Der deutsche U-Bootfilm ‚Morgenrot‘ (1933) ist wieder da

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Morgenrot (Film)

FILM
Morgenrot.jpg
Filmdaten
Deutscher Titel: Morgenrot
Produktionsland: Deutsches Reich
Erscheinungsjahr: 1933
Laufzeit: 85 Minuten
Sprache: Deutsch
Im Auftrag von: UFA
Erstverleih: Universum-Film Verleih GmbH
Stab
Regie: Gustav Ucicky
Drehbuch: Gerhard Menzel
Produktionsleitung: Günther Stapenhorst
Musik: Herbert Windt
Ton: Hermann Fritzsching
Kamera: Carl Hoffmann
Kameraassistenz: Günther Anders
Standfotos: Horst von Harbou
Bauten: Robert Herlth,
Walter Röhrig
Aufnahmeleitung: Erich von Neusser
Schnitt: Eduard von Borsody
Besetzung
Darsteller Rolle
Rudolf Forster Kapitänleutnant Liers, U-Boot-Kommandant
Adele Sandrock Mutter Liers
Fritz Genschow Oberleutnant Fredericks
Camilla Spira Tochter Grete Jaul
Paul Westermeier Bordfunker Jaul
Gerhard Bienert Steuermann Böhm
Friedrich Gnaß Torpedomatrose Juraczik
Franz Nicklisch Matrose Petermann
Hans Leibelt Bürgermeister von Meerskirchen
Else Knott Helga, Tochter des Bürgermeisters
Eduard von Winterstein Hauptmann Kolch
Charles Bush Englischer Seemann
Frank Perfitt Englischer Seemann
William Cavanagh Englischer Seemann
G. W. Stroud Englischer Seemann
A. A. F. Trebes Englischer Seemann
Oscar Aigner
Gerhard Dammann
Kate Kühl
Walter Kuhle
Gerhard Menzel
Rudolf Platte
Hedwig Schlichter
Ludwig Stoessel
Elsa Wagner
Gertrud Wolle

Morgenrot ist ein deutscher U-Bootfilm von 1932/33 nach einer Idee von E. Freiherr von Spiegel. Die Dreharbeiten wurden in dem Zeitraum vom Oktober bis November 1932 in Kiel und Umgebung, Nordsee bei Helsingfors, auf einem finnischen U-Boot und im Ufa-Atelier Neubabelsberg gedreht. Die Uraufführung fand am 31. Januar 1933 in Essen und am 31. Februar 1933 im Ufa-Palast am Zoo in Berlin statt.

Weitere Titel

  • Und setzt ihr nicht das Leben ein… (Das Denkmal des deutschen U-Bootes) (Arbeitstitel)

Handlung

Quelle
Folgender Text ist eine Quellenwiedergabe. Unter Umständen können Rechtschreibfehler korrigiert oder kleinere inhaltliche Fehler kommentiert worden sein. Der Ursprung des Textes ist als Quellennachweis angegeben.

Still und verloren liegt oben in der norddeutschen Tiefebene, nicht weit von der See, die kleine Stadt Meerskirchen, ein Städtchen wie viele andere, und doch berühmt geworden, jetzt im großen Kriege, als die Heimat des volkstümlichsten deutschen U-Boot-Kommandanten. des Kapitänleutnants Liers, Ritter des Orden Pour le Merite, bekannt aus vielen Heeresberichten, der Schrecken der Meere für die Feinde, deren Sperren er noch stets siegreich durchbrach.

Ernst und verschlossen ist dieser Liers, ein Pflichtenmensch, der nichts kennt außer sein U 21, dessen Besatzung für ihn direkt in den Höllenrachen fahren würde. — Zwei von der Besatzung sind auch Meerskirchener Kinder: Jaul, der bewährte brave U-Boot-Funker, dem der Abschied von seiner strammen, hübschen, blonden Frau jedesmal wieder schwer fällt, wenn auch das fällige Pfand ihrer Liebe immer prompt eintrifft — und der Oberleutnant Fredericks, genannt „Fips“, ein junger frischer Windhund, der in Meerskirchen aufwuchs und dort das Leben lieben lernte. Seiner Jugendgespielin Helga, der schönen Bürgermeisterstochter, macht er auf Tod und Leben den Hof und wartet sehnsüchtig, daß das Mädel ihn endlich mal ernst nimmt. ––

Die Männer von U 21 sind alle in tausend Gefahren bewährt und vertrauen blindlings ihrem Führer. Da ist Böhm, der Steuermann mit der eisernen Ruhe. Juraczik, der Torpedomatrose aus Oberschlesien, der seine geliebten, langgestreckten, metallglänzenden Todeszigarren wie Kinder liebt — und der mürrische Petermann, ein Einzelgänger, der von der ganzen Welt nichts wissen will, denn ihn liebt ja auch keiner, weder Mann noch Weib. — Aber wenn es gegen den Feind geht, sind sie alle auf ihrem Posten, gespannt und leidenschaftlich, den heißen, gesunden Haß im Herzen gegen den Feind, der die Heimat zur See absperrt und Frauen und Kinder daheim hungern macht.—

Diesmal war der Abschied von Meerskirden besonders schwer. Liers alte Mutter, die schon zwei Söhne vor dem Feind verlor, hatte mit Gott und der Welt gehadert und um den letzten gekämpft, aber Ihre Bitten waren abgeprallt an der ruhigen Entschlossenheit und tief innerlichen Leidenschaftlichkeit des Sohnes, dessen Platz nun mal auf der Brücke oder am Periskop seines U-Botes war. Das war stärker als die Liebe zur Mutter und ließ ihn auch übersehen, daß bei der Abschiedsfeier auf dem Bahnhof Helgas Augen mit besorgter, sehnsüchtiger Liebe auf ihm geruht hatten. Und als sie spöttisch beim letzten Abschied sagte: „Mancher Dummkopf merkt ja gar nicht. wenn ein Mädchen ihn gern hat“, hatte er das auf seinen leichitsinnigen Oberleutnant, den „Fips“ bezogen. – Stampfend kämpft sich U 21 in der graublauen See vorwärts. Das Boot ist aufgetaucht. Kommandant und Steuermann beobachten scharf und angestrengt den Horizont.

Jaul sitzt am Funkapparat und horcht in den Äther. Diesmal geht es um wichtigeres als einfache Handelsdampfer und Transportschiffe. Ein englischer Kreuzer soll den bekanntesten Organisator und Führer der feindlichen Armeen mit einem Stabe von Instruktoren nach Rußland bringen, um so die russische „Dampfwalze“ wieder in Gang zu setzen. – Tagelang suchen sie schon, unheimlich still ist es, jeder weiß: eine Entscheidung steht bevor, aber – unser Liers wird’s schon machen! – Da — endlich! Jaul hat etwas gehört. Das ist er! Schon ist Liers am Funkapparat, blickt auf die Karte, gibt kurze Kommandos für den Kurs. Bald darauf kommt vom Turm her eine Meldung: Schiff in Sicht! Großer feindlicher Kreuzer mit drei Zerstörern! – Gurgelnd taucht der stählerne Leib des U-Bootes in die Tiefe, nur das Periskop späht vorsichtig von Zeit zu Zeit. Das U-Boot gleitet tief unter den Zerstörern durch.

Jetzt ist es soweit! Liers am Periskop mit eherner Ruhe; jede Muskel gespannt, gibt kurze Kommandos: „Schuß! – Schuß!“ – Zischend ziehen die Torpedos ihre unheimliche, schaumige Bahn durch’s Wasser. Hurra! Getroffen! Schwer beschädigt erzittert der Stahlriese, neigt sich nach der Seite zu Tode verwundet, und gleitet mit wehender Flagge langsam in die salzige Tiefe. Wütend sausen die schnellen, schwarzen Zerstörer, die gefährlichsten Feinde des U-Bootes herbei. Ein furchtbarer Kampf tobt zwischen dem getauchten stählernen Schiff. aber sie stehen fest an ihrem Posten. wenn auch der Leib des Bootes erzittert und plötzlich Dunkelheit herrscht. Liers, ihr Kommandant, hat noch immer Glück gehabt, und er hat es auch diesmal. –

Nach der furchtbaren Nervenspannung, als das Boot aufgetaucht ist, gedenkt Liers in seiner Freude auch der Heimat, und da fallen ihm zwei sehnsüchtig zärtliche Mädchenaugen ein. Helga! Auf einmal weiß er’s: er selbst ist der Dummkopf, der nichts gemerkt hat! Das muß er gleich Fips mitteilen. — Liers merkt nicht, wie der Freund bestürzt verstummt. Ein Jugendtraum ist ihm zerronnen, es war ihm ernst gewesen mit seiner Liebe zu Helga, aber niemand, auch Liers nicht, soll ihm etwas anmerken. Es ist Krieg, und man ist vorm Feind auf U 21 — Verlassen liegt die riesige Fläche der See, weit und breit nichts zu sehen. Da erscheint ein Segler am Horizont, ohne Flagge: U 21 taucht und beobachtet.

Der Bursche scheint harmlos. Also: auftauchen, anhalten und untersuchen! Ein scharfer Schuß vor den Bug des Seglers klatscht ins Wasser. Das Schiff stoppt sofort, zeigt die dänische Flagge. Eine Panik scheint auszubrechen, Boote werden zu Wasser gelassen und füllen sich mit Fliehenden. Arglos nähert sich U 21. Da kracht vom Segler her ein scharfer Schuß, und die englische Kriegsflagge fliegt am Achtermast hoch. Verdammt! Eine Falle! Das Deckgeschütz des U-Bootes feuert, und bald steht der Segler, der sich tapfer wehrt, in Flammen. Rauch und Dampf steigen auf und verdecken das Schiff, ebenso den in höchster Fahrt heranbrausenden englischen Zerstörer, den der Segler längst telegrafisch heranrief. Liers erster Gedanke ist, alle U-Boote in See vor solchen Fallen durch Funkspruch zu warnen, dann aber will er kameradschaftlich den feindlichen Kommandanten von dem brennenden Segler retten.

Im letzten Augenblick erkennt er den neuen furchtbaren Gegner. „Schnell tauchen! Auf 40 m!“ Es geht ums Leben. — Zu spät! Krachend rammt der scharfe Kiel des Zerstörers das U-Boot, das schwer beschädigt in die Tiefe sinkt. — In 60 m Tiefe liegt das stolze Boot mit 10 Überlebenden im einzigen noch erhaltenen Raum. Liers steht unter seinen Leuten. Es gilt, den Tod zu erwarten. Acht Tauchretter sind da. aber die acht Matrosen wollen bei ihren Offizieren bleiben, entweder alle oder keiner! – In Meerskirchen feiern sie den Sieg ihres U 21, und nur die alte Majorin Liers sieht durch den freudigen Lärm den Todesernst des Krieges. —

Im halbdunklen Raum des U-Bootes stehen und sitzen die Männer, bereit zu sterben mit ihrem Kommandanten, wie es Tausende schon taten, aufrecht und stolz! In einem Winkel kauert Petermann, der Menschenfeind, neben ihm Fredericks. Plötzlich fallen zwei Schüsse. Petermann und Fips haben sich erschossen, um acht Kameraden das Leben zu retten. Petermann wird nun acht Freunde haben, acht Menschen, die gut von ihm sprechen werden und Fips ist in der Sterbestunde zum Helden geworden und gab das heißgeliebte Leben hin für die Kameraden und – für Helga. –Die Rettung gelingt. Ein Fischdampfer nimmt die überlebenden von U 21 an Bord. Zwei gute Kameraden schlafen in 60 m Tiefe den letzten Schlaf. — In Meerskirchen ist es stiller geworden. Die alte Majorin Liers schließt ihren letzten Sohn in die Arme und weiß, er wird wieder hinausgehen auf die See, und sie weiß jetzt auch, daß er nicht anders handeln kann. Verluste müssen ertragen werden und – selbst 50 Jahre Nacht – davon wird kein Deutscher blind! – Wieder fahren sie gegen England, die Kriegsflagge flattert stolz im Seewind, denn:

Deutschland lebt,
Und wenn wir sterben müssen!

Anmerkungen

Das Drehbuch stammte aus der Feder des hochbegabten Dramatikers [Gerhard Menzel]. Er dachte in erster Linie bei der Abfassung seines dramatischen Bildwerks an die Geschichte von „U 86“. Dieses Boot sank eines Tages in der Nähe der englischen Westküste nach einem siegreichen Angriff auf einem Geleitzug, sank schließlich aus unerklärlichen Gründen auf 144 Meter und mußte in dieser Tiefe beinahe zwei Tage ausharren, bis ein glücklicher Zufall das Boot wieder fahrtbereit machte. Allerdings hielten von den 37 Mann Besatzung nur neun die furchtbaren Qualen aus, die in dem enggeschlossenen kleinen, fast luftleeren Raum erlitten werden mußten. Achtundzwanzig Krieger – an der Spitze der Kommandant – fielen dem unglücklichen Zufall zum Opfer.[1]

Aufgrund seiner Qualitäten hatte der Film auch im Ausland eine sehr gute Presse. Bei der Kritikumfrage der New York Times wurde dieser Film unter die zehn besten Filme des Jahres gewählt.

Im November 1939 erlebte „Morgenrot“ eine Wiederaufführung, die so gepriesen wurde:

Dieser Film, der vor etwa sieben Jahren hergestellt wurde, kann nie so aktuell und packend gewesen sein wie gerade heute, da er wie die künstlerische Gestaltung der wagemutigen Heldentat des Kapitänleutnant Prien anmutet. Dieser Film verherrlicht das deutsche Soldatentum in einer schlichten ergreifenden Weise, dessen Wirkung sich niemand entziehen kann.

Zitate

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Woher hat der Film seinen Titel? Das musikalische Vor-spiel, ausgeführt von Herbert Windt und der Kapelle des Ufa-Palasts am Zoo, lässt vermuten, Morgenrot sei das Lied vorn frühen Tod, ein Drama vom bitteren Sterben. Aber die Reklamemalerei draußen in der Hardenbergstraße zeigt den rotgelben Himmel des dämmernden Tags, und im Schlussbild des Films saust ein neues U-Boot über schim¬merndes Meer zu neuen Taten. Der Krieg geht weiter. Oder, wie der Kapitänleutnant Liers sagt, nach fünfzig Jahren Nacht wird wieder Licht über Deutschland sein. Die Mari¬neflagge weht. >Denn wir fahren gegen Engelland.< […] Ein mehrfach volles Haus. In der Abendvorstellung die neue Regierung. Beifallsdemonstrationen.

– zeitgenössische Rezension

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Oberleutnant Fredericks, der wie Liers aus Meerskirchen stammte und die Bürgermeisterstocher Helga liebte, die aber nur Augen für Liers hatte, kehrt nach Meerskirchen und in die Arme seiner Mutter heim. »Sie weiß, er wird wieder hinausgehen auf die See, und sie weiß auch, dass er nicht anders handeln kann. Verluste müssen ertragen werden und — selbst 50 Jahre Nacht. — davon wird kein Deutscher blind! — Wieder fahren sie gegen England, die Kriegsflagge flattert stolz im Wind, denn: Deutschland lebt, und wenn wir sterben müssen!«

– Illustrierter Film-Kurier, Nr. 1920, 1933)

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Der zeitlose Wert von Morgenrot liegt in seiner kompromisslosen Wiedergabe dessen, was war, was ist und was wieder sein wird: des Krieges!

– Völkischer Beobachter, 1933

Der Film

Filmplakat

Siehe auch

Fußnoten

 

***

Quelle: https://de.metapedia.org/wiki/Morgenrot_(Film)

3 Gedanken zu „Der deutsche U-Bootfilm ‚Morgenrot‘ (1933) ist wieder da

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