„Bismarck“ (1940) – Deutscher Spielfilm von Wolfgang Liebeneiner

Bismarck_(Film)

Zum Filmvideo:

https://archive.org/details/Bismarck_1940

Bismarck ist ein deutscher Spielfilm des Regisseurs Wolfgang Liebeneiner aus dem Jahr 1940. Der Film wurde vom 10. Juni bis September 1940 in Plau, Wien und Bad Gastein gedreht.

Handlung:

Im Jahre 1862 ist das in fast 40 Staaten zerrissene Deutschland in seiner Existenz zutiefst bedroht. Umgeben von den schon Nation gewordenen Großmächten, die wie England, den inneren Kampf in Deutschland durch Unterstützung der liberalistischen Kräfte zu schüren trachten, oder wie Frankreich die seit Ludwig XIV. erstrebte Rheingrenze endlich unter Napoleon III. gewinnen wollen, mißtrauen sich die Staaten des deutschen Bundes gegenseitig und neigen je nach den zufälligen verwandtschaftlichen Bindungen ihrer Fürstenhäuser zu Österreich oder Preußen, die um die Vorherrschaft in Deutschland ringen. Das Haus Habsburg beherrscht mehr Italiener, Ungarn, Rumänen, Russen, Serben, Kroaten, Tschechen, Polen und Juden als Deutsche und trachtet danach, die verlorene Kaiserkrone wiederzugewinnen, um seine Hausmachtpolitik mit deutschen Soldaten zu stützen. Preußen als reiner deutscher Staat ist seit der Revolution von 1848 durch den Streit der parlamentarischen Parteien auf den Stand eines Mittelstaates herabgesunken.
König Wilhelm I. und sein Minister Roon erkennen die Gefahr für Preußen und wollen versuchen durch eine Heeresreform wenigstens die Sicherheit Preußens nach außen wiederzugewinnen; aber der Landtag verweigert ihnen die dazu nötigen Gelder. Der dadurch entstandene Konflikt droht sich zu einer neuen Revolution zuzuspitzen. Der durch die englischen Ideale seiner Frau, der Tochter der Queen Victoria, beeinflußte preußische Kronprinz und die politisch befangene Königin stehen auf Seiten des Parlaments, so daß der König, von dem zweifachen Konflikt im eigenen Hause und im Land überwältigt, schon abdanken will. Er kann es aber in seinem soldatischem Herzen mit seinem Eid auf die Krone nicht vereinbaren, ohne das letzte Mittel zur Rettung des ihm anvertrauten Staates versucht zu haben, von seinem Posten zurückzutreten. Er gibt daher dem Rate Roons nach und beruft den einzigen Mann, dem man die Rettung zutrauen könnte, den ihm unheimlichen, als gewalttätigen Reaktionär und tollkühnen, wenn auch geschickten Diplomaten verschrienen Bismarck, als letzte Hoffnungen die Spitze des Staates.
Bismarck ist völlig anders als sein Ruf! Ein eleganter, weltgewandter Diplomat, von heiterer Überlegenheit und selbständiger Denkweise, durchschaut er die von liberalistischen Phrasen und Idealen vernebelte innere Situation und die hinter heuchlerischen Vorwänden versteckten Interessen der äußeren Feinde. Mit praktischer Vernunft, kühlem Realismus und dem unbeugsamen persönlichen Mut eines ganz seiner Sache hingegebenen Mannes geht er an seine schwierige Aufgabe. Er bietet dem Parlament Frieden, und als es ihn zurückweist, löst er es in einer dramatischen Sitzung auf! Die Folge sind maßlose Angriffe gegen ihn und den König in der Presse: er stellt die Presse unter Zensur. Der Kronprinz, die Kronprinzessin und die Königin arbeiten beim König gegen ihn: aber Bismarck überzeugt den König und dieser hält seinem Minister die Treue, der nun die inneren Reformen und die Organisation eines modernen, schlagkräftigen Heeres mit äußerster Energie betreibt. In diesem Augenblick des inneren Kampfes in Preußen hält Habsburg seine Stunde für gekommen.
Der Kaiser Franz Joseph beruft die deutschen Fürsten zu einer prunkvollen Versammlung in die alte Krönungsstadt Frankfurt, um für seine außerdeutschen Pläne die Kaiserkrone zu gewinnen. Bismarck durchschaut die Absicht. Es gelingt ihm, in schweren, nerven zerrüterten Auseinandersetzungen seinen König, der unter dem Einfluß seiner fürstlichen Verwandten nur den äußeren Vorwand, die angebliche Einigung Deutschlands sieht, von den wirklichen Gefahren, die Deutschland drohen, zu überzeugen und ihn von dem Fürstentag fernzuhalten. Dort erkennen nun auch die anderen Fürsten Habsburg wahres Gesicht, und die Versammlung geht ergebnislos auseinander. Aber schon droht eine neue Gefahr! Dänemark will die deutschen Herzogtümer Schleswig und Holstein annektieren. Die deutschen Staaten wagen nicht einzugreifen, da Dänemark von England geschützt wird. Bismarck macht sich durch einen Vertrag mit Rußland den Rücken frei und gewinnt den Gegner Österreich für die Befreiung Schleswig-Holstein, aber über die Verwaltung der eroberten Gebiete kommt es zu Differenzen. Habsburg will dort einen ihm ergebenen Fürsten einsetzen, um Preußens Nordgrenze zu beherrschen, Bismarck vereitelt diesen Plan; aber beide, Österreich wie Preußen, erkennen, daß eine Auseinandersetzung um die Vorherrschaft in Deutschland unvermeidlich sein wird. Habsburg bietet dem Kaiser Napoleon für ein Bündnis gegen Preußen die Rheingrenze. Bismarck weiß, daß die Feindschaft mit Habsburg und Napoleon den Untergang Preußens besiegeln und den endgültigen Verlust uralten deutschen Landes zur Folge haben würde. Es gelingt ihm, Napoleon zur Neutralität zu bewegen. Als er durch Italien eine österreichische Armee an den Alpen festgehalten weiß, sein Antrag auf eine Reform des deutschen Bundes die deutschen Fürsten zur endgültigen Stellungsnahme gezwungen hat und der König endlich unter dem Eindruck einer habsburgischen Vertragsverletzung zum Kriege bereit ist, sieht Bismarck sich seinem Ziele, der Lösung der deutschen Frage, nahe.
In diesem Augenblick verübt der englische Jude Cohen-Blind ein Attentat auf ihn. Sein Revolver trifft Bismarck zweimal; aber wie durch ein Wunder bleibt er unverletzt. In raschen Schlägen überwinden die Preußen die habsburgische Armee durch die Vernichtungsschlacht von Königgrätz. Nun sind alle früheren Gegner Bismarcks von der Richtigkeit seiner Politik überzeugt; aber der König und seine siegreichen Generäle, die er zu diesem Triumph geführt und gezwungen hat, wollen den Krieg weiterführen, um Österreich als Brudervolk und die deutschen Staaten für die neue Reichsidee gewonnen werden müssen. Doch man hört nicht auf ihn. Er ist der Verzweiflung nahe. In diesem Augenblick erkennt der Kronprinz, sein früherer erbitterter Gegner, die Größe der Bismarckschen Idee und unterstützt ihn beim König. Dieser begreift zwar Bismarck nicht, aber er unterwirft sich schließlich, wenn auch widerstrebend, dem Größeren. Bismarck entwirft ihm das Bild einer glänzenden Zukunft, und wir sehen – wie sich diese Prophezeiung im Spiegelsaal von Versailles bei der Kaiser-Proklamation unter dem Jubel der Soldaten, dem Donner der siegreichen Kanonen und dem Geläut der Friedensglocken erfüllt.
Quelle: Illustrierter Film-Kurier

Auszeichnungen
Der Film erhielt die Prädikate staatspolitisch und künstlerisch besonders wertvoll und jugendwert.

Den ganzen Artikel lesen:
https://de.metapedia.org/wiki/Bismarck_(Film)

Anmerkung
„Nach Kriegsende wurde die Aufführung des Films von der alliierten Militärregierung verboten. Nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland wurde Bismarck nicht als Vorbehaltsfilm eingestuft, sondern erhielt von der FSK eine Altersfreigabe ab 18 Jahren.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Bismarck_(1940)

Zum Video:

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Bismarck1940 - Videobild

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