„Carl Peters“ (1941) – Deutscher Historienfilm von Herbert Selpin, mit Hans Albers in der Hauptrolle

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Zum Film:

https://archive.org/details/1941-Carl-Peters

Carl Peters ist ein deutscher Historienfilm über den Kolonialisten Carl Peters mit Hans Albers in der Hauptrolle, der in Binz auf Rügen gedreht wurde. Die Uraufführung fand am 21. März 1941 in Hamburg statt.

Handlung:

London 1883. Im City-Club zu London dreht sich das Gespräch um Dr. Carl Peters. Sein Versuch, den Kanal zu durchschwimmen, hat erneut auf den jungen Deutschen aufmerksam gemacht. Aber auch die Kolonialabteitung des Secret Intelligence Service ist auf den jungen Deutschen, der im Hause seines Onkels Engel, einem ehemaligen Klaviervirtuosen, in London lebt, aufmerksam geworden. Seine kolonialen Pläne machen ihn verdächtig, zumal er unter Ablehnung aller anderen Angebote darauf besteht, sie unter deutscher Flagge zu verwirklichen. Mit seinen reichen diplomatischen Erfahrungen in der kolonialen Frage kommt er nach Deutschland, als er durch seinen Freund Jühlke von dem eben gegründeten Deutschen Kolonialverein hört. Aber seine Forderungen nach praktischer Kolonialpolitik finden in Berlin kein Gehör; offenbar will man dort nur unpraktische Kolonialarbeit pflegen.
In einem bescheidenen Zimmer, nur von wenigen Getreuen umgeben, diktiert Peters seinen Aufruf, der dann über ganz Deutschland verbreitet werden sollte. Der Intelligence Service arbeitet fieberhaft, aber er kann das genaue Ziel von Peters Afrikareise nicht erfahren. In der Zwischenzeit ist Peters in Sansibar angekommen. Bevor er dort einen Schritt unternommen hat, erklärt ihm der deutsche Konsul, dass die deutsche Regierung weder ihm persönlich noch einer eventuell zu gründenden Kolonie Rechtsschutz gewähren kann. Die Engländer hätten sich ins Fäustchen gelacht, wenn sie dieses Gespräch zwischen Peters und dem deutschen Konsul hätten hören können.
Peters handelt auf eigene Faust. In einer Palaverhütte aus Schilf verhandelt er mit den afrikanischen Häuptlingen. Der Sultan von Sansibar empfängt ihn häufig – und während er bei den Engländern als im Busch verschollen gilt und während die belgische Expedition aus Angst vor den ausständigen Eingeborenen nicht wagt, das Land zu betreten. hat Peters alle notwendigen Verträge unter Dach und Fach. Er bezahlt dies alles mit dem hohen Preis seiner Gesundheit; todkrank liegt er in einer Eingeborenenhütte, aber die Verträge müssen schleunigst nach Berlin zu Bismarck! Ehe Peters heimkehren kann, muss er noch den Mordanschlägen des Secret Service entgehen, die im Namen des Sultans von Sansibar – wie sie vorspiegeln – dem todkranken Peters vergiftete Früchte zum Geschenk machen. Dann aber ist alles überstanden; Empfang in Berlin, Audienz beim Kaiser und endlich der kaiserliche Schutzbrief für Peters Erwerbungen in Ostafrika.
Peters ist wieder auf dem Wege zu einer neuen Expedition. Aber nun sind nicht nur die Engländer seine Gegner, sondern auch der Kolonialdirektor des deutschen auswärtigen Amtes – ein getaufter Jude – der sich bei Peters Erfolgen übergangen sieht. Abermals wird Peters das Ziel eines verbrecherischen Anschlages; die mörderische Waffe trifft ihn nicht, sondern seinen Freund Jühlke, mit dem er eine verlassene Negerhütte teilt.
In der Nacht, die auf den Tod des Freundes folgt, kommt die Nachricht, daß der große Kanzler in Ungnaden entlassen worden sei. Und als Peters schließlich von seiner Expedition zurückkehrt und in Bagamolo gefeiert werden soll, kommt aus Berlin die Nachricht, daß Peters als Reichskommissar abberufen ist.
„Ein Kolonialskandal!“, so nennen die Schlagzeilen der Zeitungen die Verhandlungen, die nun in Berlin erfolgen, „Dr. Peters gefährdet durch seine Erwerbungen die Freundschaft zwischen England und Deutschland!!“ Die Engländer bringen einen Negerbischof als Zeugen für die Kolonialverbrechen des Dr. Peters. – … Die bestialische Ermordung zweier Neger! – das ist die Anklage gegen den Mann, der Deutschland die ersten Kolonien erwarb. – Der Sozialdemokrat Bebel macht sich im Reichstag zum Anwalt der Humanität. Wegen „Mißbrauch der Amtsgewalt“ wird Peters aus dem Reichsdienst entlassen, obwohl sich wenig später herausstellt, daß das Zeugnis des herangezogenen Bischofs gefälscht war.
Das Finale des Films wird zeigen, wie der weitsichtige und tatkräftige deutsche Kolonialpionier Peters in seinen Tagebuchblättern die folgerichtige Entwicklung der politischen Machtkämpfe voraussieht und wie ihm schon damals die große Auseinandersetzung des um seinen Lebensraum kämpfenden Deutschlands mit dem Weltbedrücker England naturbedingt erschien.
So schlägt sich die Brücke aus der Lebensarbeit des Dr. Peters mitten in die politische Wirklichkeit unserer Tage.
Quelle: Illustrierter Film-Kurier Nr. 3185

Der Film erhielt die Prädikate: staatspolitisch wertvoll, kulturell wertvoll, volksbildend, jugendwert, künstlerisch wertvoll

Kritiken
„Das Publikum bereitete dem Film eine großartige Aufnahme.“ — Berliner Lokal-Anzeiger, 1941
„Eine Gesamtleistung, die zum Schönsten der letzten Filmjahre gehört.“ — Das 12 Uhr Blatt, 1941
„Albers verdient es, daß ein begeistertes Publikum in seinen besten Szenen mit Beifall und Lachen hineinrast vor Freude und ihn dann viertelstundenlang vor den Vorhang ruft.“ — Der Angriff, 1941

Lesen Sie den vollständigen Artikel:
https://de.metapedia.org/wiki/Carl_Peters_(Film)

Bitte beachten Sie:
Es handelt sich heute um einen Vorbehaltsfilm der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung. Er gehört damit zum Bestand der Stiftung, ist nicht für den Vertrieb freigegeben, und darf nur mit Zustimmung und unter Bedingungen der Stiftung gezeigt werden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Peters_(Film)

Zum Film:

https://archive.org/details/1941-Carl-Peters

 

Carl Peters - Videobild

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