„Münchhausen“ (1943) – Deutscher Spielfilm in Agfacolor von Josef von Báky, mit Hans Albers

 

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Münchhausen ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahre 1943 über den Baron von Münchhausen mit Hans Albers in der Hauptrolle, der dem Fantasy-Genre zugerechnet werden kann. Er ist der vierte deutsche Farbfilm.

Filmvideo schauen:
https://youtu.be/pcqC4rGLZJg

Handlung:

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Dieses ist die wahre und wirkliche Geschichte Münchhausens, die Geschichte einer großen, romantischen Seele und eines abenteuerseligen Herzens. Der Herr Baron von Münchhausen hat sie selbst erzählt – oder viel mehr: Er erzählt sie, teils aus diesen und teils aus jenen Gründen und nicht zuletzt auch deshalb, weil sich ein kleines, temperamentvolles Mädchen in ihn verliebt hat … er erzählt sie, während Gegenwart und Vergangenheit wundersam sich mischen – und wir sind dabei.
Nach langen Fahrten, die Mars und auch Frau Venus bestimmten, kehrt Münchhausen mit seinem getreuen Diener Kuchenreutter wieder einmal heim nach Bodenwerder. Doch kaum hat er sich mit dem Vater zusammengesetzt, erreicht ihn eine Botschaft des Prinzen von Braunschweig. So reitet er nach der Residenz, wo er geschickt eine delikate Mission erledigt. Damit aber ist seines Bleibens hier nicht länger. Er folgt dem Prinzen nach Petersburg, wo er die Gunst der jungen Kaiserin Katharina gewinnt. Nachdem er sich hier mit dem eifersüchtigen Potemkin duelliert und von dem diabolischen Cagliostro das Geschenk der ewigen Jugend erhalten hat, zieht er als Regimentskommandeur Katharinas mit Kuchenreutter gegen die Türken. Sein unwillkommener Ritt auf einer Kanonenkugel führt ihn ins türkische Lager. An den Hof des mächtigen Abd-ul-Harnid nach Konstantinopel gebracht, weiß sich Münchhausen bald das Vertrauen des Herrschers zu erringen.
Er verschafft dem Sultan in einer wunderbaren und tollkühnen Wette eine Flasche Tokayer aus Maria Theresias Keller und bemächtigt sich darauf der schönen venezianischen Prinzessin d’Este, die Abd-ul-Hamid in seinem Harem gefangenhält. Mit ihr und Kuchenreutter weiß er zu Schiff nach Venedig zu entkommen, wo er Tage seligsten Liebesglückes verbringt. Bald aber gerät Münchhausen in eine männliche Auseinandersetzung mit Isabellas Bruder Francesco. Isabella muß den Schleier nehmen, Münchhausen nach dem Duell die Stadt verlassen. Er besteigt in Begleitung des getreuen Kuchenreutter die lufterobernde Montgolfiere des Herrn Blanchard, die ihn und den Diener zum Mond entführt … Und hier haucht der brave Kuchenreutter, rasch alternd, seinen Geist aus. Münchhausen aber fand zur Erde zurück. Seine Zeitgenossen verließen ihn, keiner wurde von Freund Hein verschont – er selbst aber, Münchhausen, blieb jung, stark und tatenfroh bis auf den heutigen Tag. – Münchhausen ist unsterblich!
Quelle: Illustrierter Film-Kurier

Auszeichnungen
Prädikate: Volkstümlich wertvoll; Künstlerisch besonders wertvoll

Hintergrund und Besonderheiten
Der mit großem Aufwand, Starbesetzung und in der noch neuen Agfacolor-Technik produzierte Farbfilm wurde von Reichspropagandaminister Dr. Joseph Goebbels selbst aus Anlaß des 25jährigen Bestehens der UFA-Filmstudios in Auftrag gegeben. Das Budget betrug rund 6,5 Millionen Reichsmark. Der Film war damit einer der teuersten Filme des Dritten Reiches.
Verfasser des Drehbuchs des von Fritz Hippler produzierten Films war der Schriftsteller Erich Kästner. Kästner – obwohl eigentlich mit Berufsverbot belegt – schrieb das Drehbuch mit einer Sondergenehmigung von Goebbels unter dem Pseudonym „Berthold Bürger“. Dieser Name fand im Vorspann keine Erwähnung. Noch vor der Uraufführung des Films erging die ausdrückliche Anweisung an die Journalisten: „Der Schriftsteller Erich Kästner oder sein Pseudonym Berthold Bürger sind in der Presse nicht zu erwähnen.“
Ferner sind die zahlreichen, gemessen an den damaligen technischen Möglichkeiten spektakulären Spezialeffekte erwähnenswert, für die Konstantin Irmen-Tschet verantwortlich zeichnete. Der Film gilt als einer der Höhepunkte des Schaffens von Hans Albers, der die Hauptrolle spielt. Der Film wurde am 3. März 1943 anläßlich der Feier zum 25jährigen Bestehen der UFA uraufgeführt, die als „Betriebsappell“ im Berliner Ufa-Palast am Zoo stattfand.
Nach einem ersten Rekonstruktionsversuch 1978 konnten erst nach dem Zusammenbruch der DDR mit Hilfe osteuropäischer Archive ein verschollen geglaubter Teil des Films aufgefunden werden. Somit wurde der Film seiner Originalfassung weiter angenähert, jedoch fehlen weiterhin ca. 15 Minuten, die mit der ersten Kürzung im Juni 1943 verloren gegangen und bis dato (Januar 2009) nicht wieder aufgetaucht sind. (…)

Vollständiger Metapedia-Artikel:
https://de.metapedia.org/wiki/M%C3%BCnchhausen_(Film)

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„Carl Peters“ (1941) – Deutscher Historienfilm von Herbert Selpin, mit Hans Albers in der Hauptrolle

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Zum Film:

https://archive.org/details/1941-Carl-Peters

Carl Peters ist ein deutscher Historienfilm über den Kolonialisten Carl Peters mit Hans Albers in der Hauptrolle, der in Binz auf Rügen gedreht wurde. Die Uraufführung fand am 21. März 1941 in Hamburg statt.

Handlung:

London 1883. Im City-Club zu London dreht sich das Gespräch um Dr. Carl Peters. Sein Versuch, den Kanal zu durchschwimmen, hat erneut auf den jungen Deutschen aufmerksam gemacht. Aber auch die Kolonialabteitung des Secret Intelligence Service ist auf den jungen Deutschen, der im Hause seines Onkels Engel, einem ehemaligen Klaviervirtuosen, in London lebt, aufmerksam geworden. Seine kolonialen Pläne machen ihn verdächtig, zumal er unter Ablehnung aller anderen Angebote darauf besteht, sie unter deutscher Flagge zu verwirklichen. Mit seinen reichen diplomatischen Erfahrungen in der kolonialen Frage kommt er nach Deutschland, als er durch seinen Freund Jühlke von dem eben gegründeten Deutschen Kolonialverein hört. Aber seine Forderungen nach praktischer Kolonialpolitik finden in Berlin kein Gehör; offenbar will man dort nur unpraktische Kolonialarbeit pflegen.
In einem bescheidenen Zimmer, nur von wenigen Getreuen umgeben, diktiert Peters seinen Aufruf, der dann über ganz Deutschland verbreitet werden sollte. Der Intelligence Service arbeitet fieberhaft, aber er kann das genaue Ziel von Peters Afrikareise nicht erfahren. In der Zwischenzeit ist Peters in Sansibar angekommen. Bevor er dort einen Schritt unternommen hat, erklärt ihm der deutsche Konsul, dass die deutsche Regierung weder ihm persönlich noch einer eventuell zu gründenden Kolonie Rechtsschutz gewähren kann. Die Engländer hätten sich ins Fäustchen gelacht, wenn sie dieses Gespräch zwischen Peters und dem deutschen Konsul hätten hören können.
Peters handelt auf eigene Faust. In einer Palaverhütte aus Schilf verhandelt er mit den afrikanischen Häuptlingen. Der Sultan von Sansibar empfängt ihn häufig – und während er bei den Engländern als im Busch verschollen gilt und während die belgische Expedition aus Angst vor den ausständigen Eingeborenen nicht wagt, das Land zu betreten. hat Peters alle notwendigen Verträge unter Dach und Fach. Er bezahlt dies alles mit dem hohen Preis seiner Gesundheit; todkrank liegt er in einer Eingeborenenhütte, aber die Verträge müssen schleunigst nach Berlin zu Bismarck! Ehe Peters heimkehren kann, muss er noch den Mordanschlägen des Secret Service entgehen, die im Namen des Sultans von Sansibar – wie sie vorspiegeln – dem todkranken Peters vergiftete Früchte zum Geschenk machen. Dann aber ist alles überstanden; Empfang in Berlin, Audienz beim Kaiser und endlich der kaiserliche Schutzbrief für Peters Erwerbungen in Ostafrika.
Peters ist wieder auf dem Wege zu einer neuen Expedition. Aber nun sind nicht nur die Engländer seine Gegner, sondern auch der Kolonialdirektor des deutschen auswärtigen Amtes – ein getaufter Jude – der sich bei Peters Erfolgen übergangen sieht. Abermals wird Peters das Ziel eines verbrecherischen Anschlages; die mörderische Waffe trifft ihn nicht, sondern seinen Freund Jühlke, mit dem er eine verlassene Negerhütte teilt.
In der Nacht, die auf den Tod des Freundes folgt, kommt die Nachricht, daß der große Kanzler in Ungnaden entlassen worden sei. Und als Peters schließlich von seiner Expedition zurückkehrt und in Bagamolo gefeiert werden soll, kommt aus Berlin die Nachricht, daß Peters als Reichskommissar abberufen ist.
„Ein Kolonialskandal!“, so nennen die Schlagzeilen der Zeitungen die Verhandlungen, die nun in Berlin erfolgen, „Dr. Peters gefährdet durch seine Erwerbungen die Freundschaft zwischen England und Deutschland!!“ Die Engländer bringen einen Negerbischof als Zeugen für die Kolonialverbrechen des Dr. Peters. – … Die bestialische Ermordung zweier Neger! – das ist die Anklage gegen den Mann, der Deutschland die ersten Kolonien erwarb. – Der Sozialdemokrat Bebel macht sich im Reichstag zum Anwalt der Humanität. Wegen „Mißbrauch der Amtsgewalt“ wird Peters aus dem Reichsdienst entlassen, obwohl sich wenig später herausstellt, daß das Zeugnis des herangezogenen Bischofs gefälscht war.
Das Finale des Films wird zeigen, wie der weitsichtige und tatkräftige deutsche Kolonialpionier Peters in seinen Tagebuchblättern die folgerichtige Entwicklung der politischen Machtkämpfe voraussieht und wie ihm schon damals die große Auseinandersetzung des um seinen Lebensraum kämpfenden Deutschlands mit dem Weltbedrücker England naturbedingt erschien.
So schlägt sich die Brücke aus der Lebensarbeit des Dr. Peters mitten in die politische Wirklichkeit unserer Tage.
Quelle: Illustrierter Film-Kurier Nr. 3185

Der Film erhielt die Prädikate: staatspolitisch wertvoll, kulturell wertvoll, volksbildend, jugendwert, künstlerisch wertvoll

Kritiken
„Das Publikum bereitete dem Film eine großartige Aufnahme.“ — Berliner Lokal-Anzeiger, 1941
„Eine Gesamtleistung, die zum Schönsten der letzten Filmjahre gehört.“ — Das 12 Uhr Blatt, 1941
„Albers verdient es, daß ein begeistertes Publikum in seinen besten Szenen mit Beifall und Lachen hineinrast vor Freude und ihn dann viertelstundenlang vor den Vorhang ruft.“ — Der Angriff, 1941

Lesen Sie den vollständigen Artikel:
https://de.metapedia.org/wiki/Carl_Peters_(Film)

Bitte beachten Sie:
Es handelt sich heute um einen Vorbehaltsfilm der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung. Er gehört damit zum Bestand der Stiftung, ist nicht für den Vertrieb freigegeben, und darf nur mit Zustimmung und unter Bedingungen der Stiftung gezeigt werden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Peters_(Film)

Zum Film:

https://archive.org/details/1941-Carl-Peters

 

Carl Peters - Videobild

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