast an der Frankfurter Allee und im Ufa-Palast am Zoo uraufgeführt. „Die große Liebe“ wurde der kommerziell erfolgreichste Film des Dritten Reiches. Er hatte 27 Millionen Zuschauer und spielte 8 Millionen Reichsmark ein.

Zum Filmvideo:

https://archive.org/details/diegrosseliebequotthegreatlovequot1942

Handlung:

Die_große_Liebe-Filmplakat2Der deutsche Afrikaflieger Oberleutnant Paul Wendlandt, mit seinem Kameraden v. Etzdorf für einen Tag zur Berichterstattung nach Berlin befohlen, lernt hier die berühmte Varietésängerin Hanna Holberg kennen. Von einem Fliegeralarm überrascht, muß Hanna Wendlandt, der in Zivil ist und über sich und seinen Berliner Aufenthalt nichts gesagt hat, mit in ihr Haus bitten. Er verläßt es erst am nächsten Morgen.
Nach langen, bitteren und ungewissen Wochen, in denen Hanna nichts von Paul erfuhr, sehen sich die Liebenden wieder … für ein paar Tage. Nun aber erfährt Hanna alles von Paul. Sie wird warten auf ihn. Alexander Rudnitzky, der Komponist und Begleiter Hannas, beobachtet in wachsender Pein die Wandlung der von ihm geliebten Frau, für die er lebt und arbeitet und die er nach seiner bevorstehenden Scheidung heimzuführen hoffte. Und nun kommt ihm dieser junge fremde Mensch zuvor, dieser Flieger.
An einem herrlichen Maiabend versammelt sich eine kleine Anzahl guter Freunde in Hannas neuem Heim, um das glückliche Brautpaar, um Hanna und Paul. Etzdorf liest die eingegangenen Glückwunschtelegramme vor … plötzlich stutzt er … und überreicht Paul den telegraphischen Befehl des Geschwaderkommandos, der beide zurück an die Front ruft. Hanna nimmt ihr Herz in beide Hände.
Wochen später akzeptiert sie ein Gastspiel nach Rom, wo sie bald eintrifft, um mit Alexander und seinem Orchester die Proben aufzunehmen. Schon hofft Alexander, Hanna vielleicht doch umstimmen und für sich gewinnen zu können … da läßt Paul Hanna wissen, daß er in Rom sei, daß er Urlaub habe … Glücklich eilt sie zu ihm. Wie Paul jedoch der nun namenlos enttäuschten Geliebten mitteilt, beabsichtigt er, seinen Urlaub nach dem dringenden Rat eines ihm bekannten Stabsoffiziers abzubrechen und umgehend wieder zurück zu seiner Truppe zu gehen. Jetzt aber ist Hanna am Ende ihrer Kraft und ihres Hoffens … sie verläßt ihn, ohne Abschied, ohne ein gutes Wort.
Nach einem erregten Zusammenstoß mit Alexander glaubt Paul Hanna verloren zu haben. Er reist ab. Die Ereignisse des 22. Juni öffnen Hanna die Augen. Nun begreift sie, daß Paul so handeln mußte, wie er handelte. Sie erhält einen kurzen Brief von Paul, der ihr den Heldentod v. Etzdorfs berichtet und seinen Brief ausklingen läßt: „Leb wohl … ohne Liebe geht es leichter …“
Alexander hat klar erkannt, daß er Hanna nie gewinnen kann. Er überwindet sich und überbringt ihr ein Telegramm, das Telegramm eines Reservelazaretts, in das der verwundete Paul eingeliefert wurde. Da hält Hanna nichts mehr. Sie fährt zu ihm, stumm und glücklich reichen sich beide die Hand, versöhnt und für drei lange gute Wochen miteinander verbunden. Sie werden heiraten, und jede ihrer Stunden, drei Wochen lang, wird eine glückliche sein, Hanna weiß es, fühlt es: sie wird glücklich sein in dem Gedanken, auf den geliebten Mann warten zu können, so wie Millionen anderer Frauen in dieser Zeit!
Quelle: Illustrierter Film-Kurier

Auszeichnungen:
Prädikate: staatspolitisch wertvoll; künstlerisch wertvoll; volkstümlich wertvoll

Anmerkungen:
Alle Lieder wurden von Michael Jary komponiert, von Bruno Balz getextet und von Zarah Leander gesungen. „Davon geht die Welt nicht unter“ und „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh’n“ wurden zwei der erfolgreichsten Schlager im Dritten Reich, die wegen ihres politischen Subtextes von der politischen Führung sehr geschätzt und gefördert wurden. Nach 1942, als die militärische Situation für das Deutsche Reich immer ungünstiger wurde, wurden sie zu einem Bestandteil der informellen Durchhaltepropaganda.
Die Innenaufnahmen für „Die große Liebe“ fanden vom 23. September 1941 bis Anfang Oktober 1941 im Tobis-Sascha-Atelier Wien-Rosenhügel und im Tonfilmstudio Carl Froelich in Berlin-Tempelhof statt. Die Außenaufnahmen wurden bis Mitte März 1942 in Berlin und in Rom gedreht. Bei der Zensurvorlage in der Filmprüfstelle am 10. Juni 1942 (Prüf-Nr. B. 57295) hatte der Film eine Länge von 2.738 Metern bzw. 100 Minuten und wurde als jugendfrei und feiertagsfrei eingestuft. Den Verleih übernahm die UFA-eigene Deutsche Filmvertriebs GmbH (DFV). Am 18. April 1944 wurde er in einer Länge von 2.732 Metern der Filmprüfstelle erneut vorgelegt (B. 60163) und ebenso eingestuft wie bei der Erstvorlage.
Die Uraufführung fand am 12. Juni 1942 in Berlin statt: im Germania-Palast an der Frankfurter Allee und im Ufa-Palast am Zoo.

Nachkriegszeit:
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs stellte die Kontrollkommission der alliierten Invasoren die Aufführung des Films zunächst unter Verbot. Die Fassung der Uraufführung vom 12. Juni 1942 in Berlin hat eine Länge von 2.738 Metern, entsprechend 100 Kinominuten (Wiedergabe über Video oder DVD ca. 97 Minuten). In der Bundesrepublik wurde ab 1963 eine Fassung aufgeführt, die allerdings um einige Szenen, die auf Kriegshandlungen hinweisen, gekürzt war.
1980 wurde der Film der FSK vorgelegt, da eine Veröffentlichung auf Video angestrebt wurde. Die FSK erteilte eine Freigabe ab 6 Jahren, mit folgender Schnittauflage: eine Kürzung (Lautsprecherdurchsage am Brandenburger-Tor: „Damit hat Moskau die Abmachung unseres Freundschaftpaktes nicht nur gebrochen, sondern in erbärmlicher Weise verraten. Ich habe mich deshalb entschlossen, das Schicksal und die Zukunft des Deutschen Reiches und unseres Volkes wieder in die Hand unserer Soldaten zu legen.“). Diese Videofassung wurde über Jahre von der Firma Topic vertrieben und ist heute noch über Amazon oder eBay zu erwerben.
1997 wurde der Film nochmals der FSK vorgelegt und jetzt nur noch ohne Schnittauflage freigegeben, daher mit Altersfreigabe ab 18 Jahren. Diese ungekürzte Fassung wurde ergänzt um 12 Meter der ersten Strophe von „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh’n“, die bis dahin in allen Videofassungen gefehlt hatte.

Den vollständigen Metapedia-Artikel lesen:
https://de.metapedia.org/wiki/Die_gro%C3%9Fe_Liebe

 

Schauen Sie weitere

⇒ DEUTSCHE FILME !

Zum Filmvideo:

https://archive.org/details/diegrosseliebequotthegreatlovequot1942

Die große Liebe 1942 Videotitel

***

https://wp.me/p2UUpY-2WW