Adolf Hitler von einem fremden Dichter gesehen – Teil 10: Das geheime Gesetz. Von Grigol Robakidse

D a s   g e h e i m e   G e s e t z

Kaiser Otto der Große - Reiterdenkmal in Magdeburg
Kaiser Otto I. der Große – Reiterdenkmal in Magdeburg (großes Bild)

Die Eingeweihten aller Zeiten wußten um das Geheimnis des Blutes – dieses „ganz besonderen Saftes“. Ist es Einem durch das rituelle Opfer gelungen,die urgöttlichen Energien in Kraft zu setzen, so erringt er sich eine besondere Eigenschaft, die als die Fähigkeit zum Eingriff ins Kosmische zu bezeichnen ist – so wurde überliefert. Diese Eigenschaft geht erblich auf die Nachkommenschaft weiter: durch den subtilen Stoff ätherischer Art, der in sich die Erfahrungen des Geistes als Spuren behält. „Als ein transzendentes Erbe ins Blut übertragen, wird sie (die Eigenschaft) Rassenbesitz, den der Ritus der Initiation im einzelnen allmählich wieder wirksam und lebendig macht“. (Evola)

Hier ist sowohl das Phänomen des Uradels begründet wie auch der Sinn der strengen Blutzucht.

Aber das Blut allein erschien nicht zureichend. Die von Geburt erhaltene Eigenschaft mußte durch die Einweihung, das heißt durch die „zweite Geburt“, bekräftigt werden. Es ist bekannt, daß sogar der „arja“: Edler, solange er nicht durch die geistige Geburt gegangen war, nicht über der untersten Kaste „çudra“ stand.

Man sieht klar, wie hier Blut und Geist einander gegenseitig bewirken: der Geit sucht im Blute das keimende Plasma für seine Gestaltung, das Blut sehnt sich gleichsam nach dem Geist wie nach einem schöpferischen Elan.

Nun stellen wir uns vor, daß dieser Elan vom Adel her vernachlässigt wird. Was würde geschehen? Bestimmt würde der Adel nach und nach die untrüglichen Zeichen der Entartung zeigen. In Indien wurde verkündet: ist die Lüge in die Opferhandlung eingetreten, so wird die Kraft des Opferns zunichte gemacht. Zuletzt heißt es, daß der Opfernde selber gefährdet wird. In der iranischen Überlieferung wird es bildlich angedeutet. So wird erzählt: als der sagenhafte Sonnenkönig Yima zu lügen begonnen hat, verließ ihn sofort die Glorie, hvarenô, der mystische Strahl des göttlichen Selbst. Man denke an den erlöschenden Augenglanz eines Thronfolgers, der, seiner sakralen Aufgabe des Herrschers nicht gewachsen, der Entartung sichtlich entgegengeht.

So der Geist. Wenn aber andererseits das Blutgeheimnis nicht mehr geachtet wird? Dann ist der Geist genau so der Entartung ausgeliefert.

Dieses Gesetz gilt sowohl für Einzelne als auch für Rassen, Völker, Kulturen, Sprachen.

Quelle: Grigol Robakidse, Adolf Hitler – von einem fremden Dichter gesehen, Eugen Diederichs Verlag Jena 1939

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Adolf Hitler von einem fremden Dichter gesehen – Teil 9: Etwas von dem Rassenbild. Von Grigol Robakidse

E t w a s   v o n   d e m   R a s s e n b i l d

Jeder große schöpferische Mensch bringt mit sich in die Welt sein eigenes Weltbild: im Worte, im Bilde oder in der Tat geprägt. Adolf Hitlers Weltbild ist: die Lebenseinheit eines Volkes, durch seine Rasse bedingt.

Die früheren Kulturen, die das Sakrale im Sein zu erhalten versuchten, wußten um diese Idee. Bei uns in Georgien zum Beispiel ist es sogar in der Sprache nachzuspüren. Will ein Georgier jemanden beleidigen, so sagt er: „Udjischo“, das heißt: „ohne Rasse“, und der stärkste georgische Fluch lautet: „Scheni djischi amowarda“, das heißt: „Deine Rasse sei ausgetilgt“.

In unserem Zeitalter aber ist das Urwissen der Rassenreinheit restlos verschwunden. Versucht einer, die Bestandteile einer Rasse zu erforschen, so hört man von allen Seiten: er erlaube sich auf den Menschen die Kriterien anzuwenden, nach denen das Merkmal der Reinblütigkeit nur über die Qualität eines Pferdes oder Hundes entscheidet. Natürlich ist der Mensch kein Hund und kein Pferd; er ist auch Geist. Als Geistwesen jedoch ist der Mensch in die Welt des Werdens einbegriffen: er wird. „Werden“kann man aber nur dann, wenn man nach diesem Seinsgebet sich gestaltet: „Werde, der du bist“.

Wie an dem Tag, der dich der Welt verliehen,
die Sonne stand zum Gruße der Planeten,
bist alsobald und fort und fort gediehen
nach dem Gesetz, wonach du angetreten.
So mußt du sein, dir kannst du nicht entfliehen,
so sagten schon Sibyllen, so Propheten;
und keine Zeit und keine Macht zerstückelt
geprägte Form, die lebend sich entwickelt.

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Johann Wolfgang von Goethe

Das offenbart Goethe, nach meinem Gefühl wohl der größte Eingeweihte in den letzten Jahrhunderten. „Dir kannst du nicht entfliehen“ – das widerspricht dem andern Gebot von Goethe nicht: „Stirb und Werd“. Der Mensch ist Gabe und Aufgabe zugleich, ein göttlicher Entwurf, der sich weiter gestaltet. Als „Gabe“ ist er irgendwie beschaffen: antlitzhaft nach dem göttlichen Gesetz. Als „Aufgabe“ verwirklicht er sich, indem er sich selbst bildet. Das wußte Goethe wir kein anderer im Abendlande. „Geprägte Form, die lebend sich entwickelt“ – das ist irgendeine Seinseinheit, durch welche die Gestaltwerdung des Menschen bedingt ist.

Als eine solche Seinseinheit könnte unter anderem auch die Rasse betrachtet werden, und weil in die Welt des Werdens der ganze Mensch eingesetzt ist, so ist in die Idee der Rasse mit dem Blute gleichzeitig auch der Geist einbezogen. Baron Julius Evola äußerte sich in seinem bedeutsamen Buch „Erhebung wider die moderne Welt“ – einem für einen Unvorbereiteten wohl auch gefährlichen Buche – daß die Kulturen und Rassen nicht „durch das Blut“ zu erklären seien, sondern „längs des Blutes“. Ein geglückter, treffender Ausdruck.

Höchst bezeichnend: Jeder europäische Dichter beschreibt jedes körperliche Detail seines Helden so ausführlich, wie es kein Pferdekenner während des englischen Derby tut; er wäre aber empört, würde er einmal der Rassenlehre verdächtigt.

Die Sache ist durchaus ernst zu nehmen. Flaubert äußerte einmal: er wäre Mystiker, wenn er nicht Lateiner wäre. Dostojewskij ist außerhalb Rußlands nicht zu denken. Und beide sind als Geister universell. Das liegt in der Vielfalt der Welt, die göttlicher Natur ist: Gott ist nicht nur Eins, sondern gleichzeitig Dyas – die deutsche Sprache versucht es in einem Wort bildsichtig zu deuten: „Zweig“, das heißt etwas, das aus Einem als Zweites entstanden ist: zwei = Zweig.

Wie aus dem Eins vieles entsteht, bleibt unfaßbar, wenigstens begrifflich. Jedesmal, wenn der große Denker Plotin vor diesem Geheimnis stand, betete er nach der Überlieferung: er ahnte wohl, worum es sich hier handelt. Als Erlebnis ist es uns aber jeden Augenblick gegeben. Eine Griechin härtet ihr Kind auf dem Feuer, um es unverwundbar zu machen. Achill wird es. Aber da, wo sie ihn mit den Fingern gehalten hat, an der Ferse, ist er nicht gefeit. Die Spannung zwischen dem Irdischen und dem Göttlichen bleibt noch immer. Ein Germane badet sich im Blute des Drachen und wird unverwundbar. Da fällt während des Badens auf die Schulter des Siegfried ein Blatt, und gerade da ist er der Verwundung ausgesetzt. Ein und dieselbe Fabel, doch wie verschieden.

Ja, das Sein ist im Urgrund eins, es gestaltet sich aber in der Vielfalt. Der eine schreibt von links nach rechts, der andere von rechts nach links, der dritte wiederum von oben nach unten, der Japaner macht Harakiri, der Ägypter läßt sich mumifizieren – in allem zeigt sich diese Vielfalt.

Und es ist das ewig Eine,
das sich vielfach offenbart!
(Goethe)

Es wäre lehrreich, zu beachten, wie manchmal eine fremde, sogar nicht mehr greifbare Herkunft eines Dichters die rhythmischen Gänge und Schattierungen seiner Dichtung durch das Blut färbt und sättigt, ja sie schlechthin speist. Man erinnere sich an den Fall von Puschkin oder Proust. Ist dem so, dann ist es nicht mehr zu verwundern, daß in den früheren Kulturen die Rasse als ein bestimmendes Element des Seins galt.

In den neuen Zeiten ist sie eine kaum ernst zu nehmende „Theorie“ geworden. Adolf Hitler setzt nun die Rasse aufs neue in Kraft, um die Volkwerdung zu fördern. Damit ist er Erwecker der Erdkräfte geworden.

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der-führer.org

Quelle: Grigol Robakidse, Adolf Hitler – von einem fremden Dichter gesehen, Eugen Diederichs Verlag Jena 1939

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