„Der Choral von Leuthen“ (1933) – Deutscher Historienfilm von Carl Froelich über Friedrich den Großen, mit Otto Gebühr

Der_Choral_von_Leuthen

Der Choral von Leuthen ist ein Historienfilm über die Schlacht bei Leuthen zwischen der Preußischen Armee unter König Friedrich dem Großen und der Kaiserlichen Armee des römisch-deutschen Kaisers unter Führung des Prinzen Karl Alexander von Lothringen, Feldmarschall des Erzherzogtums Österreich.
Der Film wurde in Döberitz gedreht. Die Uraufführung fand am 3. Februar 1933 statt.

Zum Filmvideo:

https://archive.org/details/DerChoralVonLeuthen

Handlung:

Der Choral von Leuthen FotoDezember 1757. Auf den verweichten, grundlosen Landstraßen Schlesiens wälzen sich die Trümmer der geschlagenen preußischen Armee rückwärts. Mit letzten Kräften, ohne Disziplin, ermattet, verhungert. Die Zieten-Husaren decken noch den Rückzug. Aber auch sie müssen bald der Übermacht weichen. In dem Schloß Lissa finden sie letzte Zuflucht.
Unter ihnen ist auch Rittmeister v. Wustrow. In der langen Zeit der Besetzung Schlesiens durch preußische Turppen hat er das Schloßfräulein Charlotte v. Mudrach kennen und lieben gelernt. Jetzt heißt es, Abschied nehmen. Vielleicht für immer. Aber die beiden wollen nicht voneinander lassen. Eine Kriegstrauung vereinigt sie für immer.
Da aber stürmen schon die Österreicher heran. Wustrow muß mit den letzten Resten der Armee fort. Weiter geht der entmutigende, hoffnungslose Rückzug.
Da naht von Osten her König Friedrich. Er hat bei Roßbach die Franzosen geschlagen und ist nun in Eilmärschen nach Schlesien gekommen, die drohende Katastrophe aufzuhalten.
Und ein Wunder geschieht. Beim Anblick des Königs, des vergötterten Führers der Soldaten, ist ein neuer Geist in die verrotteten Truppen gefahren. Wie unter einem unerklärlichen Zwang folgen sie dem straffen Tritt der Garde, dem befeuernden Rhythmus der Marschmusik, aus dem regellosen Haufen entmutigter Flüchtlinge, wird eine Schar entschlossener, begeisterter Soldaten.
Der König läßt keine Zeit verstreichen. Ohne seine Generäle zu fragen, ohne auf die Mahnungen seines Bruders zu hören, die alle eine Fortsetzung des Kampfes gegen die erdrückende Übermacht für Wahnsinn halten, trifft er seine Anordnungen.
Er weiß, daß es für ihn keinen anderen Ausweg mehr gibt: siegen oder sterben. Er muß alles wagen, um alles zu gewinnen oder kämpfend unterzugehen. Das Schicksal ist ungewiß. Die ganze Nacht hindurch arbeitet der König, mit immer neu aufgepulverter Kraft. Während die Truppen schon in der Stille der Nacht in ihre Stellungen marschieren, ohne Licht, ohne Laut, um dem Feind die Absichten nicht zu verraten, sorgt der König für alle Eventualitäten. Nicht nur militärische Dinge entscheidet er, er denkt auch an die notwendigen Arbeiten in der Heimat, um alles vorbereitet zu wissen, für den Fall, daß er den kommenden Tag nicht überleben sollte.
Zum Schluß diktiert er einem zum Tode verurteilten Deserteur sein Testament. Dann erst wirft er sich auf das Bett, um noch ein paar Minuten zu ruhen, ehe die große Entscheidung beginnt. Wustrow steht in dieser Nacht auf Vorposten. Unbekümmert um die Feinde schleicht er heimlich zum Schloß Lissa, um seine Frau zu sehen. Im Garten treffen sie sich.
Aber auf Schloß Lissa sitzt das österreichische Oberkommando. Ein junger Kornett, der sich in Charlotte verliebt hat und ihr ein nächtliches Ständchen bringen will, entdeckt im Garten den preußischen Rittmeister, schlägt Alarm.
Wustrow muß fliehen. Bei der Verfolgung fallen ein paar österreichische Soldaten. Und Charlotte kommt in den Verdacht, wichtige Dinge an die Preußen verraten zu haben. Sie muß vor ein Kriegsgericht gestellt werden, das für den Abend des nächsten Tages angesetzt wird. Feldmarschall Daun will selbst den Vorsitz übernehmen, um die Kontesse, der er keine böse Absicht zutraut, vor der drohenden Gefahr zu retten. Es ist zwei Uhr nachts.
Jetzt endlich ruft der König seine Generäle zusammen. In einer flammenden Ansprache reißt er die Widerstrebenden noch einmal mit. Keiner wagt, sich seinem Willen entgegenzustellen, keiner verläßt ihn. – So geht es in die Schlacht.
Durch sein berühmt gewordenes Umgehungsmanöver täuscht er den Feind, schlägt er die dreifach überlegene Heeresmacht. Als der Abend herabsinkt, ist die Entscheidung gefallen. Der Feind muß auf der ganzen Linie den Rückzug antreten. In überströmendem Gefühl stimmen die Truppen, die Außerordentliches geleistet, die Unwahrscheinliches wahr gemacht haben, den Choral an: »Nun danket alle Gott!« Nur der König gönnt sich keine Ruhe. Er reitet fast allein voraus, um die Verfolgungslinien für den nächsten Tag festzulegen.
So gerät er auf Schloß Lissa mitten unter die Offiziere des österreichischen Kommandos, die eben im Aufbruch sind.
Sie könnten schon längst über alle Berge sein. Aber Oberst Rawitsch, ein wütender Preußenhasser, will vorher das Urteil gegen die vermeintliche Spinonin Komtesse Charlotte, vollstrecken. Die anderen Offiziere wiedersetzen sich, es entsteht ein Streit, in dem der fanatische Rawitsch sicher die Oberhand behalten würde – da rettet der König durch sein Kommen, ohne es zu wissen, das Leben einer Frau, die – als Gattin eines preußischen Offiziers im Herzen schon längst preußisch geworden ist. Der König weiß, daß er verloren ist, wenn er nicht seine Haltung bewahrt. Er spielt den Überlegenen. Erst langsam erholen sich die Österreicher von ihrer Verblüffung und erkennen, daß der König allein ist. Schon wollen sie ihn als ihren Gefangenen erklären – – – – da klingt von draußen der Choral herein. Die Truppen sind ihrem König gefolgt. Singend umringen sie das Schloß, brausend steigt der Choral zum Himmel empor. Der fromme Gottesglaube der Soldaten hat den König gerettet.
Und während das Dankgebet weit über das Feld klingt, reitet der König schon weiter. Sein Kopf muß für alle sorgen. Er darf sich keine Ruhe gönnen …
Quelle: Illustrierter Film-Kurier

Metapedia-Artikel:
https://de.metapedia.org/wiki/Der_Choral_von_Leuthen_(Film)

Kritik
„Historischer Film über die Schlacht von Leuthen (1757), in der die preußischen Truppen die Österreicher besiegen konnten. Am Rand die Liebesromanze zwischen einem preußischen Offizier und einer österreichischen Baronesse. Obgleich der Film später von der offiziellen NS-Kritik als ‚zu privat‘ getadelt wurde, ist er mit seiner Huldigung an Friedrich II. als absolute Führer-Persönlichkeit eine frühzeitige Geschichtslesart der wenig später vorherrschenden nationalsozialistischen Ideologie.“ – Lexikon des internationalen Films (https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Choral_von_Leuthen)

 

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„Der alte und der junge König“ (1935) – Deutscher Historienfilm über die Jugend Friedrichs des Großen

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Zum Film:

https://archive.org/details/DerAlteUndDerJungeKoenig1935

Der alte und der junge König ist ein deutscher Historienfilm über die Jugend Friedrichs des Großen von 1935. Im weiteren Sinne gehört der Film zu den sogenannten Fridericus-Rex-Filmen. Der Film wurde von der alliierten Militärregierung verboten, nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland aber nicht als Vorbehaltsfilm eingestuft.

Handlung:

Potsdam, Zeit des „Soldatenkönigs“. Friedrich Wilhelm I. sitzt mit seiner Familie beim spartanisch-einfachen Frühstück. Nur der Kronprinz fehlt. Er kann sich nicht vom Spieltisch trennen; dauernd verliert er und muß sich schließlich von zwei dunklen Ehrenmännern 4.000 Taler auf Wechsel borgen. Erst als die Regimenter zum Morgenappell antreten, erscheint er – vorschriftswidrig angezogen, schlecht frisiert, übernächtigt. Der schon längst über den Sohn erbitterte König gebraucht vor versammelter Mannschaft die schärfsten Worte gegen den „Obersten Fritz“ und befiehlt ihn für später am Tage zu sich. – Während dieses Zusammenstoßes auf dem Exerzierplatz hat die Königin, eine englische Prinzessin, den englischen Gesandten empfangen, um mit ihm ihren Herzensplan, ihre Tochter Wilhelmine mit dem Prinzen von Wales zu vermählen, zu beraten. Das Gespräch erfährt eine Unterbrechung durch den Eintritt des nicht gerade rosig gelaunten Königs. Friedrich Wilhelm kommt sofort auf politische Dinge zu sprechen, und der Gesandte muß zugeben, daß England keine Lust habe, Preußen den Erwerb von Jülich und Berg zu garantieren. In einem Wutanfall bricht der König kurzerhand alle Verhandlungen wegen der englischen Heirat seiner Tochter ab; unbekümmert um die heftigen Proteste seiner Gemahlin erklärt er, Wilhelmine dem Erbprinzen von Bayreuth zur Frau geben zu wollen. Der Kronprinz ist aufs äußerste empört über die Be­handlung, die ihm der Vater hat zuteil werden lassen. Er vertraut sich seinem Freunde Leutnant von Katte an: Er will dem Potsdamer Zwang entfliehen, über Frankreich nach England zur Familie der Mutter. Katte, durch und durch Soldat, lehnt es ab, ihm bei der Verwirklichung dieser Pläne behilflich zu sein, verspricht indessen, am Abend heimlich mit Fritz bei der Prinzessin Wilhel­mine zusammenzutreffen – Katte liebt die Schwester seines Freundes. – Die Audienz beim König bringt dem Kronprinzen neue Demütigungen.

Friedrich Wilhelm ist im Besitz der den Wucherern gegebenen Wechsel, und als Fritz halb aus Furcht, halb aus Trotz die Höhe seines Spielverlustes falsche Angaben macht, schimpft ihn der König einen Feigling und Lügner. Er verhängt Stubenarrest über den Sohn und verbietet ihm die französischen Bücher, die Musik, die geliebte Flöte. Wäre Fritz nur sein Sohn, so würde er es lernen müssen, ihn zu verlieren; aber aus dem Thronfolger müße er den künftigen König von Preußen formen, begründet Friedrich Wilhelm seine Handlungsweise. Der einzige Erfolg ist, daß Fritz sofort Pläne schmiedet, wie er den Stubenarrest durchbrechen und die übrigen Verbote des Vaters umgehen könne. Die Stunden, die der König im Tabskollegium zubringt, scheinen ihm dafür die beste Mög­lichkeit zu geben. – Aber er hat sich verrechnet. …  (Hier weiterlesen auf Metapedia.)

Der Film wurde von der Filmprüfstelle mit den Auszeichnungen Prädikat „Staatspolitisch und künstlerisch besonders wertvoll“ ausgezeichnet.

In der blauen (Verbots-) Liste der Alliierten Kontroll-Kommission für Deutschland ist er verzeichnet als „ein sehr guter Film herausragender Darstellung, der ausschließlich wegen seiner überzogenen militärischen und nationalistischen Propaganda zu bemängeln ist.“

Die Wiederaufführung des Films um 1960 rief den erklärten Unwillen von großen Teilen der westdeutschen Presse hervor.

Kritik nach den Uraufführungen in Stuttgart und Berlin: „Das ist ein Film. Der deutsche Film. Endlich. Ein gewaltiges Werk schöpferischer Gestaltungskraft […] Überragend Emil Jannings […] Zum Schluß brandete ungeheurer Beifall auf. Er galt einer großartigen Leistung.“ — Völkischer Beobachter, 7. Februar 1935

(Siehe Metapedia-Artikel https://de.metapedia.org/wiki/Der_alte_und_der_junge_K%C3%B6nig)


Verknüpfung zum Video:

https://archive.org/details/DerAlteUndDerJungeKoenig1935

Der alte und der junge König - Video

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