Bibelnotizen (15): Kommen Juden automatisch in den Himmel? Jesus und Nikodemus (Johannes 3,1-21)

Das Johannesevangelium erwähnt sieben von Jeschuas Lehrreden. Die erste dieser Reden findet sich in Johannes 3,1-21 und handelt von der neuen Geburt. Unter den vielen, die hörten, was Jeschua proklamierte, und sahen, was Er tat, war ein Mensch aus den Pharisäern mit Namen Nikodemus (Joh 3,1). Die Tatsache, dass Nikodemus ein Pharisäer war, offenbart seine fundamentalen Glaubenseinstellungen. Im Laufe der Geschichte haben sich viele Titel oder Bezeichnungen entwickelt, die mithilfe eines einzigen Wortes die theologische Ausrichtung einer bestimmten Gruppe festlegen. Wenn man sich zum Beispiel Baptist nennt, sagt das aus, dass man sich mit einer bestimmten Auswahl von theologischen Lehren identifiziert. Dasselbe gilt, wenn man sich als Presbyterianer, Lutheraner, Episkopale, Calvinist oder Arminianer identifiziert. Genauso verhält es sich mit dem Ausdruck „Pharisäer“. Pharisäer vertraten bestimmte Lehren, die sie von den Sadduzäern, Essenern, Zeloten oder von einer der anderen Richtungen innerhalb des Judaismus der damaligen Zeit unterschieden. Eine wichtige Lehre des pharisäischen Judaismus war der Glaube, dass ganz Israel einen Anteil am zukünftigen Zeitalter hat. Dieses bedeutete, dass jeder als Jude Geborene automatisch das Recht erhielt, ins Königreich Gottes einzutreten. Diejenigen, die als Heiden geboren wurden, mussten entweder in Übereinstimmung mit dem Noah Bund leben oder zum Judaismus übertreten. Doch alle Nachkommen von Abraham, Isaak und Jakob sollten automatisch durch Gottes Erwählung von Israel als Nation Eingang in das Königreich finden. Diese Lehrmeinung war der Grund für die Antwort, welche die Pharisäer sowohl dem Johannes als auch Jeschua gaben: Jedes Mal, wenn einer von den beiden die Pharisäer als Sünder bezeichnete, antworteten sie, dass sie Söhne Abrahams waren (Mt 3,9; Lk 3,8; Joh 8,39). Diese Antwort spiegelt ihren Glauben wider, dass ihre Abstammung ausreichte, das Königreich Gottes zu erben.

Eine weitere rabbinische Lehre, welche diese Idee unterstützte, sagte aus, dass Abraham an den Toren von Gehenna (der Hölle) sitzt, um jeden Israeliten zu ergreifen, der dorthin überliefert wurde. Mit anderen Worten, wenn ein Jude aufgrund irgendeines himmlischen bürokratischen Fehlers in die Hölle gesandt wurde, musste er sich keine Sorgen machen. Abraham, der an den Toren der Hölle saß, würde ihn auffangen, bevor er hineinfiel, weil ganz Israel einen Anteil am zukünftigen Zeitalter hat.

Eine dritte Lehre, die dieses Thema erweiterte, sagte aus, dass keiner, der beschnitten war, in Gehenna enden würde. Im zweiten Jahrhundert schuf diese Lehre für die Rabbiner ein Problem. Was sollten sie über die an Jeschua gläubigen Juden sagen? Sie wollten gerne, dass diese in Gehenna enden und nicht das Königreich Gottes erben würden. Doch messianische Juden [d.h. Christen jüdischer Abstammung, Judenchristen. GdT] fuhren mit der Praxis der Beschneidung fort, und laut der pharisäischen Theologie wird jedem, der beschnitten ist, die Hölle erspart bleiben. Dieses Dilemma führte zu einer Veränderung in der rabbinischen Theologie. Die Rabbiner verkündeten, dass im Falle der messianischen Juden ein Engel herabkommt und die Vorhäute wieder an ihren Platz tut, so dass die an Jeschua Gläubigen doch nach Gehenna geschickt werden können. Das war jedoch ein Thema des zweiten Jahrhunderts. Im ersten Jahrhundert existierte der Glaube, dass kein beschnittener Jude jemals in Gehenna landen würde.

Eine weitere einführende Bemerkung betrifft den Ausdruck „aus Wasser geboren werden“ (Joh 3,5). Die rabbinischen Schriften gebrauchen diesen Ausdruck, um auf die körperliche Geburt zu verweisen. Die Schriftgelehrten leiteten ihre Interpretation aus Abschnitten wie beispielsweise Sprüche 5,15-23 ab, wo Wasser ein Symbol für den männlichen Samen ist. Der Ausdruck bedeutete deshalb, dass jeder, der körperlich geboren wurde, aus dem Wasser heraus geboren wurde, und als Jude geboren zu sein, war ausreichend, um ins Königreich Gottes einzutreten.

Als Pharisäer reagierte Nikodemus also im Rahmen dieses speziellen theologischen Referenzsystems. Er kam nun zu Jeschua aufgrund dessen, was er während des Passahfestes in Jerusalem gehört und gesehen hatte. Johannes gab an, dass Nikodemus bei Nacht auftauchte (Joh 3,2). Viele Kommentatoren sehen hier etwas Finsteres, doch es könnte nichts weiter als eine Sache der Bequemlichkeit gewesen sein. Jeschua war während des Tages ziemlich beschäftigt und von der Menge umgeben, was eine private Unterhaltung unmöglich machte. Angesichts von Johannes Unterthema des Konflikts zwischen Licht und Dunkelheit, kann der Zeitpunkt seines Besuchs andererseits aber auch ein Element von Geheimhaltung oder sogar Angst seitens Nikodemus beinhalten.

Bevor die Unterhaltung ihren Lauf nahm, erklärte Jeschua, Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen (Joh 3,3). Mit anderen Worten, wenn der Pharisäer Nikodemus nicht die Neugeburt erlebte, würde er das Reich Gottes nicht sehen.

Nikodemus war verblüfft: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er etwa zum zweiten Mal in den Leib seiner Mutter hineingehen und geboren werden? (Joh 3,4). Seine Fragen werden häufig missverstanden. Ihre Bedeutung wird ausnahmslos dahingehend interpretiert, dass Nikodemus nicht wusste, was Jeschua mit dem Ausdruck „Neugeburt“ meinte. Jedoch lässt ein genauerer Blick auf Nikodemus Fragen erkennen, dass dieses nicht wirklich der Punkt ist. Seine Frage war nicht: Wie wird man von neuem geboren? Seine Frage war: Wie wird man wiedergeboren, wenn man alt ist? Wenn sein Problem nur die Neugeburt gewesen wäre, welchen Unterschied hätte dann das Alter gemacht? Warum sollte es etwas ausmachen, ein Kind, ein Teenager, ein junger Mann oder ein alter Mann zu sein? Nikodemus besaß bezüglich der Wiedergeburt eine gewisse Vorkenntnis, weil der Ausdruck in den pharisäischen Schriften gebraucht wurde. Was Nikodemus nicht verstand, ist, wie man die Wiedergeburt erleben konnte, wenn man einmal ein gewisses Lebensalter und einen bestimmten Status in der jüdischen Gesellschaft erreicht hatte.

Der Grund für seinen Mangel an Verständnis ist, dass es im pharisäischen Judaismus sechs verschiedene Arten gab, wie eine Person von neuem geboren werden konnte. Alle sechs Arten bezogen sich nur auf den Bereich des körperlichen, aus Wasser geborenen Werdens. Sie involvierten bestimmte Übergangsriten. Wie der biblische Text zeigen wird, hatte Nikodemus zu dem Zeitpunkt, als er sich mit Jeschua traf, bereits vier dieser Wiedergeburten erfahren; die anderen zwei trafen nicht auf ihn zu aus Gründen, die klar zu erkennen sind.

(a) Bekehrung von Heiden

(…)

(b) Zum König gekrönt werden

(…)

(c) Bar Mitzwa

(…)

(d) Heirat

(…)

(e) Ordination

(…)

(f) Das Haupt einer Jeschiwa zu werden

Die sechste Art, im Pharisäertum die Wiedergeburt zu erleben, war, ein Rosch Jeschiwa zu werden. Der hebräische Ausdruck wird für die Leiter einer rabbinischen Akademie oder eines Seminars benutzt. Der Rosch Jeschiwa war sowohl für die Ausbildung als auch für die Ordination zukünftiger Rabbiner verantwortlich. Wenn ein Mann diesen Status erlangte, wurde er als wiedergeboren bezeichnet.

Wegen der Art und Weise, wie Jeschua Nikodemus anredete, wissen wir, dass Nikodemus in der jüdischen Gesellschaft diese Ebene erreicht hatte: Du bist der Lehrer Israels? (Joh 3,10). Die Elberfelder Bibel übersetzt diesen Satz korrekt als der Lehrer. Andere Übersetzungen haben hier „ein Lehrer“. Doch der griechische Urtext beinhaltet in der Tat den bestimmten Artikel und spricht so von Nikodemus als dem Lehrer Israels. Bei der Übersetzung des Neuen Testaments werden oftmals die jüdischen Nuancen übersehen. Viele Übersetzer verstehen einfach nicht, dass es zwischen dem unbestimmten und dem bestimmten Artikel (zwischen „ein Lehrer“ und „dem Lehrer“) einen Unterschied gibt, und verpassen deshalb die Aussage, die Johannes in dem Vers machte. Diejenigen Schriftgelehrten, die einfache Rabbiner waren, führten den Titel Rav, welcher „ein Lehrer“ bedeutet. Diejenigen aber, die Rosch Jeschiwa waren, trugen den Titel Rabban, was „der Lehrer“ bedeutet. Gamaliel, zum Beispiel, der Lehrer vom Apostel Paulus, wurde in den jüdischen Schriften immer „Rabban Gamaliel“ genannt, weil er der Leiter einer Jeschiwa war, und Paulus war zufällig einer seiner früheren Schüler.

Der Umstand, dass Jeschua Nikodemus den Lehrer nannte, bedeutete, dass dieser das Haupt einer der rabbinischen Akademien im Umland von Jerusalem war. Er war ein Rosch Jeschiwa und wurde als Rabban angesprochen. Ihm wurde diese Position im Alter von ungefähr fünfzig Jahren zuteil, daher war er in diesem Alter zum vierten und letzten Mal wiedergeboren worden.

Weil er ein Jude war, gab es für Nikodemus also vier Arten, wie er wiedergeboren werden konnte. Alle vier Arten wurden vom pharisäischen Judaismus anerkannt, und nachdem er alle vier Wiedergeburten durchlaufen hatte, gab es keine weiteren Möglichkeiten mehr. Das war der Grund, warum Nikodemus die Frage so stellte, wie er es tat: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? (Joh 3,4). Sein Punkt war, dass er alle seine Optionen ausgeschöpft hatte. Seiner Ansicht nach gab es keinen weiteren Weg, wiedergeboren zu werden – mit Ausnahme der Möglichkeit, die er nun vorschlug: in den Leib seiner Mutter zurückzukehren und ein Fötus zu werden. Nur so hätte er körperlich von Neuem – also aus Wasser – geboren werden können, und nur so konnte der Prozess der diversen Wiedergeburten von Neuem beginnen.

Als Jeschua Nikodemus Frage beantwortete, benutzte Er eine sehr verbreitete jüdische Lehrmethode und ging vom Bekannten zum Unbekannten. Der bekannte Faktor war der Begriff der Wiedergeburt. Der unbekannte Faktor bestand in seiner geistlichen Bedeutung, weil der Begriff „Wiedergeburt“ im Pharisäertum ausschließlich eine körperliche Konnotation besaß. So bewegte sich Jeschua vom Bekannten zum Unbekannten, vom Körperlichen zum Geistlichen, als Er sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes hineingehen (Joh 3,5). Als Er verkündete, dass man sowohl aus Wasser als auch aus dem Geist geboren sein muss, um in das Reich Gottes eingehen zu können, lehnte Jeschua die grundlegende pharisäische Lehre ab, dass ganz Israel automatisch einen Anteil am zukünftigen Zeitalter hat. Nur aus Wasser geboren zu sein reichte nicht. Man musste aus Wasser und aus dem Geist – sowohl körperlich als auch geistlich – geboren worden sein und so zwei Arten von Geburten durchlaufen haben, um für das Königreich qualifiziert zu sein.

Dieser Vers ist ein weiteres Beispiel für die bereits erwähnte, ziemlich typische griechische Konstruktion, wo ein Satz aus zwei Teilen besteht und jeder Teil separat weiter ausgeführt wird. Nachdem Jeschua festgestellt hatte, dass jede Person zwei Geburten erlebt haben muss, definierte Er die Unterschiede. Aus Wasser geboren zu sein war aus dem Fleisch geboren zu sein: Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch (Joh 3,6). Jedoch ist diese Art von Geburt allein nicht ausreichend für den Eingang ins Königreich, und alle menschlichen Wesen müssen auch eine geistliche Geburt durchlaufen, denn nur was aus dem Geist geboren ist, ist Geist (John 3,6). Aus dem Geist geboren zu sein bedeutet, dass der Heilige Geist den toten menschlichen Geist regeneriert und ihn für Gott lebendig macht. Das ist die Art von Geburt, welche für den Eingang ins Königreich absolut wesentlich ist. Solange Nikodemus diese Art von neuer Geburt nicht erlebte, würde er nicht in Gottes Königreich einziehen können.

Die nächste Frage, die sich logischerweise bei Nikodemus bildete, war: Wie kann dies geschehen? (Joh 3,9). Wie wird man geistlich wiedergeboren? An dieser Stelle legte Jeschua seine anfängliche Aussage weiter aus und erklärte, dass es dabei zwei Schritte gibt. Gott muss den ersten Schritt tun, aber der Mensch muss den zweiten tun: Wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben hat (Joh 3,14-15). Gott tat den ersten Schritt, indem Er Seinen Sohn sandte. Durch Ihn erwirkte Er für alle die Errettung. Doch die Tatsache, dass Er allen Menschen Errettung verschaffte, rettet als solche niemanden. Deshalb ist der zweite Schritt die notwendige menschliche Verantwortung: damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben hat (Joh 3,16a).

Der berühmteste Vers in diesem Evangelium ist wahrscheinlich Vers 16, welcher dieselben zwei Schritte wiederholt. Der erste Schritt lautet: Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab (Joh 3,16a). Dieser Schritt ist beendet. Gott hat alles getan, was Er tun musste, um allen Menschen Errettung zu verschaffen. Die Bereitstellung von Errettung für die ganze Welt war in Gottes Liebe begründet. Doch die Tatsache, dass Gott allen Menschen Errettung verschafft hat, errettet noch niemanden. Der zweite Schritt ist: damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat (Joh 3,16b). Um in das Reich Gottes einziehen zu können, musste Nikodemus glauben, dass Jeschua der messianische Sohn Gottes, der messianische König ist.

Nikodemus konnte diese Wahrheit nicht auf der Stelle annehmen. Diejenigen, die für jüdische Missionswerke arbeiten, wissen, dass es eine absolute Ausnahme ist, wenn ein Jude das Evangelium beim ersten Hören akzeptiert. Es ist ein geistlicher Kampf, ein religiöser Kampf, ein psychologischer Kampf, ein theologischer Kampf, ein ethnischer Kampf und ein mentaler Kampf. Wenn sie das Evangelium hören, müssen jüdische Menschen zunächst ihr ganzes Denken neu programmieren, bevor sie überhaupt beginnen können, auch nur ansatzweise die Möglichkeit zuzulassen, dass Jeschua der Messias ist. Jeder jüdische Gläubige hat diesen Kampf erlebt, sei es für eine kurze oder für eine lange Zeit. Für Nikodemus begann der Kampf zum Zeitpunkt dieser Unterhaltung mit Jeschua und dauerte drei Jahre.

Nikodemus wird im Johannesevangelium noch zweimal erwähnt: In Johannes 7,50-51 war er zwar noch nicht gläubig, aber immerhin schon gewillt, die Rechte des Messias auf eine faire Anhörung zu verteidigen. In Johannes 19,39 identifizierte er sich schließlich offen als Gläubiger, als er für das Begräbnis des Messias sorgte.

Wegen seiner Prominenz in der jüdischen Gesellschaft konnte Nikodemus in den rabbinischen Schriften nicht ignoriert werden, und in der Tat sind aus diesen Quellen einige Dinge über ihn bekannt. Heutzutage empfangen Rabbiner ihre Gehälter von den Synagogen, in denen sie tätig sind. Sie ähneln in diesem Bereich Pastoren, die von ihren Gemeinden ein Gehalt bekommen. Im ersten Jahrhundert jedoch war dies nicht der Fall, und Rabbiner verdienten ihren Lebensunterhalt nicht mit ihrem Rabbinat. Jeder Rabbiner musste entweder ein Handelsgeschäft oder einem anderen Nebenberuf nachgehen, mit dem er seinen Lebensunterhalt verdiente, so dass er die Schriften umsonst lehren konnte. Aus diesem Grund war Paulus, selbst ein ordinierte Rabbiner, von Beruf Zeltmacher. Nikodemus war ein Brunnenbauer, und laut den rabbinischen Schriften wurde er sehr wohlhabend. Der Talmud erklärt tatsächlich, dass er zu den drei wohlhabendsten Männern von Jerusalem gehörte. Doch dann berichten die rabbinischen Schriften, dass Nikodemus, als er ein Gläubiger an Jeschua wurde, verarmte und letztlich in tiefer Armut verstarb. Seine Tochter musste um Brot betteln gehen. Die Rabbiner berichteten diese Geschichte hauptsächlich, um andere Juden vor dem Glauben an Jeschua zu warnen, damit ihnen dieses Unglück nicht ebenso zustoßen sollte. Es mag sehr wohl wahr sein, dass Nikodemus als armer Mann starb. Geistlich jedoch war er reich, und er wird eines Tages seinen Platz im Königreich Gottes haben.

Die Unterhaltung zwischen Jeschua und Nikodemus stellt die erste wirkliche Konfrontation zwischen dem Messias und einem leitenden Mitglied der pharisäischen Gesellschaft dar, welche den damaligen Judaismus dominierte. In Seinem öffentlichen Dienst offenbarte es sich früh, dass Er einige fundamentale Überzeugungen des pharisäischen Judaismus herausfordern und verneinen würde.

Der Abschnitt schließt mit einem weiteren Beispiel von Johannes Nebenthema des Konflikts zwischen Licht und Dunkelheit (Joh 3,19-21):

Dies aber ist das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht, denn ihre Werke waren böse. Denn jeder, der Arges tut, hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht bloßgestellt werden; wer aber die Wahrheit tut, kommt zu dem Licht, damit seine Werke offenbar werden, damit sie in Gott gewirkt sind.

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Quelle:
Dr. Arnold G. Fruchtenbaum: Jeschua – Das Leben des Messias aus messianisch-jüdischer Perspektive, (c) 2019 Ariel Ministries Deutschland, CMV – Christlicher Medienvertrieb Hagedorn, Düsseldorf 2019, S. 110-117.

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PS. Die Überschrift über den Artikel stammt von mir, nicht von Dr. Fruchtenbaum, – zwecks Aufmerksamkeitserregung. Korrekt müsste sie lauten: Haben Juden automatisch Anteil am Königreich Gottes? GdT

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https://www.gloria.tv/post/V6MVJjgmGX8n4ccZ6rCYrbJeB

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