Adolf Hitler von einem fremden Dichter gesehen – Teil 11: Die Erdkräfte. Von Grigol Robakidse

D i e   E r d k r ä f t e

Die moderne Welt leidet gerade daran, daß diesem Gesetz nicht mehr Genüge getan wird. Was ist zum Beispiel die Krise des Christentums, wenn nicht die Vernachlässigung der Erdkräfte? Das Christusphänomen ist der ontische Versuch, des Gottessohnes teilhaftig zu werden. Es geschieht durch den schöpferischen Glauben, das heißt durch die heilige Ergriffenheit des Ganzen im Menschen, während die Gnade Gottes ihm als Gegenströmung entgegenkommt. Um diese Ergriffenheit zu erreichen, ist es nötig, daß der Mensch von den Erdkräften genährt wird – sonst bleibt der Glaube nur ein hohles Bekenntnis. Es seien noch einmal die Worte des Thavaden Georg, des Gralshüters, angeführt:

„Glaube ist mehr als Bekenntnis. Erkenne ich ein Ding, so bleibt es für mich noch immer ein Gegenstand. Glaube ich an etwas, so steht es mir nicht mehr entgegen. Für den Liebenden ist die Geliebte kein Gegenüber: sie ist für ihn das unwiederholbare Antlitz, in dem er sich selbst wiederfindet. Die ganze Welt ist außerstande, die zwischen den Liebenden sich selbst erschaffende Wirklichkeit gegenständlich zu erfassen – und doch ist sie wirkend da. Für einen anderen ist sie nicht vorhanden, vom Innern des Selbst aber geschaut, ist sie das Wirklichste von allem. Vergeht die Liebe, so entsteht zwischen den Liebenden eine Leere: erschreckend entfremdet stehen sie nun bloß als Gegenstände einander gegenüber. Ebenso schafft der Glaubende eine Wirklichkeit für sich.“ Und weiter: „Stellt sich Gott etwas vor, so entsteht sofort etwas. Diese Kraft des Bildens ist das Geheimnis des Glaubens. Das Bekenntnis allein versagt hier … Die heutige Menschheit leidet gerade am Mangel dieser bildenden Kraft des Glaubens. Sie gleicht dem Manne im Evangelium, der einst dem Heiland zurief: „Ich glaube, Herr, hilf meinem Unglauben.“ Und noch weiter: „Wir verlieren den Glauben, indem wir die Erde, die ewige Mutter, entweihen, denn die Kraft des Bildens schenkt sie uns allein … Jahrhundertelang haben wir die Erde entweder mißachtet oder gar bekämpft, im besten Falle duldeten wir sie. Wir entweihen die Magna Mater rücksichtslos, frevelhaft, und wir schmecken schon die bittere Frucht, wir sind zu Gottes Sohnschaft stumpf und unfähig geworden … Das Wort ward Fleisch – dieses Geheimnis blieb uns nur als Gleichnis. Ist doch hier die Erde als Mutterleib des Logos gedeutet! Wird der Schoß der Erde einfach als Stoff behandelt, so schwinden sofort die Logoskräfte im Menschen. Der Geist verliert die keimende Dichte, er wird sozusagen hohl und entartet zur Ratio, die ohnmächtig ist, einen Akt des Glaubens zu erzeugen.“

Unter der „Erde“ sind hier die in sich geschlossenen Lebenseinheiten zu verstehen: Rasse, Volk, Blut, Boden. Die Erde ist das kosmische Plasma des Geistes. Fördert man in sich nicht das Wachstum dieses Plasmas, so wird allmählich der Geist rationalisiert, und von der Ratio aus gesehen ist das Christusgeschehen einfach ein Unding. Wenn der Logos Logik geworden ist, dann ist es mit der verwandelnden Kraft des Glaubens aus.

Die innere Beziehung der Weltschau von Adolf Hitler zu der des Christentums – ein Problem von unermeßlicher Tragweite – kann hier natürlich nicht berührt und erhellt werden. Eines jedoch kann man schon jetzt aussprechen: Die Erweckung der Erdkräfte könnte einst der Erneuerung der Christenheit dienen. Daran kann man kaum zweifeln.

Quelle: Grigol Robakidse, Adolf Hitler – von einem fremden Dichter gesehen, Eugen Diederichs Verlag Jena 1939

In meinem Staat ist die Mutter die wichtigste Staatsbürgerin

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Adolf Hitler von einem fremden Dichter gesehen – Teil 10: Das geheime Gesetz. Von Grigol Robakidse

D a s   g e h e i m e   G e s e t z

Kaiser Otto der Große - Reiterdenkmal in Magdeburg
Kaiser Otto I. der Große – Reiterdenkmal in Magdeburg (großes Bild)

Die Eingeweihten aller Zeiten wußten um das Geheimnis des Blutes – dieses „ganz besonderen Saftes“. Ist es Einem durch das rituelle Opfer gelungen,die urgöttlichen Energien in Kraft zu setzen, so erringt er sich eine besondere Eigenschaft, die als die Fähigkeit zum Eingriff ins Kosmische zu bezeichnen ist – so wurde überliefert. Diese Eigenschaft geht erblich auf die Nachkommenschaft weiter: durch den subtilen Stoff ätherischer Art, der in sich die Erfahrungen des Geistes als Spuren behält. „Als ein transzendentes Erbe ins Blut übertragen, wird sie (die Eigenschaft) Rassenbesitz, den der Ritus der Initiation im einzelnen allmählich wieder wirksam und lebendig macht“. (Evola)

Hier ist sowohl das Phänomen des Uradels begründet wie auch der Sinn der strengen Blutzucht.

Aber das Blut allein erschien nicht zureichend. Die von Geburt erhaltene Eigenschaft mußte durch die Einweihung, das heißt durch die „zweite Geburt“, bekräftigt werden. Es ist bekannt, daß sogar der „arja“: Edler, solange er nicht durch die geistige Geburt gegangen war, nicht über der untersten Kaste „çudra“ stand.

Man sieht klar, wie hier Blut und Geist einander gegenseitig bewirken: der Geit sucht im Blute das keimende Plasma für seine Gestaltung, das Blut sehnt sich gleichsam nach dem Geist wie nach einem schöpferischen Elan.

Nun stellen wir uns vor, daß dieser Elan vom Adel her vernachlässigt wird. Was würde geschehen? Bestimmt würde der Adel nach und nach die untrüglichen Zeichen der Entartung zeigen. In Indien wurde verkündet: ist die Lüge in die Opferhandlung eingetreten, so wird die Kraft des Opferns zunichte gemacht. Zuletzt heißt es, daß der Opfernde selber gefährdet wird. In der iranischen Überlieferung wird es bildlich angedeutet. So wird erzählt: als der sagenhafte Sonnenkönig Yima zu lügen begonnen hat, verließ ihn sofort die Glorie, hvarenô, der mystische Strahl des göttlichen Selbst. Man denke an den erlöschenden Augenglanz eines Thronfolgers, der, seiner sakralen Aufgabe des Herrschers nicht gewachsen, der Entartung sichtlich entgegengeht.

So der Geist. Wenn aber andererseits das Blutgeheimnis nicht mehr geachtet wird? Dann ist der Geist genau so der Entartung ausgeliefert.

Dieses Gesetz gilt sowohl für Einzelne als auch für Rassen, Völker, Kulturen, Sprachen.

Quelle: Grigol Robakidse, Adolf Hitler – von einem fremden Dichter gesehen, Eugen Diederichs Verlag Jena 1939

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