Endzeitnotizen (26): Das siebte, zukünftige Zeitalter und die Vollendung — Die Zeit der Gerechtigkeit. Von der Offenbarung Jesu bis zum letzten Gericht. Die Ewigkeit.

Dies ist der letzte Artikel der dreiteiligen Serie:

Die zugehörige Grafik mit weiteren Details ist Tafel XII. in:

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Die Zeit der Gerechtigkeit. Von der Offenbarung Jesu bis zum letzten Gericht.
Die Herrschaft Christi als „König der Könige und Herr der Herren“ geht von dem irdischen Jerusalem aus (Dan. 7,27; Offb. 20,6). Das neue Jerusalem, die Himmelsstadt, sieht der Seher Johannes aus dem Himmel herniederkommen, wie eine für ihren Mann geschmückte Braut; sie hat die Herrlichkeit Gottes. Ihre Herrlichkeit ist mit Worten schwer zu beschreiben: Edelsteine und Perlen, Gold, durchsichtig wie Glas, das sind die Dinge, in denen sie erstrahlt, sie hat keinen Tempel, denn der Herr, Gott der Allmächtige, ist ihr Tempel, und das Lamm. Sie ist erleuchtet durch die Herrlichkeit Gottes, und ihre Lampe ist das Lamm. In ihr steht der Thron Gottes und des Lammes, und seine Knechte dienen ihm. Sie sehen sein Angesicht, und sein Name ist an ihren Stirnen. Der Herr, Gott leuchtet über ihnen, und sie herrschen in die Zeitalter der Zeitalter (Offbg. 21,9-22,5). Die Erde bringt ihre Fülle mit außerordentlichen Erträgen. Im Hinblick auf die irdische Schöpfung wird dann alles zur Darstellung und Vollendung kommen, was Gott ihr von Anfang an zugedacht hatte (Jes. 11; 60-66; Röm. 8,19-21).

Israel selbst wird dann als Volk Gottes ein Segen inmitten der Erde sein, alles das, was Gott einst seinem Freund Abraham versprochen hatte (1. Mose 12,1-3; 22,16-17). Die Völker werden sich ihm unterwerfen, denn es ist zu ihrem irdischen Nutzen, auf das zu hören, was die Gebote Gottes sagen. Sie werden alljährlich nach Jerusalem ziehen, um diesen Gott und seinen Christus anzubeten (Ps. 2; Jes. 2,1-4; Sach. 14,16-21). Diese Zeit ist von alters her durch die Propheten, inspiriert durch den Geist Gottes, in vielen leuchtenden Farben geschildert worden. In unserem Herrn Jesus Christus bringt Gott das alles auch hier auf der Erde zur Vollendung. Die Schrift nennt das die Wiederherstellung aller Dinge (Ap. 3,19-21). Gott hat dann in diesem Reich des Friedens und der Gerechtigkeit alles unter ein Haupt zusammengebracht, das, was in den Himmeln und das, was auf der Erde ist in ihm, d. h. dem Christus, seinem geliebten Sohn (Eph. 1,9-10).

Nach diesem, – und das ist dann das letzte und siebte „nach diesem …“ – nach diesen tausend Jahren, muss der Satan noch eine kleine Weile losgelassen werden (Offbg. 20,3; 20,7). Er betreibt wieder seine alte Art, die zu verführen, die auf der Erde wohnen. Es gelingt ihm bei all denen, die sich in diesen Jahrhunderten des Friedens nur äußerlich um ihres irdischen Vorteils willen der Herrschaft Christi unterwerfen. Er bringt so gewaltige Menschenmassen in Bewegung und setzt sie in Marsch gegen die heilige Stadt, gegen das Heerlager der irdischen Heiligen. Doch Feuer kommt von Gott aus dem Himmel hernieder und verschlingt sie.

Der Teufel, der sie verführte, wird in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, wo alle, die dort sind und dorthin kommen, Tag und Nacht gepeinigt werden in die Zeitalter der Zeitalter (Offbg. 20,10).

Der große weiße Thron tritt in das Blickfeld des Sehers und der, der darauf sitzt, vor dessen Angesicht die Erde entflieht und der Himmel, und keine Stätte wird für sie gefunden (Offbg. 20,11-15).

Das Gericht der Toten findet statt. Auch sie werden lebendig gemacht durch den Christus, und zwar am Ende, wenn er das Reich dem Gott und Vater übergibt, wenn er weggetan haben wird alle Herrschaft und Gewalt und Macht, d. h. auch den letzten Feind, den Tod (1. Kor. 15,20-28).

Sie werden gerichtet werden nach dem, was über einen jeden in den Büchern geschrieben steht; und ist sein Name nicht „im Buch des Lebens“ enthalten, findet er das gleiche Teil für sich, wie es der Teufel und seine Engel bereits erhalten haben, den Feuersee. Der Feuersee ist der „zweite Tod“, d. h. die Trennung des Menschen von Gott, die ewige Verdammnis (Offbg. 20,11-15). (Der erste Tod ist die Trennung der Seele vom Leib.)

So endet das siebte Zeitalter (Gerechtigkeit) im letzten Gericht.

Die Ewigkeit.
Nach der Auflösung der Elemente im Brand (2. Petr. 3,7.11-13; Offbg. 20,11; 21,1), nach ihrer Verwandlung, sieht der Seher einen „neuen Himmel und eine neue Erde, denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer war nicht mehr“. Wiederum erscheint die heilige Stadt, das neue Jerusalem. Sie kommt hernieder aus dem Himmel von Gott, weiterhin in bräutlicher Schönheit. „Die Hütte Gottes bei den Menschen“ wird sie dann genannt, denn er wird bei ihnen wohnen. „Siehe, ich mache alles neu“, sagt der, der auf dem Thron sitzt. „Es ist geschehen“, sind seine Worte, die damit jenen Zustand einleiten, in dem Gott alles in allem sein wird (Offbg. 21,1-6; 1. Kor. 15,28).

In dem Christus und durch ihn hat Gott das alles seiner Vollendung zugeführt nach seinem Vorsatz, den er vor Zeiten gefasst hat (Eph. 1,9-10). Alles jenes aber vollzog sich auf dem Schauplatz dieser Erde, was den Menschen betraf. Und der Mensch Christus Jesus ist es, der Sohn Gottes, durch den im Anfang alles wurde, der alles durch sein mächtiges Wort aufrecht erhält und der es zur Ausführung bringt.

Zurückschauend auf den Ablauf dieser gewaltigen Dinge (wir haben versucht, ihn in kurzen Zügen und nach unserer Kenntnis in einigen Linien zu kennzeichnen), können wir nur mit dem Apostel in Ehrfurcht jene Worte aussprechen:

„O Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unausforschlich sind seine Gerichte und unausspürbar seine Wege! Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Mitberater gewesen? Oder wer hat ihm zuvor gegeben, und es wird ihm vergolten werden? Denn von ihm und durch ihn und für ihn sind alle Dinge; ihm sei die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen.“
Römer 11,33-36

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Quelle:
Eade, Alfred Thompson: Bibel-Panorama / mit CD-ROM – Die sieben Zeitalter des biblischen Heilsweges in zwölf farbigen Darstellungen mit Erklärungen zum Bibelstudium. 24. Aufl., Dillenburg 2019, S. 52-53.
(c) Christliche Verlagsgesellschaft, Dillenburg 1974
Erhältlich bei: scm-shop.de/bibel-panorama-mit-cd-rom.html

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https://gloria.tv/post/QMQyw3mnMnjF1YHgGL4eThAwg

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