„Der Herrscher“ (1937) – Filmdrama von Veit Harlan [English subtitles]

Der_Herrscher

Der Herrscher ist ein Drama von 1937. Gedreht wurde der Film vom 28. Oktober bis Februar 1937 in Oberhausen (Gutehoffnungshütte), Pompeji und Paestrum. Die Uraufführung fand am 17. März 1937 im Ufa-Palast am Zoo in Berlin statt.
„Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden alle Kopien des Films vom Oberkommando der alliierten Siegermächte beschlagnahmt und die Aufführung unter Verbot gestellt. Heute beansprucht unrechtsmäßig die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung die Auswertungsrechte und bestimmt, daß die Vorführung dieses ‚Vorbehaltsfilms‘ nur im Rahmen ’spezieller Bildungsveranstaltungen‘ stattfinden darf.“

Zum Videofilm:

https://archive.org/details/derherrscherquotthesovereignquot1937

Handlung:

Matthias Clausen hat Macht, Reichtum, Familie, Ansehen, und doch lebt er in innerer Einsamkeit – bis er den Menschen findet, der ihm das Wunder einer neuen Jugend, eines persönlichen Glückes schenkt. – Der Weg zu diesem Glück wird ihm nicht leicht gemacht. Er, der den Menschen souverän seinen Willen aufzwingt, erliegt beinahe in dem mit allen Mitteln geführten Kampf, den seine eigene Familie gegen ihn führt. Die Motive zu diesem Kampf sind sehr verschieden. Seine kränkliche Tochter Bettina führt ihn aus fanatischer Liebe zum Vater, die sie mit niemandem teilen will. Die zweite Tochter, Ottilie, läßt sich von ihrem Mann mitschleppen, der, als Schwiegersohn und Mitglied des Direktoriums der Clausen Werke, sich schon als Nachfolger Clausens sieht. Wolfgang, der älteste Sohn, ein weltfremder Stubengelehrter, wird mitgerissen vom Ehrgeiz seiner Frau, der geborenen von Rübsamen, die auf das Erbe der kürzlich verstorbenen Frau Clausen spekuliert, und Egert, der jüngste, betrachtet den Vater als den Geldgeber, wenn er Schulden hat – und die hat er immer. – Clausen selbst ist sich gar nicht mehr bewußt, daß er nur gegeben und gegeben hat, ohne mehr dafür empfangen als die Tyrannei Bettinas, den unersättlichen Egoismus seiner anderen Kinder und Schwiegerkinder. Sein Kopf ist erfüllt von dem Werk, das er in vierzigjähriger verbissener Arbeit mit kleinsten Anfängen zu einem der größten Industrieunternehmen Deutschlands gemacht hat. Er vermißt persönliches Glück nicht, weil er es nicht kennt. – Dieses Leben erfährt die erste schwere Erschütterung durch den Tod seiner Frau. Zum ersten Mal kommt ihm der Gedanke: „was wird aus dem Werk, wenn ich nicht mehr bin …“
In einer stürmischen Auseinandersetzung mit den Direktoren seines Werkes, deren nur auf Eigennutz gestellte Gesinnung in Clausens Schwiegersohn Klamroth ihren Sprecher findet, kommt es ihm zu Bewußtsein, daß weder seine Söhne noch sein Schwiegersohn imstande sein würden, auch nur sechs Monate lang seinen Platz in den Clausen-Werken einzunehmen und das Werk auch nur vertretungsweise im Sinne seines Schöpfers weiterzuführen. – An dem Tage, an dem er diese Erkenntnis gewinnt, lernt er Inken Peters kennen, seine neue Sekretärin. Aus schwerstem Zusammenbruch, der sein Leben gefährdet, richtet er sich auf als völlig neuer Mensch und kommt darauf, daß er bis zu diesem Tage an seinem eigenen Leben gleichsam vorübergegangen ist. Er nimmt die Liebe des jungen Geschöpfes entgegen, dessen ganzes Herz sich ihm zuwendet, weil jedes Wort, das er spricht, die Lauterkeit seiner Gesinnung, seine Güte und hinreißende Überzeugungskraft Inken völlig erobert haben. Zum ersten Mal erlebt Clausen, daß ein Mensch nichts von ihm fordern, sondern ihm etwas schenken will, sich selbst. Und – wenn auch zögernd, denn er ist sich des Altersunterschiedes wohl bewußt – nimmt er dieses schönste Geschenk eines Menschen an, um endlich zu erfahren, was Glück bedeutet. – Aber er hat nicht mit dem Widerstand seiner Familie gerechnet. Schon beim ersten Auftauchen von Inken Peters wittert die Familie Gefahr und ist entschlossen, dieser Gefahr mit den schärfsten Mitteln zu begegnen. Angeführt wird dieser Kampf von den Schwiegerkindern, Klamroth und der geborenen von Rübsamen. Aber auch die eigenen Kinder Clausens unterstützen den Kampf. Bettina aus krankhafter Eifersucht, die anderen aus Angst, eines Tages das Erbe des Vaters mit einer höchst unerwünschten zweiten Frau teilen zu müssen. Von der anonymen Postkarte bis zur offenen Brüskierung Inkens in der Villa Clausens spitzt sich der Kampf unerbittlich zu, um schließlich in einem Entmündigungsantrag gegen Clausen zu gipfeln. Dies treibt Clausen fast in den Wahnsinn, den man ihm andichten will. Er flüchtet nach einem Ausbruch hemmungsloser Raserei zu seinem alten Freunde dem Sanitätsrat Geiger, und dort ereilt ihn der letzte Schlag: Inken schickt ihm seinen Ring zurück – weil man ihr gesagt hat, ihr Verzicht sei der einzige Weg, Clausen vor der Entmündigung und all ihren Folgen zu bewahren. Aber das kann Clausen nicht wissen. Er sieht in Inkens Verhalten nur den schwersten Verrat, der ihn treffen konnte. Jetzt ist er ganz am Ende. – Und in dieser entscheidenden Minute besinnt er sich auf das, was ihm geblieben ist: die Arbeit. Das Werk. – Mit gigantischer Anstrengung überwindet er die Schwäche, die ihn niedergeworfen hat, nimmt sein Schicksal in die Hand und sein Werk wieder in Besitz. Es wird ihm klar, welch tiefe symbolische Bedeutung dem Prozeß zugrunde liegt, der Metall von allen Schlacken reinigt, um Edelstahl zu gewinnen. Es ist ihm, als habe er diesen Prozess mit all seinen Feuerproben am eigenen Leibe durchmachen müssen, um auf die höchste Stufe seiner inneren Entwicklung zu gelangen. Ein Stahl gewordener Mann, so diktiert er sein Vermächtnis: nach seinem Tode soll das Werk dem Staat gehören, in der Hoffnung, daß dieser den Mann finden wird, der berufen ist, es im Sinne Clausens, im Sinne wahrer Volksgemeinschaft, weiterzuführen. Und er diktiert dieses Vermächtnis niemand anderem als Inken Peters, die zurückgekehrt ist auf den Platz, der ihr allein gebührt.
Quelle: Illustrierter Film-Kurier

Metapedia-Artikel:
https://de.metapedia.org/wiki/Der_Herrscher

Auszeichnungen:
Emil Jannings wurde beim Filmfestival Venedig 1937 mit dem Preis für den besten Darsteller ausgezeichnet. Die Filmprüfstelle des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda gab dem Film das Prädikat „Staatspolitisch und künstlerisch besonders wertvoll“. Darüber hinaus erhielt Der Herrscher 1937 den Nationalen Filmpreis.

Bitte beachten:
„Gegenwärtig hat die FSK dem Film die Altersfreigabe ab zwölf Jahren gegeben.[1]
Es handelt sich heute um einen Vorbehaltsfilm der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung. Er gehört damit zum Bestand der Stiftung, ist nicht für den Vertrieb freigegeben, und darf nur mit Zustimmung und unter Bedingungen der Stiftung gezeigt werden.“ — (https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Herrscher)

 

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Der Herrscher - Videotitel

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„Ich für Dich – Du für mich“ (1934) – Deutscher Spielfilm von Carl Froelich

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Ich für Dich – Du für mich ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1934. Dieser Film ist eine Produktion der Froelich-Film GmbH, die im Auftrag der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ (Berlin), der Deutschen Arbeitsfront (DAF) und des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda gedreht wurde. Die Uraufführung fand am 30. November 1934 statt.

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Handlung:

Der deutsche Arbeitsdienst ist der Ausgangspunkt für den Weg der Jugend in das Leben geworden. Hier lernen die jungen Menschen in Kameradschaft und Pflichterfüllung den Wert der Volksgemeinschaft und der gemeinsamen Arbeit am großen Werk kennen. Das neue Deutschland lebt hier seine Welt und formt sich seinen Inhalt durch den Gemeinschaftsgeist.
Hanne, eine junge Hausangestellte, verliert durch ihren Verlobten, einen jungen Arbeitslosen, der im Laufe seiner Arbeitslosigkeit der Arbeit entwöhnt wurde und nicht zu ihr zurückfinden kann, ihre Stellung. Sie will ihrer Mutter, die sich selbst durch ihrer Hände Arbeit den Lebensunterhalt verdienen muß, nicht zur Last fallen und findet mit vielen anderen Volksgenossinnen den Weg zum freiwilligen Frauenarbeitsdienst.
Im Lager, welches unter der zielbewußten Führung der Führerin Fräulein Behrens steht, trifft sie wirkliche Kameradinnen, die Medizinstudentin Inge, die den Hörsaal mit dem Arbeitsdienst vertauscht, das Geheimratstöchterchen Lotte, welches glaubt, im Arbeitsdienst eine Unterhaltungsangelegenheit sehen zu können, die Lagerälteste Berta und viele andere, die der Wille zur Arbeit und zur neuen Lebensgestaltung hierher führte. Alle haben den Willen zur Arbeit, zum gemeinsamen Schaffen.
Die Siedler der Umgebung sind mitten in der Ernte, und wenn auch nicht alle davon überzeugt sind, daß ihnen die Arbeit der Stadtkinder sonderlich helfen und ihre eigene Arbeit erleichtern wird, so sehen sie doch zum größten Teil in den Mädchen vom Arbeitsdienst eine Unterstützung während der Erntewochen. Da ist der alte Siedler Mahlow, der mit seinem Neffen Christian eine Siedlerstelle bearbeitet, da ist der Siedler Kollerbuch, dessen Frau gerade kurz vor der Niederkunft steht und der nun eigentlich ohne jede weibliche Hilfe die Erntearbeiten erledigen muß, da sind die anderen Siedler, und sie alle haben bereits die Lagerleiterin um Hilfskräfte gebeten. Gern übernehmen die Mädchen die Arbeit.
Siedler Mahlow und sein Neffe erhalten zu ihrer Unterstützung Hanne Höpfner, die Hausangestellte aus der Stadt, und den jungen Christian, dessen Wunsch es ist, nach Erhalt der ihm aus seiner Reichswehrtätigkeit zustehenden Treueprämie von RM 6.000 einen eigenen Siedlerhof zu erstehen, gefällt das Mädel so gut, daß er wünscht, es nach Beendigung ihrer Arbeitsdienstzeit als Frau in sein neuerstandenes Haus führen zu können. Die Lagerälteste Berta sieht sehr ungern die wachsende Zuneigung Christians zu Hanne. denn sie selbst hat ihr Gefühl für den jungen Siedler entdeckt. Doch wenn auch ihr Herz blutet – die Kameradschaft soll nicht darunter leiden.
Die Medizinstudentin Inge hat inzwischen die Pflege der Siedlersfrau Kollerbuch übernommen, und ihre medizinischen Kenntnisse kommen ihr sehr zustatten, als sie der Siedlersfrau in deren schwerer Stunde zur Seite steht. Der Siedler Kollerbuch hat kaum noch Augen für sein Weib, ihn reizt das junge Mädchen, und er versucht, sich ihr zu nähern. Inge will ihren Posten verlassen – doch sie denkt an ihre Pflicht der kranken Siedlersfrau gegenüber. Sie stellt Kollerbuch zur Rede und erinnert ihn an seine Pflichten.
Um allen Einladungen von Siedlervereinen aus dem Wege zu gehen, beschließt die Lagerführerin, einen geselligen Abend zu veranstalten, den die Siedlerfamilien und die Mädchen vom Arbeitsdienst mit Theaterspiel, Musik und Tanz gemeinsam verbringen sollen. Auf diesem Fest, auf dem der junge Siedler Christian sich ein Herz fassen und Hanne bitten will, seine Frau zu werden, erscheint als fremder Gast Werner Kramer, der arbeitslose Bräutigam Hannes, der den weiten Weg von Berlin bis zum Lager, in dem er Hanne weiß, zu Fuß zu rückgelegt hat, um mit ihr zu sprechen. Er hört, daß Christian Hanne als seine Braut bezeichnet und stürzt sich auf diesen. Es kommt zu einer Schlägerei, bei der Werner verwundet wird.
Das Fest wird abgebrochen. Die Mädchen müssen ins Lager zurück. Hier erfährt Hanne, daß Werner verwundet ins Moor geflüchtet ist. Sie verläßt, entgegen den Anordnungen der Führerin, das Lager, um zu ihrem Bräutigam zu eilen. Die Lagerführerin findet, als sie in das Lager zurückkehrt, Hanne nicht mehr vor. Die Kameradinnen treten für Hanne ein, und als die Führerin wissen läßt, daß Hanne das Lager verlassen hat, protestieren die Mädchen und wollen ebenfalls das Kleid des Arbeitsdienstes ablegen.
Werner Kramer hat bei der Flucht den Weg verfehlt und droht, im Moor zu versinken. Seine Hilferufe werden im Lager des männlichen Arbeitsdienstes gehört, und im letzten Augenblick gelingt es, ihn zu retten. Hanne, die seine Hilferufe gehört hat, bricht zusammen und wird in das Lager gebracht. Die Führerin bekommt die Nachricht, daß der junge Mensch gerettet ist und als Arbeitsdienstfreiwilliger Arbeit für Deutschland leisten will, bis beide, Hanne und er, neugeläutert in das Leben treten können. Hanne darf bleiben, doch die Führerin mahnt die Mädchen, über alle Kameradschaft nicht die Pflicht zu vergessen. Auch sie sei eine von ihnen, und ihr müsse man das Vertrauen entgegenbringen, welches man der Führung entgegenzubringen hat. Gemeinsam arbeiten in treuer Pflichterfüllung und Kameradschaft, sei die große Aufgabe, die allen gestellt sei in Erkenntnis des Wortes: „Ich für dich – du für mich! Wir fürs ganze Volk!“
Quelle: Illustrierter Film-Kurier

Anmerkungen
Oberregierungsrat Arnold Raether gewährte der Presse schon vor Uraufführung des Films einen interessanten Einblick in Zweck und Plan dieses Films. Er sollte mit dazu beitragen, das nationalsozialistische Gedankengut zu vertiefen und weit hinaus ins Volk zu tragen. Deshalb wurde für den Inhalt des Films die Form des Spielfilms gewählt, denn mit diesem Film sollte ein Werk geschaffen werden, das einen Tell des nationalsozialistischen Aufbaus, den Frauenarbeitsdienst, behandelt. Aber es sollte auch ein Film entstehen, der im regulären Spielplan der Lichtspieltheater erscheinen kann.
In Anlehnung an das Bühnenwerk „FAD Kroschenen“ schrieb Hans E. Kemmayr das Drehbuch zu dem Film, dessen Aufnahmen Carl Froelich leitete. Nur einige Rollen wurden mit bereits bekannten Filmschauspielerinnen besetzt. In der Mehrzahl wurde hier ein Film der neuen Gesichter geschaffen.
An der Kamera stand Emil Schünemann, so daß auch in fototechnischer Hinsicht für hervorragende Qualität gesorgt wurde. Von dem Schema der Filmindustrie, die Premiere in einem Kurfürstendammkino stattfinden zu lassen, wurde abgewichen. Der Film sollte dort zur Uraufführung gelangen, wo er hingehörte, in ein Viertel der Arbeit, im Osten oder Norden von Berlin.

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