Deutsches Wesen. Von Houston Stewart Chamberlain (1855 – 1927)

Franz_von_Lenbach_Portraitstudie_Chamberlain

H o u s t o n    S t e w a r t   C h a m b e r l a i n, geb. 9. Scheidings 1855 zu Portsmouth in England; gest. 9. Hartungs 1927 in Bayreuth, Sohn eines englischen Generals. Geschult in der Wissenschaft und Kunst des Westens, ausgezeichneter Naturwissenschaftler und Geschichtsphilosoph; seit seiner Verheiratung mit der Tochter Richard Wagners in engster geistiger Verbindung mit dem Schöpfer des „Ringes“ und allem, was zu Bayreuth als der Kunststätte des jungen Deutschland gehört. Schrieb im Banne des großen Nordfranzosen Grafen Gobineau seine „Grundlagen des XIX. Jahrhunderts“, in denen er das Hohe Lied der germanischen Rasse sang. Seine umfänglichen Werke über Kant, Goethe und Wagner wurden zwar von interessierter Seite unfreundlich beurteilt, gehören aber nichtsdestoweniger zur Großen Literatur der Deutschen. Ließ sich während des Weltkrieges aus Protest gegen die rasseverräterische Haltung seiner Vettern jenseits des Kanales in den deutschen Staatsbürgerverband aufnehmen und war einer der ersten von Rang und Ruf, die öffentlich auf Adolf Hitler als den kommenden Mann Deutschlands hinwiesen.

***

Houston Stewart Chamberlain

Deutsches Wesen

Das, was wir mit Betonung das Deutsche zu nennen berechtigt sind, ist der herrlichste Besitz, den es für Menschen gibt, und birgt die Fähigkeit zu ungeahnter Entwicklungsfülle; dieses Deutsche ist die Errungenschaft, ist das Werk, noch triftiger gesprochen, das Leben der großen deutschen Männer.

In diesen Besitz wächst nun als Erbe die deutsche Jugend hinein. Mehr als irgendwo gilt aber hier das von Goethe erst in reiferen Jahren in seine Jugenddichtung eingefügte Wort:

Was du ererbt von deinen Vätern hast,
Erwirb es, um es zu besitzen!

Jeder gebildete Deutsche muß nämlich erst „deutsch“ werden; bis er es bewußt geworden ist, ist er es nicht ganz, nur teilweise und gleichsam zufällig. Über die Ungebildeten wacht ein guter Engel: dem Gebildeten dagegen wird sein Schicksal in die eigene Hand gelegt; daß an ihm „gebildet“ wurde, muß ihm jetzt dienen, an sich selber Bildner zu werden. Schiller – der unentbehrlichste unserer Lehrmeister des Deutschen – hat aufmerksam gemacht, daß der Mensch, ehe er anfängt zu denken, der Wahrheit näher ist als der Denker, der noch nicht zu Ende gedacht hat; ebenso steht der Mann, der keine höhere Bildung genoß, dem instinktiv von ihm eingesogenen Deutschtum näher als der gymnasial und akademisch gebildete Jüngling, der nicht mit Inbrunst daran arbeitet, ein klar bewußter, ausführlich beschlagener Deutscher zu werden. Das deutsche Heer ist eine großartige Schule des Deutschtums; doch liegt es im Wesen der Sache, daß hiermit nur der Charakter, der Wille erzogen wird. Eine ebenso wirksame Schule des gesamten deutschen Wesens wünsche ich, in welcher Religion, Wissenschaft, Weltanschauung, bildende Kunst, Ton- und Dichtkunst, aber nicht weniger Politik, Gesellschaft, Handel, Industrie, Technik, Verwaltung, Gesetzgebung, Schulwesen, alle mit Bezug auf das Deutschtum, auf das unterscheidend Deutsche in jeder dieser Betätigungen betrachtet würde; hiermit wäre die klare Scheidung von dem Undeutschen gegeben. Die Einheit, die aus dieser Befassung zutage treten würde, ist ein bisher in der Weltgeschichte unbekanntes Phänomen: es bilden die großen deutschen Männer – die denkenden, die dichtenden, die forschenden, die lenkenden, die schaffenden – eine einzige Familie; das ist das Besondere, das begründet die deutsche Kraft, das schenkt die deutsche Hoffnung.

Shakespeare, der Dichter, stellt seine Zeit dar, und indem er das tut, „richtet er sie“ (wie Richard Wagner gesagt hat); nicht aber schafft er an ihr und arbeitet er an ihrer Zukunft. Die englischen politischen Größen wiederum – Hobbes, Bolingbroke usw. – gehören lediglich ihrer politischen Welt an, einer völlig amoralischen, kulturfernen, poesielosen, nüchtern utilitaristischen. Wie anders bei den Deutschen! Ein Herder widmet die besten Jahre seines Lebens der Erforschung des göttlichen Sinnes der Geschichte; ein Schiller arbeitet mit Aufopferung letzter Kräfte daran, uns den Weg zu weisen, auf dem der „Staat der Not“ in den „Staat der Freiheit“, d. h. in den deutschen Staat der Zukunft verwandelt werden kann und wird; ein Richard Wagner wandelt in Schillers Fußtapfen, wie bei der Vollendung des deutschen Dramas, so auch mit der Reihe seiner Schriften, welche Staat, Gesellschaft, Religion betreffen; ein Goethe schreibt Faust und Iphigenie und Werther und alle anderen Meisterwerke nur nebenher, als „Gelegenheitsdichter“ (wie er sich selber nannte), widmet aber als Staatsminister, vielfacher Verwalter, Bibliothekar, Theaterleiter, Ingenieur, Naturforscher, Reisender, Kunstsammler (usw. ins Unendliche) seine eigentliche Lebensarbeit der Errichtung eines allumfassenden Doms für alles, was den Namen „deutsch“ verdient. Sollte jemals der Tag kommen, wo an deutschen Hochschulen ein Lehrstuhl für Goethe errichtet würde, dann wäre der erste Schritt geschehen zur Begründung jener von mir gemeinten Schule des gesamten deutschen Wesens. Keine ausländischen Poeten gleichen in dieser Beziehung den deutschen Dichtern. Nun aber blicke man auf die deutschen Staatsmänner – einen Wilhelm von Humboldt, einen Stein, einen Bismarck; man betrachte diese umfassende Bildung, diesen sittlichen Ernst, diese Reinheit der Herzen und darum auch der Ziele! Alle sind sie tief religiöse Naturen; alle läutern ihr Wesen an höchsten Werken der Kunst und Dichtung; sie sind Erscheinungen einer edelsten Kultur, und ihr Deutschsein ist nicht ein Zufall der Geburt, nicht ein Vorurteil für das Gegebene, vielmehr bedeutet es das bewußte Erfassen einer verantwortungsvollen, gottgegebenen Pflicht. Ein ganz eigener Ernst liegt auf dem Antlitz aller großen deutschen Staatsmänner, wie die fast erschreckende Strenge und Trauer, die auf den Zügen und in den Augen Wilhelms I. lag, als er 1870 in den Krieg fuhr – ein Anblick, der auf mich wie eine erste, damals noch unverstandene, nur in Ergriffenheit geahnte Offenbarung des deutschen Wesens wirkte. Und dann vergegenwärtige man sich die großen deutschen Schlachtenlenker von Friedrich bis Moltke und bis Hindenburg und vergleiche sie mit anderen: diese Kultur, dieser sittliche Untergrund!

Heute will ich nur andeuten: von den Denkern, den Forschern, den Erfindern, den Lenkern des praktischen Lebens hätte ich ein Gleiches zu sagen. Es liegt auf der Hand, daß kein Land der Welt irgend etwas auch nur entfernt Ähnliches aufweisen kann. Ein neues Kulturideal ersteht vor unseren Augen; es ist im Werden begriffen; wieder einmal gewinnt Gottes schöpferischer Wille Gestalt; den Deutschen fällt die Pflicht anheim, seinen Willen zu vollbringen; ihre großen Männer gehen als Beispiele voran; von ihnen müssen sie lernen, bei ihnen in die Schule gehen; jeder ist fähig, wie im Heere so auch im Leben seine Pflicht als Deutscher zu vollbringen.

Man werde sich dessen nur recht bewußt: so alt auch Deutschland ist, so jung ist das Deutschland, das jetzt entsteht. Darum auch die begeisterte Aufnahme alles Großen aus der Ferne, z. B. Shakespeares: Der Deutsche ist eben jung und besitzt infolgedessen Phantasie und Naivität und das Entgegenfliegen dem Großen und Schönen, ohne welches überhaupt keine Leistung besteht. Aus diesem selben Grunde ist aber auch in Deutschland fast alles unfertig: Staat, Gesellschaft, Geschmack. Nur zwei Dinge sind fertig: das Heer und das Genie. Und diese zwei gehören zueinander. Das Genie Deutschlands – wie es in jenen Männern überall sich kundtut – hat dieses einzige Volksheer gewollt und geschaffen, und dieses Heer ficht für das heilige Erbe, welches jene Männer – als Stimmen ihres Volkes – uns übermacht haben, für das Heiligste auf Erden, ich sage: für Gott! Welche Aufgabe erwächst aber einem jeden in Gegenwart und Zukunft: diesem Heer und diesem Genie gewachsen, ebenbürtig, ja, in irgendeinem Maße ihr würdig sein! Es gilt auf allen Gebieten des Lebens schöpferisches Wirken und dennoch strenge Folgerichtigkeit, Erfindungsmut und nichtsdestoweniger treue Bewahrung der Einheitlichkeit. Es gilt, die erreichte Höhe der Kultur – trotz Macht, trotz Reichtum – festzuhalten und auszubauen; es gilt, selbst im Herrschen zu dienen, selbst im Gebieten zu gehorchen, in Demut kraftbewußt. Und das alles können wir nur von den großen Deutschen lernen; denn sie allein haben es gekonnt, getan, gelebt; sie sind das Beispiel, an dem wir die Pflicht und zugleich die Erfüllbarkeit der Pflicht lernen.

Wieder, wie vor einem Jahrhundert und wie vor einem halben Jahrhundert, bewährt die deutsche Jugend ihren Heldenmut; möchte sie den Werken des Friedens, zu denen Gott sie bald heimrufen wird, den gleichen Heroismus widmen; alle großen Deutschen waren Helden – Helden im Erstreben, im Erleiden, im Erringen. Sie hat Schiller im Sinne bei den Worten: „Die Gipfel der Menschheit werden glänzen, wenn noch feuchte Nacht in den Tälern liegt.“

Quelle: Germanen-Bibel, 6. Aufl. 1934, S. 483 f.

Das eingepflanzte Irresein – Zur geistigen Befindlichkeit der Deutschen. Von Dr. med. Rigolf Hennig

Eine seltsame und gefährliche Krankheit geht um in deutschen Landen: das eingepflanzte („induzierte“) Irresein.

So Mancher fragt sich, was wohl mit diesem begabten, kraftvollen und fähigen Volk geschehen ist, daß heute ein allgemeiner Niedergang mit „Kampf gegen das Kind“, Überfremdung, Sittenverfall, aufwachsende Verarmung und Mangel an Selbstvertrauen bis hin zum Selbsthaß zu verzeichnen sind.

Die Antwort ist verblüffend einfach. Es handelt sich um die Möglichkeit, den menschlichen Geist durch gezielte erzieherische Maßnahmen zu beeinflussen und zu beherrschen, welche die Siegermächte für ihre üblen Zwecke nutzen.

Im Gefolge zweier in Folge verlorener Kriege war den Deutschen zuletzt selbst die Möglichkeit der geistigen Abwehr genommen worden mit verheerenden Folgen.

An die Stelle der eigenen, gewachsenen und arterhaltenden Ideale pflanzte der Feind seine verbrecherischen Vorstellungen in die Köpfe der Deutschen.

Ein „Frankfurter Schule“ genannter Reimport aus den Vereinigten Staaten – ein Marx-Freud-Verschnitt – wirkte und wirkt auf allen unterrichtenden und erzieherischen Ebenen wie eine geistige Seuche.

Diese arbeitet ganz wesentlich mit dem Mittel der Geschichtsfälschung, um bei den Deutschen eine Schuldneurose auszulösen. Inzwischen „sind“, wie der bekannte us-amerikanische Gesellschafts- und Geschichtswissenschaftler Harry Elmer Barnes feststellt, „die Deutschen das einzige Volk der Welt, welches für Taten büßt, die es nicht begangen hat“.

Als Ergebnis der psychologischen Kriegsführung sind heute viele Deutsche seelisch krank und unfähig zur Abwehr. Horst Mahler spricht vom Seelenmord am deutschen Volk.

Wenn jemand nach dem 8. Mai 1945 erklärt hätte, 60 Jahre später würden die Deutschen die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht als ihre „Befreiung“ feiern, dann wäre er als Deutscher zum damaligen Zeitpunkt besorgt auf seinen geistigen Zustand hin angesprochen worden.

Nun, Jahrzehnte später, ist es so weit: Diese irrwitzige Geisteshaltung ist zur Volksseuche geworden und Deutsche mit erhaltenem Denkvermögen fallen aus dem Rahmen.

Was ist in diesen Jahrzehnten mit den Deutschen geschehen?

Also zunächst: Wovon wurden die Deutschen 1945 befreit?

– Befreit von rund drei Millionen toten Frauen und Kindern auf der Flucht vor den mordenden, schändenden Sowjetrussen, Polen und Tschechen!

– Von unserem gesamten Besitz im Osten, über ein Drittel bester deutscher Stammlande! – Von weiteren Millionen an Männern, Frauen und Kindern durch die Terrorangriffe der Briten und Amerikaner auf Wohnsiedlungen!

– Durch vorsätzlichen Massenmord von einer Million deutscher Kriegsgefangener im Wege der Hungerblockade durch Franzosen und Amerikaner noch nach der Kapitulation!

– Von (nach neuesten Quellen) insgesamt 20 Millionen toten Deutschen in einem von diesen nicht gewollten Krieg!

– Von Gesundheit und Leben mit einem Millionenheer von Krüppeln und Waisen im Gefolge! – Von Kunstschätzen, Baudenkmälern, Kultureinrichtungen, Industrieanlagen, privatem und öffentlichem Vermögen!

– Schließlich vom gesunden Menschenverstand!

Die geistige Befindlichkeit im alsbald dreigeteilten Deutschland erreicht als das gewollte Ergebnis der bedingungslosen Kapitulation planvoll den Zustand der Entmündigung im Wege einer „Umerziehung“ genannten geistigen Verkrüppelung – und auf die geistige kam es an. Die künstlich herbeigeführte materielle Not der Deutschen nach dem Ersten Weltkrieg hatte sich zu deren geistigen Unterwerfung nicht bewährt.

Dies also war den Deutschen in den vergangenen Jahrzehnten widerfahren, in denen sie, ihrer Geschichte, des Rechtes und vor allem des Rechtes auf Wahrheitsfindung beraubt, von den gewissenlos vorgehenden Siegermächten samt deren einheimischen Handlangern mehrheitlich in einen Schuld- und Sühnekomplex gedrängt wurden, mit allen Merkmalen abnormen Verhaltens bei den Betroffenen.

Gehirnwäsche als Methode ist bekannt – und diese von alters her. Neu ist allerdings das Ausmaß, in der ein großes Volk mit gewachsener Kultur als Ganzes in einen förmlichen Ausnahmezustand versetzt wird bis hin zu seiner Entmündigung.

Rigolf Hennig - Das eingepflanzte Irresein - Kraepelin Psychiatrie
Emil Kraepelin (1856-1926)

Der Nestor der modernen Psychiatrie, Emil Kraepelin, hat hierfür bereits vor 100 Jahren den Begriff des „induzierten Irreseins“ in die Wissenschaft eingeführt, zu deutsch „eingepflanztes Irresein“.

Es handelt sich hierbei um die alte, den Psychologen und Psychiatern wohlbekannte Methode des gezielten Irremachens durch geistige Beeinflussung. Den genannten Fachbereichen sind drei Formen des Irreseins wohl vertraut, von denen die Öffentlichkeit nur die beiden ersten kennt.

Es handelt sich um das angeborene Irresein, das erworbene Irresein und eben das eingepflanzte Irresein. Das angeborene Irresein bedarf auch für den Laien keiner weiteren Erörterung. Auch das erworbene Irresein durch Krankheiten, Verletzungen oder Vergiftungen ist landläufig bekannt.

Das eingepflanzte Irresein durch massive seelische Beeinflussung, zumal im gefährdeten, jugendlichen Entwicklungsstadium, ist zwar seit vorgeschichtlichen Zeiten mit ihren kultischen Riten bekannt, mehr vertraut in unseren Zeiten aber nur den hiermit befaßten Fachleuten.

Das eingepflanzte Irresein hat wenig mit Intelligenz, viel aber mit dem teilweisen Aussetzen des folgerichtigen Denkens durch gezielte, geistige Beeinflussung zu tun. Diese wirkt um so verheerender, je jünger und unreifer der hierdurch beeinflußte menschliche Geist ist.

Durch gezielte Indoktrination zur rechten Zeit sind ganze Funktionsbereiche des folgerichtigen Denkens einschließlich angeborener, arterhaltender Verhaltensweisen außer Betrieb zu setzen mit dem Ergebnis, daß die Betroffenen sogar wider die eigenen, bestanderhaltenden Anliegen handeln.

Es gibt Entwicklungsabschnitte, vor allem beim jugendlichen Wesen, wo diese Machenschaften am Geiste unumkehrbar greifen und lebenslänglich geistige Krüppel hinterlassen. Um dieses an einem vergleichsweise einfachen Beispiel zu verdeutlichen: die Japaner, Chinesen und andere Ostasiaten können nach dem 4. Lebensjahr das „R“ nicht mehr erlernen, da danach die hierfür nötige geistige Funktion nicht mehr abrufbar ist, das sie aber in unseren Breiten ebenso unschwer erlernen können, wie unsere Kinder.

Umgekehrt könnte ein europäisches Kind, das ausschließlich im asiatischen Sprachbereich aufwächst, nach dem 4. Lebensjahr seinerseits kein „R“ mehr erlernen. Natürlich greift diese gestaltende Möglichkeit bei komplexen Denkabläufen auch noch im späteren Lebensalter, endet aber im wesentlichen mit dem 10. Lebensjahr.

Da diese Erkenntnis bereits im Altertum bekannt war, pflegten beispielsweise die Römer bei ihren Eroberungszügen die männliche Bevölkerung bis herab zu Knaben im 10. Lebensjahr als die Kulturträger ihrer Völker zu erschlagen, um die unterjochten Völker danach erfolgreich zu romanisieren.

Etwas verfeinerter, aber mit dem gleichen durchschlagenden Erfolg gingen die christlichen Machthaber im Mittelalter vor, wenn sie die Söhne ihrer heidnischen Gegner im Knabenalter entführten und, wie etwa am Beispiel des Karantanenführers Borod im Kärnten des 9. Jahrhunderts belegt, die fürstlichen Kinder dann in Umerziehungslager verbrachten – im vorliegenden Fall in das Kloster Frauenchiemsee –, um sie anschließend gegen ihr eigenes Volk und dessen Glauben einzusetzen.

Einen geradezu klassischen Fall des eingepflanzten Irreseins betrieben die Türken mit ihren Janitscharen von 1329 bis 1826.

Bei den Janitscharen, die einerseits die Speerspitze der türkischen Eroberungszüge bildeten – eine Art „Waffen-SS der Hohen Pforte“ – und andererseits die Leibwache des Sultans stellten, handelte es sich überwiegend um ehedem geraubte Christensöhne.

Unter der einzigen Voraussetzung, daß sie jung genug waren für eine gründliche Umerziehung, waren sie danach für jeden Zweck, auch für Mord und Totschlag an ihren eigenen Verwandten, Eltern und Geschwistern, zu gebrauchen. Nach gleichem Muster gingen die fanatisierten Kindersoldaten der Pol Pot im Dienste der Roten Khmer in Kambodscha gegen ihre eigenen Eltern vor, die sie in der Regel persönlich und grausam zu Tode folterten.

Die brutalen Hau-Ruck-Methoden der Gehirnwäsche kommunistischer Machthaber, überwiegend an Erwachsenen betrieben, waren noch ein vergleichsweise grobes Raster, die schwache Persönlichkeiten als seelische Krüppel zurückließen, starken Persönlichkeiten aber die Möglichkeit zur Genesung boten.

Aber erst die modernen psychoanalytischen Tricks der westlichen Umerziehung mit ihren raffinierten, verfeinerten und wissenschaftlich erprobten Mitteln der einschleichenden Gehirnwäsche machten es möglich, ganze Völker durch den gekonnten Einsatz aller Kommunikations-, Unterhaltungs- und Erziehungsmittel vom Kindesalter an, flankiert durch die Machtmittel der Gesetzgebung, ausführende Gewalt und Rechtsprechung, gegen ihre eigenen, Lebensanliegen zu wenden.

Das traurigste Beispiel unserer Zeit ist das deutsche Volk in all seinen staatlichen Erscheinungsformen. Nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg, der mit dem Verlust eines Großteils der geistigen Auslese und somit der Kulturträger einherging, setzte eine gezielte und psychologisch gekonnte „Umerziehung“ ein, die all das gründlich bekämpft und in ihr Gegenteil verkehrt, was das Wesen des Volkes ausmacht.

Es sind seine ererbten Verhaltensmuster zum Erhalt der völkischen Nämlichkeit – und des geistigen Erbes.

Die ererbten Verhaltensmuster sind in generationenlanger Auslese im Kampf ums Dasein als Überlebensstrategie entstanden, so daß, im Umkehrschluß, ein Volk, dieser Strategien beraubt, zum Untergang verurteilt ist.

Das deutsche Volk, ob seiner hohen Geistigkeit und Lebenskraft von neidischen Mitbewerbern jenseits von Recht und Sittlichkeit bekämpft, ist auf diesem Wege ein gefährliches Stück weit abgeglitten.

Rigolf Hennig - Dsa eingepflanzte Irresein Grafik1

Die fortgesetzten Selbstbezichtigungen nach über 59 Jahren Umerziehung, triefend vor „Schuld und Sühne“ und an Nationalmasochismus nicht mehr zu unterbieten, sind hierfür der Beleg.

■ Warum begrüßen angebliche Vertreter Deutschlands anläßlich der Siegerfeier der Kriegsgegner in der Normandie die eigene Niederlage? – Es war dies der Einfall raumfremder Mächte in Europa –

■ Wofür entschuldigt sich Kanzler Schröder in Warschau?

Etwa dafür, daß die deutsche Wehrmacht seinerzeit den aufständischen Partisanen den Kombattantenstatus einräumte und den Frauen freien Abzug anbot, wozu sie nach der Haager Landkriegsordnung nicht verpflichtet war?

Dieser mag sich zwar Kanzler nennen, der eines freien und mehrheitlich denkfähigen Volkes ist er nicht.

Was treibt die Medien dieser „Republik“, Dresden mit Coventry zu begründen?
Also den geplanten Massenmord an deutschen Frauen und Kindern durch die Kriegsgegner den eigenen Landsleuten in die Schuhe zu schieben?

Coventry war seinerzeit eines der wichtigsten britischen Industriezentren und so massiv verteidigt, daß der hierdurch verursachte, ungenaue Bombenabwurf der deutschen Angreifer 400 Menschenleben kostete.

Dresden hingegen war eine offene, mit geflüchteten Frauen und Kindern hoffnungslos überfüllte Kulturstadt, die in Kenntnis eben dieses Umstandes Opfer eines vorsätzlichen Massenmordes mit der tausendfachen Zahl an Menschen durch britische und amerikanische Bombergeschwader wurde. Diese hatten längst vor Coventry mit Terrorangriffen gegen Zivilisten begonnen.

Das Gedenken der folgenschwersten Niederlage Deutschlands seit Geschlechtern wird inzwischen dazu mißbraucht, Ursache und Wirkung zu vertauschen, um die Deutschen insgesamt mit der Behauptung der „Alleinschuld“ am Kriege auf Dauer in ein paranoides Getto aus „Schuld und Sühne“ einzuhegen.

Daß nicht das Deutsche Reich, sondern England und Frankreich 1939 den Weltkrieg erklärt hatten, scheint ebenso vergessen, wie die Tatsache, daß die Vereinigten Staaten die Kriegshandlungen gegen Deutschland sogar ohne Kriegserklärung eröffnet hatten und daß das Deutsche Reich in Polen erst eingriff, als dieser Staat, aufgehetzt durch die britisch-französische Garantieerklärung, schon Tausende von Deutschen in den geraubten Gebieten ermordet, Zehntausende in Konzentrationslager verschleppt – und eine Vielzahl hiervon um Eigentum und Heimat gebracht hatte.

Die Vereinigten Staaten haben Jugoslawien 1991 mit schlechterer Begründung überfallen.

Die sich hierbei am schlimmsten aufführten, sind noch nicht einmal unsere alliierten „Freunde“, sondern deren einheimische, durch Umerziehung seelisch verkrüppelten Handlanger, die sich päpstlicher als der Papst gebärden.

Den Siegermächten kommt hierbei freilich eine schlimme Gesinnungsschwäche der Deutschen zustatten, die unsere „Freunde“ im Zweifel einkalkuliert hatten nach der bissigen Erkenntnis Bismarcks: „Der Drang, fremden Interessen zu dienen, selbst wenn dies nur unter Preisgabe der nationalen Interessen möglich ist, ist eine Krankheit, deren geographische Verbreitung auf Deutschland beschränkt ist.“

Die Reihe der dem gesunden Menschenverstand unzugänglichen Nestbeschmutzungen ließe sich beliebig fortsetzen durch täglich neu dargebotene Absonderlichkeiten.

„Sie haben unsere Geschichte in ein Verbrecheralbum verfälscht“, stellt selbst der ehemalige, sozialistische Bundeskanzler Helmut Schmidt fest.

Warum? Für wen?

Inzwischen propagieren einige, die sich Deutsche nennen, ihren kollektiven Selbstmord als völkische Wesen, indem sie lauthals fordern: „Deutschland verrecke!“

Das eingepflanzte Irresein beschränkt sich mithin nicht mehr auf eine begrenzte Zahl von Menschen, sondern ist drauf und dran,
IN EIN KOLLEKTIVES IRRESEIN EINES GANZEN VOLKES ÜBERZUGEHEN.

Verblüffend viele Zeitgenossen – und es werden derer immer mehr – reagieren inzwischen wie die Pawlow`schen Hunde.

Der berühmte Petersburger Physiologe hatte seine Hunde so dressiert, daß ihnen auf Klingelzeichen der Magensaft aus einer Magensonde tropfte. Die guten Tiere hatten zuvor ihr Steak nur bei besagtem Klingelzeichen erhalten und waren nun auf einen falschen Bezug festgelegt.

Genauso ergeht es jenen abgerichteten Zeitgenossen, denen bei Begriffen wie „Heimat“, „Nation“ und „Volk“ der Adrenalinspiegel hochschnellt mit dem gewünschten Ergebnis, daß sie dann hysterisch-aggressiv reagieren.

Einen übermächtigen Gegner, der zudem aus dem Dunklen operiert, zu erkennen und zu stellen, gehört in der Tat zu den schwierigsten Unterfangen, obwohl genau dieses für den Preis des eigenen Überlebens unabdingbar ist. Den Gegner aber erkannt und seine Methoden durchschaut zu haben, ist schon der halbe Sieg.

Der volle Sieg ist erreicht, wenn Deutschland in seinem Staat, dem Deutschen Reich, seine selbstherrliche Handlungsfähigkeit zurückgewinnt.

Nach Kriegsende forderte unser bedeutender Völkerrechtler, Friedrich G r i m m von Sefton D e l m e r – der sich als französischer Professor ausgab – anläßlich dessen Besuches während seiner Haft in Lindau die Beendigung der Greuelpropaganda des Weltkrieges zugunsten einer Rechtsamnestie im Sinne des Völkerrechtes. Delmers Antwort lautete: Nein! Jetzt fängt unsere Arbeit erst richtig an! Wir werden fortfahren, jahraus, jahrein! Wir werden diese Propaganda noch steigern, bis in der Welt der letzte Funke von Sympathie für Deutschland ausgelöscht – und das deutsche Volk so restlos zerknirscht sein wird, daß es sich nie wieder erheben kann…

~~~~~~~~~~~~~~

Rigolf Hennig - Dsa eingepflanzte Irresein Grafik2Dieser Aufsatz wirkt seit seiner Erstveröffentlichung 1995 wie ein AHA-Erlebnis bei vielen Menschen, die sich die Anschläge gegen den gesunden Menschenverstand und die Verwirrung des Zeitgeistes nicht erklären können.
Er wird seither bis heute immer wieder veröffentlicht oder zitiert.
Der geneigte Leser möge den Text wie einen Spiegel benutzen: So mancher wird erschrecken und zur Wahrheit und sich selbst zurückfinden.

V.i.S.d.P.: Dr. med. Rigolf Hennig, Südstr. 9, 27283 Verden • Druck: RK-Druck, Postfach 1824, 58018 Hagen http://www.ruedigerkahsner.com • 80 Exemplare – 5 € • 500 Exemplare – 25 € einschl. Porto

Artikel als PDF:
https://estomiles.files.wordpress.com/2020/05/dr-rigolf-hennig-das-eingepflanzte-irresein.pdf

***

https://wp.me/p2UUpY-1Kr