Adolf Hitler von einem fremden Dichter gesehen – Teil 9: Etwas von dem Rassenbild. Von Grigol Robakidse

E t w a s   v o n   d e m   R a s s e n b i l d

Jeder große schöpferische Mensch bringt mit sich in die Welt sein eigenes Weltbild: im Worte, im Bilde oder in der Tat geprägt. Adolf Hitlers Weltbild ist: die Lebenseinheit eines Volkes, durch seine Rasse bedingt.

Die früheren Kulturen, die das Sakrale im Sein zu erhalten versuchten, wußten um diese Idee. Bei uns in Georgien zum Beispiel ist es sogar in der Sprache nachzuspüren. Will ein Georgier jemanden beleidigen, so sagt er: „Udjischo“, das heißt: „ohne Rasse“, und der stärkste georgische Fluch lautet: „Scheni djischi amowarda“, das heißt: „Deine Rasse sei ausgetilgt“.

In unserem Zeitalter aber ist das Urwissen der Rassenreinheit restlos verschwunden. Versucht einer, die Bestandteile einer Rasse zu erforschen, so hört man von allen Seiten: er erlaube sich auf den Menschen die Kriterien anzuwenden, nach denen das Merkmal der Reinblütigkeit nur über die Qualität eines Pferdes oder Hundes entscheidet. Natürlich ist der Mensch kein Hund und kein Pferd; er ist auch Geist. Als Geistwesen jedoch ist der Mensch in die Welt des Werdens einbegriffen: er wird. „Werden“kann man aber nur dann, wenn man nach diesem Seinsgebet sich gestaltet: „Werde, der du bist“.

Wie an dem Tag, der dich der Welt verliehen,
die Sonne stand zum Gruße der Planeten,
bist alsobald und fort und fort gediehen
nach dem Gesetz, wonach du angetreten.
So mußt du sein, dir kannst du nicht entfliehen,
so sagten schon Sibyllen, so Propheten;
und keine Zeit und keine Macht zerstückelt
geprägte Form, die lebend sich entwickelt.

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Johann Wolfgang von Goethe

Das offenbart Goethe, nach meinem Gefühl wohl der größte Eingeweihte in den letzten Jahrhunderten. „Dir kannst du nicht entfliehen“ – das widerspricht dem andern Gebot von Goethe nicht: „Stirb und Werd“. Der Mensch ist Gabe und Aufgabe zugleich, ein göttlicher Entwurf, der sich weiter gestaltet. Als „Gabe“ ist er irgendwie beschaffen: antlitzhaft nach dem göttlichen Gesetz. Als „Aufgabe“ verwirklicht er sich, indem er sich selbst bildet. Das wußte Goethe wir kein anderer im Abendlande. „Geprägte Form, die lebend sich entwickelt“ – das ist irgendeine Seinseinheit, durch welche die Gestaltwerdung des Menschen bedingt ist.

Als eine solche Seinseinheit könnte unter anderem auch die Rasse betrachtet werden, und weil in die Welt des Werdens der ganze Mensch eingesetzt ist, so ist in die Idee der Rasse mit dem Blute gleichzeitig auch der Geist einbezogen. Baron Julius Evola äußerte sich in seinem bedeutsamen Buch „Erhebung wider die moderne Welt“ – einem für einen Unvorbereiteten wohl auch gefährlichen Buche – daß die Kulturen und Rassen nicht „durch das Blut“ zu erklären seien, sondern „längs des Blutes“. Ein geglückter, treffender Ausdruck.

Höchst bezeichnend: Jeder europäische Dichter beschreibt jedes körperliche Detail seines Helden so ausführlich, wie es kein Pferdekenner während des englischen Derby tut; er wäre aber empört, würde er einmal der Rassenlehre verdächtigt.

Die Sache ist durchaus ernst zu nehmen. Flaubert äußerte einmal: er wäre Mystiker, wenn er nicht Lateiner wäre. Dostojewskij ist außerhalb Rußlands nicht zu denken. Und beide sind als Geister universell. Das liegt in der Vielfalt der Welt, die göttlicher Natur ist: Gott ist nicht nur Eins, sondern gleichzeitig Dyas – die deutsche Sprache versucht es in einem Wort bildsichtig zu deuten: „Zweig“, das heißt etwas, das aus Einem als Zweites entstanden ist: zwei = Zweig.

Wie aus dem Eins vieles entsteht, bleibt unfaßbar, wenigstens begrifflich. Jedesmal, wenn der große Denker Plotin vor diesem Geheimnis stand, betete er nach der Überlieferung: er ahnte wohl, worum es sich hier handelt. Als Erlebnis ist es uns aber jeden Augenblick gegeben. Eine Griechin härtet ihr Kind auf dem Feuer, um es unverwundbar zu machen. Achill wird es. Aber da, wo sie ihn mit den Fingern gehalten hat, an der Ferse, ist er nicht gefeit. Die Spannung zwischen dem Irdischen und dem Göttlichen bleibt noch immer. Ein Germane badet sich im Blute des Drachen und wird unverwundbar. Da fällt während des Badens auf die Schulter des Siegfried ein Blatt, und gerade da ist er der Verwundung ausgesetzt. Ein und dieselbe Fabel, doch wie verschieden.

Ja, das Sein ist im Urgrund eins, es gestaltet sich aber in der Vielfalt. Der eine schreibt von links nach rechts, der andere von rechts nach links, der dritte wiederum von oben nach unten, der Japaner macht Harakiri, der Ägypter läßt sich mumifizieren – in allem zeigt sich diese Vielfalt.

Und es ist das ewig Eine,
das sich vielfach offenbart!
(Goethe)

Es wäre lehrreich, zu beachten, wie manchmal eine fremde, sogar nicht mehr greifbare Herkunft eines Dichters die rhythmischen Gänge und Schattierungen seiner Dichtung durch das Blut färbt und sättigt, ja sie schlechthin speist. Man erinnere sich an den Fall von Puschkin oder Proust. Ist dem so, dann ist es nicht mehr zu verwundern, daß in den früheren Kulturen die Rasse als ein bestimmendes Element des Seins galt.

In den neuen Zeiten ist sie eine kaum ernst zu nehmende „Theorie“ geworden. Adolf Hitler setzt nun die Rasse aufs neue in Kraft, um die Volkwerdung zu fördern. Damit ist er Erwecker der Erdkräfte geworden.

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der-führer.org

Quelle: Grigol Robakidse, Adolf Hitler – von einem fremden Dichter gesehen, Eugen Diederichs Verlag Jena 1939

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Auf dass Deutschland lebe!

Wach auf, Deutscher! wach auf! Deutschland ist in Gefahr!
Steh auf, Deutscher! steh auf! Gefahr, wie niemals war! —
Dich hasst ein Gegenvolk, der Teufel scheint sein Gott,
Buchstaberei sein Nam‘, will Knecht dich oder tot,

Raubt aus, verheert die Welt, wirrt sie zum Einerlei,
Verdreht Leib, Seele, Geist, dass sein Nam‘ einzig sei. —
Soll unser Volk und Land nicht sterben, sondern leben,
Zehn deutschen Grundsätzen denk mutig nachzustreben:

1. Drei Glaubensworte, schwer, das Herz uns je gebot;
Sie glauben hält uns wert – hör: Freiheit! Tugend! Gott!
Wir Deutsche fürchten Gott, sonst niemand auf der Welt.
Der Unbedingte Geist lebendig uns erhält.

2. Wahr denken, fühlen schön, stark stets das Gute wollen –
Zu reinem Erdenglück und höher führt solch Sollen.
Germanien, Abendland und Preußen sind uns Erbe,
Draus jeder Deutsche sich und andern Heil erwerbe.

3. Deutsch bin ich, deutsch ich bleib, germanisch ist mein Blut,
Und dass ich deutsch gesinnt, bekenn ich freigemut.
Geschichte, Sprache, Volk, Art, Bildung, Sitte hehr –
Stolz will ich’s tätigen zu Deutschlands Ruhm und Ehr.

4. Gedenk: Enkel bist du. Gewesner Sieg und Sorgen
Dein Dasein du verdankst. Sei Ahn Geschlechtern morgen.
Die Ahnen acht‘ und lieb‘, ihr Andenken verehr;
Sie fielen oft als Held für Deutschlands Schutz und Wehr.

5. Der Völker Vielfalt acht‘; doch dein Volk lieb‘ zuerst,
Auf dass mit Todesmut du Unheil von ihm wehrst.
Zum Freund sei wahr und treu, zu Fremden wachsam, klug.
Hart wahr‘ dein Recht vorm Feind, brich sein Gewalt und Trug.

6. Vergiss nicht, deutscher Knab, dass du ein Deutscher bist;
Dass Mutter ’s werden soll, ein Mädchen nie vergisst.
Im frohen, trauten Heim eur Kinder, Kindeskind,
Gedeihnd in rechter Zucht, des Volkes Steigrung sind.

7. Dein nordisch-fälisch Blut halt‘ von Artfremden rein,
Willst, deutsches Volk, du einst ein echtes Gottbild sein.
Der Menschheit Bestes wähl, verwandle klug dir an.
Fremdtümle nicht. Bejah dich selbst, und siege dann.

8. Begehr nicht fremde Gunst zu deines Volkes Schad.
Vor allem eines fürcht: Rassen- und Volksverrat!
Begünstge Fremde nicht vor Brüdern deines Bluts.
Liebdienre nicht dem Feind. Dem Völkerfeind biet Trutz.

9. Deutschland – jahrtausendlang erkämpft, bebaut, gehegt
Mit Arbeit, Tränen, Schweiß – ist an dein Herz gelegt.
Wirst du der Völker Herz verhöhnen und bespeien –
Oder im Rettungskampf ihm Müh und Opfer weihen?

10. Die Volksgemeinschaft bau’n – das sei dein pflichttreu Streben!
In ihr dem Menschen Gott will höh’res Dasein geben.
Ersteht das Deutsche Reich auf freien Volkes Grund,
So wird am deutschen Heil endlich die Welt gesund.

Nicht selbstersonnen ist, was ich dir vorgetragen –
Weisheit ist’s unsres Volks seit nebelgrauen Tagen.
Weckt Wahrheit, Heimat, Ehr in dir noch hellen Klang,
So zaudre nicht und kämpf! Das ruft dir mein Gesang. —

Auch Wahnes Wort‘ sind drei: es könnt auf dieser Erden
Glück, Wahrheit, Goldne Zeit beständig funden werden.
Hast tapfer ausgekämpft, bist leid das ewge Leiden?
Beschreit den edlen Pfad, von Gier, Hass, Wahn zu scheiden.

(c) Gunther M. Michel, 9. Oktober 2017 

pdf-Datei: DAMIT DEUTSCHLAND LEBE

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