„Mit der Kamera nach Stalingrad“ (1942/2010) – Filmtagebücher deutscher Soldaten 1941/42 – Von Michael Kuball

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„Mit der Kamera nach Stalingrad“
Deutsche Soldaten der 29. Infanterie-Division (mot) marschierten im Juni 1941 in Rußland ein und erreichten im September 1942 Stalingrad. Einer von ihnen hat mit seiner privaten Filmkamera diesen Feldzug festgehalten – unzensiert und ungeschnitten. Ehemalige Angehörige derselben Division kommentieren aus ihrer Erinnerung die Aufnahmen, die über Jahrzehnte unbeachtet in einem Keller lagen. Ergänzt wird das einzigartige Zeitdokument durch die Filmaufnahmen des Frontberichters Götz-Hirt-Reger, der ebenfalls in Russland drehte und seine Aufnahmen selbst beschreibt.
„So etwas haben wir im Fernsehen noch nie gesehen; ja, so war der Krieg wirklich!“, beurteilen die Veteranen die in dieser Dokumentation zusammengestellten authentischen Filmaufnahmen.
Ein Film von Michael Kuball und AugenBlick – Produktion Höffkes

Quelle: https://polarfilm.info/shop/geschichte/der-zweite-weltkrieg/325/mit-der-kamera-nach-stalingrad

Zum Filmvideo:
https://archive.org/details/mitderkameranachstalingradvonwilhelmbleitherundgotzhirtreger

Rezensionen
Besser geht es fast nicht! Ideal für ernsthaft Interessierte (…) Diese Dokumentation sucht meiner Meinung nach (und ich schreibe dies als fachkundiger Militärhistoriker) eine der Besten, die in den letzten Jahren produziert wurde! Bei dem kompletten Film handelt es sich um altes, privat gefundenes Videomaterial welches die Facetten und Grausamkeiten des Russlandfeldzuges bis nach Stalingrad wunderbar zeigt. Hier kommentiert kein Kommentator mit teilweise aus der Luft gegriffenen Kommentaren, sondern die Aufnahmen werden direkt von Zeitzeugen in wirklich ergreifender Form dokumentiert! Diese Zeitzeugen dienten allesamt bei den Einheiten, in denen diese Aufnahmen entstanden und erzählen ihre Erlebnisse. Diese Dokumentation beinhaltet eine wunderbare Korrektheit ohne Geschichtsverfälschung und wahnsinnig interessante Bilder! Die Erlebnisse und Kommentare der Zeitzeugen runden das Bild ab. (…)“ – Stefan Häuser
Zeitgeschichte hautnah (…) Es ist schon erstaunlich, dass immer wieder bislang unveröffentlichte Filmaufnahmen auftauchen, die das Kriegsgeschehen anschaulich und hautnah schildern. Anders als in den Propagandaaufnahmen der Wochenschau sieht man hier die ungeschminkte und unzensierte Wahrheit – so wie der Landser den Krieg damals erlebt hat. Zwar aus der subjektiven Perspektive des filmenden Wehrmachtssoldaten, aber insofern doch objektiv, weil er alles gefilmt hat, was ihm vor die Linse kam: verwundete und tote deutsche Soldaten, Gräber und staubige Pisten, Schlamm und Schnee, Kontakte zu gefangenen Rotarmisten und zur Zivilbevölkerung, Freunde und Leid. Das Grauen und der brutale Soldatenalltag werden durch diese Amateuraufnahmen auch für nachwachsende Gnerationen nachvollziehbar. So sind die Bilder eine historische Quelle ersten Ranges. Das Stilmittel, die Aufnahmen nicht durch einen professionellen Off-Sprecher kommentieren zu lassen, sondern von ehemaligen Wehrmachtsangehörigen, fand ich zunächst gewöhnungsbedürftig, aber bei längerem Zuschauen stellt sich ein zusätzlicher Authentizitätseffekt ein, der die Wirkung der Filmaufnahmen noch unterstützt. In der Schlacht um Stalingrad brechen die Filmaufnahmen unvermittelt ab. Wie ich erfahren habe, ist der Kameramann, der die Aufnahmen gedreht hat, kurz nach der letzten Einstellung gefallen. Seine einzigartigen Filme wurden von den Angehörigen über viele Jahrzehnte aufbewahrt und so dem Vergessen entrissen.“ – Arturo

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Zum Filmvideo:

 

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