„Stoßtrupp 1917“ (1934) – Deutscher Kriegsfilm von Hans Zöberlein

 

Stoßtrupp 1917

Stoßtrupp 1917 ist ein 1933/1934 von der in München ansässigen Filmfirma ARYA produzierter Kriegsfilm. Die Uraufführung fand am 20. Februar 1934 statt.
Stoßtrupp 1917 zählte zu den populärsten Kriegsfilmen im Dritten Reich und zog Millionen Zuschauer in seinen Bann, da er als erster deutscher Film auf realistische, beinahe dokumentarische Weise den harten Frontalltag des Ersten Weltkrieges in die Kinos brachte.
Vorlage für den Film bildete der Roman „Der Glaube an Deutschland“ von Hans Zöberlein, der den Ersten Weltkrieg als dekorierter Soldat an der Westfront erlebt hatte.
Die Originalrollen des Films galten lange als verschollen. Erst in jüngster Zeit gelang es mit Hilfe verschiedener privater Sammler und unter Heranziehung des Bundesfilmarchivs, eine vollständige Bild- und Tonfassung zusammenzustellen.

Zum Filmvideo:

https://www.youtube.com/watch?v=SAUI3rSUvYQ

Handlung:

Stroßtrupp 1917 VideofotoNach einem Abschnitt des Kriegsbuches „Der Glaube an Deutschland“ von Hans Zöberlein.
Dieser Film will das Fronterlebnis der Soldaten vermitteln. – Erlebnisse eines Stoßtrupps zeigen, was Millionen Soldaten im ersten Weltkrieg an Entbehrungen litten, welche Wunder an Heldenmut und Opfersinn jeder einzelne vollbrachte. Nichts am Kriege soll beschönigt werden. Anschaulich wie noch nie im Bild, sieht man die modernen Kriegsmittel. Das Sperr- und Trommelfeuer begleitet den Film von der ersten bis zur letzten Szene. Und diesem zermürbenden Feuer hielten die Frontsoldaten vier Jahre lang stand. Aber auch das zuckende menschliche Herz im Schützengraben wird gezeigt, und wie auch im ärgsten Kampftumult die Soldaten einander durch Kameradschaft verbunden waren. Man bekommt Krieger zu sehen, die, um die Heimat zu schützen, Tod und Verderben um sich ‚verbreiten mußten, aber doch fühlende Menschen blieben. In diesem Sinne stellt „Stoßtrupp 1917″ das Hohelied auf den unbekannten Soldaten dar. Der Film kommt einem Vermächtnis der Millionen Frontsoldaten an die heranwachsende Generation gleich, die Schrecken des Krieges nie wieder heraufzubeschwören. Ein deutscher Stoßtrupp marschiert singend in der Nacht zur Front. Die Ausbildung der Wintermonate ist vorüber. Noch ist es ruhig in den Stellungen. Aber man spürt, daß sich etwas Großes vorbereitet. Eine gewaltsame Erkundung soll Einblick in das heimliche Treiben bei den Franzosen bringen. Im Morgengrauen bricht der Stoßtrupp in die französische Stellung ein, aber der vorderste Graben ist von den ahnungsvollen Franzosen geräumt. „Einer muß her! Los – zur zweiten Linie!“ In heißem Kampfe gelingt es dem Stoßtrupp, einen Franzosen gefangen zu nehmen. Die Aussagen des Gefangenen ergeben, daß eine große französische Offensive vorbereitet wird. – In der Osterwoche bricht das Vorbereitungsfeuer los, das schwer, auf den Stellungen liegt und unsagbare Qualen der ausharrenden deutschen Infanterie mit sich bringt. Die Stollen unter der Erde werden durchschlagen. Im Wasser stehend, müssen Gasangriffe ausgehalten werden. Hunger und Durst steigt bis zur Verzweiflung. Der Trägertrupp ist vom Feuer auf dem Wege zur Stellung vernichtet worden. Nach 12 Tagen Trommelfeuer brandet der Massenangriff der Franzosen gegen die zertrümmerte deutsche Stellung, er wird abgeschlagen. Im Gegenstoß drängt der Stoßtrupp die Franzosen wieder zurück und nimmt sie gefangen. Die besten Kameraden fallen dabei, viele werden verwundet. Doch bei der Nachbartruppe gelingt der Durchbruch mit Tanks. Als am Nachmittag Melder zum Regiment wollen, können sie nicht mehr durchkommen. Das Bataillon ist eingeschlossen. Wieder wagen es einige vom Stoßtrupp, die Umfassung zu durchschleichen und wichtige Meldungen nach hinten zu bringen. Als sie in der Nacht Befehle zum eingeschlossenen Bataillon bringen wollen, nimmt man sie gefangen, sie entkommen jedoch im Feuerwirbel der Artillerie. Aber noch in derselben Stunde wird das Bataillon von einem Massenangriff erdrückt Die Schlacht steht, der geplante große Durchbruch der Franzosen ist nicht gelungen. Der Urlaub ist aus! Es geht wieder zur Front. In Flandern ist eine neue Schlacht ausgebrochen, das Frischaufgefüllte Regiment rollt dorthin. Die unheimliche Feuernacht vom 15. zum 16. August 1917 scheint der Beginn des Jüngsten Gerichts zu sein. Was ist überhaupt vorne? Bei Tagesanbruch wird es klar, die Engländer sind durchgebrochen. Die Bevölkerung der Dörfer flüchtet. Auf Lastautos rollen die Verstärkungen heran und werfen den Feind in seine Ausgangsstellung zurück. Der Stoßtrupp wird versprengt, als die Nacht herabsinkt. In der öden Wüste des Schlachtfeldes stöhnen die Verwundeten. Zwei vom Stoßtrupp finden einen sterbenden Kameraden. Neue Trommelfeuer zerrütten die Nerven. Die Kameraden sterben, man kann nicht helfen. Die Verzweiflung der Materialschlachten greift um sich, bis endlich in der Nacht die Ablösung kommt und die Ruhe der Erschöpfung. – Der Herbst ist zu Ende, da brechen überraschend die Engländer bei Cambrai mit Hunderten von Tanks durch. Eilig Herangeholte deutsche Divisionen werfen die Engländer im Gegenangriff weit zurück. Der Stoßtrupp voran. In einem zerfallenen Keller, bei Frost und Wind, träumen sie vom Frieden. Ein Volltreffer durchschlägt das Gewölbe und die Schottländer greifen an. Ein Tank will das Gewölbe eindrücken. In höchster Not gelingt es, mit einer geballten Ladung den Tank zu zerstören. Der erste Schnee fällt. An der Westfront ist der Krieg in feste Stellungen gekrochen. Im Unterstand wird Frontweihnachten gefeiert. Die Engländer versuchen eine gewaltsame Erkundung, aber der Stoßtrupp wirft sie aus dem deutschen Graben. Nach dem Kampf findet eine Patrouille einen Schwerverwundeten Engländer. Er stirbt in den Armen der Deutschen unter dem Christbäumchen. „Friede den Menschen auf Erden“. Übermächtig ist die Sehnsucht nach dem Frieden. Nicht Hass und Vernichtungswille, sondern der Wille zu einem dauerhaften Frieden treibt den Soldaten
Quelle: Illustrierter Film-Kurier

Metapedia-Artikel:
https://de.metapedia.org/wiki/Sto%C3%9Ftrupp_1917

Schauen Sie weitere

⇒ DEUTSCHE FILME !

Zum Filmvideo:

 

***

https://wp.me/p2UUpY-2Ye

 

„Unternehmen Michael“ (1937) – Deutscher Kriegsfilm von Karl Ritter über die Frühjahrsoffensive 1918 an der deutschen Westfront

Unternehmen_Michael Filmkurier

Unternehmen Michael ist ein deutscher Kriegsfilm von 1937. Die Uraufführung fand am 7. September 1937 auf dem Reichsparteitag statt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden alle Kopien des Films vom Oberkommando der alliierten Siegermächte beschlagnahmt und die Aufführung unter Verbot gestellt. Heute beansprucht unrechtsmäßig die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung die Auswertungsrechte und bestimmt, daß die Vorführung dieses Vorbehaltsfilms nur im Rahmen spezieller Bildungsveranstaltungen statt finden darf.“

Zum Filmvideo:

https://archive.org/details/1937-Unternehmen-Michael

Handlung:

unternehmen michael 1937 filmfoto
Quelle: http://ais.badische-zeitung.de/piece/05/24/bf/3e/86294334.jpg

Die große deutsche Frühjahrsoffensive 1918 sucht die Entscheidung im Bewegungskrieg. Monatelang wurde aufs sorgfältigste vorbereitet der Generalstab hat ganze Arbeit geleistet, das „Unternehmen Michael“ muß glücken – nach menschlicher Voraussicht. Zwar sind die deutschen Regimenter nicht mehr die von 1914, die mit jugendlichem Idealismus trotz schwerster Verluste vorwärts stürmten, aber die Feldgrauen von 1918 sind darum nicht schlechter, denn sie haben die Erfahrung von vier Kriegsjahren und sind gestählt und gehärtet in tausend Gefahren. Wie ein Uhrwerk setzt sich das Unternehmen Michael in Gang, als die Oberste Heeresleitung auf den Knopf drückt. Weite Landstrecken erzittern im Trommelfeuer und unaufhaltsam stürmt die Infanterie hinter der Feuerwalze her, eine englische Stellung nach der anderen wird überrannt. Es ist wie 1914 – der alte Geist lebt also doch noch!
Am Spätnachmittag des 25. März liegt die Infanterie des 69. Armeekorps noch fünf Tagen siegreichen Vorstürmens ausgepumpt, mit 60% Verlusten vor einer neuen englischen Stellung. Der Tommy stellt sich hier, im Vertrauen auf die starke, 1916 fertig ausgebaute Schlüsselstellung des so genannten Labyrinths, ein Klotz von Beton und Eisendraht überhöhend und drohend. Todmüde und stumpf liegt die vorderste Infanterielinie an der Chaussee. Mancher schläft trotz der Schrapnells, die gelegentlich herüberpfeifen.
Da erscheint von hinten kommend der Erkundungstrupp des Sturmbataillons 37. Der Leutnant an der Spitze seiner ausgesuchten frischen Leute orientiert sich rasch. Der Bataillonsführer an der Windmühle zeigt ihm das Labyrinth, das dräuende Stachelschwein, und da vorne das Dorf? „Das ist Beaurevoir!“ „Sitzt da der Tommy drin?“ „Ich weiß nicht!“ „Also, die 37er auf noch Beaurevoir!“ sagt der Leutnant. Das Bataillon meldet dies dem Regiment. So kommt die Meldung zum Generalkommando 69, das sich grade in einer Villa mit Park am Osteingang von Neuville einrichtet. Der Kommandierende General und die Generalstabsoffiziere sind noch nicht da, nur die Ordonnanzoffiziere und der Korpsadjutant. Der Leutnant vom Sturmbataillon hat Beaurevoir leer gefunden und sofort den Westrand besetzt.
Eine Patrouille bringt einen gefangenen Engländer. Sehr gut! Sofort mit Meldung zur Windmühle! 6 Uhr abends. Das Generalkommando trifft in Neuville ein, der General, der Chef Oberstleutnant Hegenau, der erste Generalstabsoffizier (la) Major Zur Linden, Hauptleute Noack und von Groth. Rasch orientiert sich Zur Linden und erfährt, dass um 8 Uhr abends Major Graf Schellenberg vom Armeeoberkommando kommen wird. Dann trägt der la den Angriffsplan für morgen vor. Um 9 Uhr vormittags tritt die Sturmtruppe an, an der Spitze des Keils das Sturmsbataillon 37 auf den Hauptstützpunkt Labyrinth. Bis dahin hat die gesamte Artillerie zwei Stunden das Werk sturmreif geschossen. Zwei schwere 30,5 cm Batterien sollen noch heute eintreffen. Die Meldung aus Beaurevoir trifft telefonisch ein. Verstärkung ist unmöglich, warum hat der Leutnant gegen jeden Befehl das Nest besetzt! Keinesfalls darf eine Teilniederlage in Beaurevoir vor dem erfolgten Artillerieaufmarsch eintreten.
Der englische Gefangene wird gebracht. Schon vor seiner Vernehmung weiß Zur Linden, daß das Regiment zur 6. englischen Division, d. h. zu einer alten aktiven Division der French- Armee gehört. Das Verhör bestätigt dies. Der Tommy wirft eine völlig intakte aktive Division ins Labyrinth. Das ändert die ganze Lage. Die englische Heeresreserve greift ein. Man muß daher mit einem Gegenstoß rechnen und die einzige Lohn ist diesem Gegenstoß zuvorzukommen, Also: Sturmtruppen mit allen verfügbaren Lastkraftwagen vorwerfen, Artillerie und Munitionsaufmarsch beschleunigen. Der General ist einverstanden mit Zur Undens Vorschlag.
Major Graf Schellenberg vom A. O. K. trifft ein. Sein Vortrag bestätigt Zur Lindens Beurteilung der Lage. Das Labyrinth ist der Kernpunkt, es muß morgen fallen, der ganze weitere Vormarsch der gesamten Armee hängt davon ab. Aber – die beiden 30,5 cm Batterien sind an anderer Stelle unentbehrlich. Es muß auch ohne diese Batterien gehen. Major Zur Linden bittet, ihm das Kommando der Sturmtruppe zu übertragen. Der Chef lehnt ab, es geht nicht an, einen Generalstabsoffizier in dieser kritischen Lage an die Front zu schicken, wenn auch Zur Lindens Wunsch, einmal selbst zu kämpfen, anstatt immer nur andere in den Kampf zu schicken, menschlich verständlich erscheint.
Zur Linden fährt in der Nacht zum Artillerie- Kommandeur in die Feuerstellung. Der Aufmarsch klappt… Inzwischen trifft Sturmbataillon 37 ein. Der Führer, Hauptmann Hill, eilt zum Westrand des Dorfes, als dort englische Granaten einschlagen und – wird schwer verwundet. Wer soll den Sturm führen? Wieder meldet sich Zur Linden. Nur er kennt die Lage und das Gelände genau. Es hängt alles davon ab, dass der Sturm glückt. Diesmal willigt der Chef sofort ein, auch der General stimmt zu. Zur Linden übernimmt das Kommando des Sturmbataillons, das in Richtung Beaurevoir vorrückt.
5.30 Uhr morgens. Das Trommelfeuer beginnt. Das Sturmbataillon steht bereit mit drei Kompanien am Windmühlenberg, zur in den mit einer Kompanie in Beaurevoir. Er besetzt den Westrand. Eine Patrouille meldet: „Englische Tanks im Anmarsch!“ „Da haben wir den Gegenstoß“, sagt Zur Linden. Beiderseits Beaurevoirs und Richtung Mühlenberg dringt der Tommy mit seinen Tanks vor. Die Artillerie treibt die Tanks vom Mühlenberg zurück, die nun Beaurevoir umkreisen. Das Dorf ist der Brennpunkt des Kampfes. Soll man es beschießen, solange noch Zur Linden mit seiner Kompanie in dem Dorf kämpft. Ein deutscher Tank kämpft sich ins Dorf durch. Zur Linden soll zurück, sein Opfer ist sinnlos. Aber der Major lehnt ab. Er hat noch 40 Gewehre, er selbst ist der 41. „Bestellen Sie, Artilleriefeuer auf Beaurevoir! Ohne Rücksicht auf uns! Dann fällt auch das Labyrinth, denn Beaurevoir ist der Strombrecher des Angriffs!“ – Eine Brieftaube bringt Zur Lindens letzte Meldung zum Generalkommando. Schweren Herzens gibt der General den Befehl: Vernichtungsfeuer auf Beaurevoir. 12.30 Uhr beiderseits Beaurevoir Sturm auf’s Labyrinth! – Im Dorf kämpft der Major mit seinen paar Feldgrauen tapfer und hoffnungslos. Der Generalstabler hat wie jeder Musketier die Knarre in der Hand und schmeißt seine Handgranaten. Es werden immer weniger. Da setzt das Vernichtungsfeuer ein. Grimmig lacht der Major. So ist’s richtig.
„Jetzt können sie stürmen!“ Das ist seine letzte Erledigung als Generalstäbler. Dann ist er nur noch Soldat und Kämpfer. Alles ist auf einmal so herum kompliziert. Da! Ein Tommy! Handgranaten geschmissen! Da, ein Tank. Rasch eine gerollte Ladung dem Ungetüm in die Luke. So kämpft und stirbt der la des Generalkommandos 69 wie Tausende seiner Kameraden und die anderen stürmen vorig an dem rauchenden Trümmeraufen, der einst Beaurevoir war, Marschrichtung: Labyrinth. Ein Opfer wurde gebracht, gern und freudig, aber es war nötig so, zur das Ganze, für „Michael“ und für die Heimat.
Quelle: Illustrierter Film-Kurier

Lesen Se den vollständigen Metapedia-Artikel:
https://de.metapedia.org/wiki/Unternehmen_Michael_(Film)

Produktion
Der Film wurde von der (Universum-Film AG Berlin) unter der Herstellungsleitung von Karl Ritter produziert und von der Afifa Berlin kopiert. Die Aufnahmeleitung lag bei Ludwig Kühr. Die Bauten stammen von Walter Röhrig. Unternehmen Michael wurde am 7. September 1937 uraufgeführt. Der Film wurde ab 1941 mit deutschen Untertiteln aufgrund einer Vereinbarung zwischen der UFA und der japanischen Filmhandelsgesellschaft „Towa“ auch in Japan gezeigt.

Rezeption – Auszeichnung
Karl Ritter schrieb in einem Produktionsbericht: „Ein männlicher Film ohne falschen Zauber“. Der Film-Kurier lobte die „echte Atmosphäre“ und die „unbedingte Wahrheitstreue“. Der Film erhielt von der Filmprüfstelle das Prädikat „staatspolitisch wertvoll“. …

Bitte beachten Sie:
„Der zur Zeit des Nationalsozialismus gedrehte Film ist ein so genannter Vorbehaltsfilm der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung. Er gehört damit zum Bestand der Stiftung, ist nicht für den Vertrieb freigegeben, und darf nur mit Zustimmung und unter Bedingungen der Stiftung gezeigt werden.“ – https://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmen_Michael_(Film)

Sehen Sie mehr

⇒ DEUTSCHE FILME !

Zum Filmvideo:

https://archive.org/details/1937-Unternehmen-Michael

Unternehmen Michael 1937 Videotitel

***

https://wp.me/p2UUpY-2Of