Philosophische Fragen (7): Was war am Anfang?

G.:

* Anlass zu der Frage: Die in einem Kommentar geäußerte These, dass am Anfang Schwingungen waren

* Zum Einstieg in die Behandlung der These: Zitat aus Goethes „Faust“

Geschrieben steht: „Im Anfang war das Wort!”
Hier stock ich schon! Wer hilft mir weiter fort?
Ich kann das Wort so hoch unmöglich schätzen,
Ich muß es anders übersetzen,
Wenn ich vom Geiste recht erleuchtet bin.
Geschrieben steht: Im Anfang war der Sinn.
Bedenke wohl die erste Zeile,
Daß deine Feder sich nicht übereile!
Ist es der Sinn, der alles wirkt und schafft?
Es sollte stehn: Im Anfang war die Kraft!
Doch, auch indem ich dieses niederschreibe,
Schon warnt mich was, daß ich dabei nicht bleibe.
Mir hilft der Geist! Auf einmal seh ich Rat
Und schreibe getrost: Im Anfang war die Tat!
(Goethe, Faust, 1. Teil, Studierzimmer)

Wir haben bisher also nun fünf Vorschläge, was „am Anfang war“:
1. das Wort
2. der Sinn
3. die Kraft
4. die Tat
5. Schwingungen

Was haltet Ihr davon?


K. D.: Der Gedanke

G.: Das Wort hat eine Ausdrucks- und eine Inhaltsseite. Die Inhaltsseite (Bedeutung) ist gedanklich. Also ist der Gedanke Bedingung für das Wort, ist Voraussetzung für es, ihm vorausgesetzt und insofern vielleicht näher am „Anfang“.


K. D.: Noch weiter davor: Licht und Ton.

G.: Ton gehört zur Ausdrucksseite des Wortes, bedingt es insofern und ist ihm vorausgesetzt. Licht und Ton kann man (wenn ich mich recht erinnere) physikalisch beide als Wellen verschiedener Frequenzen betrachten.

G.: „There is no matter. There is only light and sound.“ Albert Einstein.


G.: ZITAT: LICHT
Was ist Licht?
Licht ist der kleine sichtbare Teil der elektromagnetischen Strahlung. Diese elektromagnetische Strahlung besteht aus schwingenden Energieeinheiten (Quanten) und wird in Wellen von einer Lichtquelle gesendet. Sie braucht eine bestimmte Zeit vom Ort ihrer Entstehung bis zum Auge des Betrachters.
Jede Wellenlänge gibt einen Farbeindruck. Das Spektrum des Sonnenlichtes weist einen kontinuierlichen Übergang auf: vom kurzwelligen Violett über Blau, Grün, Orange bis zum langwelligen Rot. Außerhalb dieses Bereichs kann das menschliche Auge keine Strahlung „sehen“; Gamma-, Röntgen-, UV- und Infrarotstrahlen sind nicht sichtbar.

https://www.licht.de/de/grundlagen/ueber-licht/was-ist-licht/


G.: SCHALL
Schall (von Althochdeutsch: scal) bezeichnet allgemein mechanische Schwingungen in einem elastischen Medium (Gas, Flüssigkeit, Festkörper).[1] Diese Schwingungen pflanzen sich in Form von Schallwellen fort. In Luft sind Schallwellen Druck- und Dichteschwankungen.
Umgangssprachlich bezeichnet Schall vor allem das Geräusch, den Klang, den Ton, den Knall (Schallarten), wie er von Menschen und Tieren mit dem Gehör, also dem Ohr-Gehirn-System auditiv wahrgenommen werden kann. Man unterscheidet dabei den Nutzschall, wie Musik oder die Stimme beim Gespräch, und den Störschall, wie Baustellen- oder Verkehrslärm. Schall ist ein Kollektivum und wird nur im Singular benutzt.
Physikalisch gesehen ist Schall eine als Welle fortschreitende mechanische Deformation in einem Medium. In ruhenden Gasen und Flüssigkeiten ist Schall immer eine Longitudinalwelle, also näherungsweise auch in Luft. Physikalisch gesehen ist Schall eine als Welle fortschreitende mechanische Deformation in einem Medium. In ruhenden Gasen und Flüssigkeiten ist Schall immer eine Longitudinalwelle, also näherungsweise auch in Luft.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schall


G.: KLANG
Mit Klang (von mittelhochdt.: klanc) werden bestimmte Schallereignisse bezeichnet. Insbesondere die physikalische Akustik und die Musik verwenden dabei unterschiedliche Definitionen. Was in der Akustik als Klang bezeichnet wird, entspricht ungefähr dem musikalischen Begriff Ton. Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnet „Klang“ außerdem das Phänomen unterschiedlicher Charakteristika eines Schallereignisses, z. B. beim „Klang einer Stimme“.

https://de.wikipedia.org/wiki/Klang


G.: TON
Ton bezeichnet in der Musik ein Schallereignis (sowie dessen Höreindruck und gedankliche Abstraktion), das von Musikinstrumenten, der menschlichen Stimme oder anderweitig erzeugt wird und dem eine mehr oder weniger exakte Tonhöhe zugeordnet werden kann. Während die physikalischen Eigenschaften als Kombination von Sinustönen und Geräuschkomponenten analysiert und beschrieben werden können, ist die subjektive Tonwahrnehmung von psychoakustischen Gegebenheiten, kulturellen Erfahrungen und ästhetischer Erwartung abhängig.
Der Begriff „Ton“ stammt von Tonus, der latinisierten Form des altgriechischen τόνος, tonos, „Spannung“ zum Verb τείνειν teinein „spannen, an-, ausspannen“. Die Bedeutung des Wortes variiert je nach Kontext. Mehr zur Komplexität der Beschreibung, Analyse und Wahrnehmung von Tönen ist in zahlreichen Beiträgen zu finden. Neben Universalien der Musikwahrnehmung und objektiven Aspekten wie Tonhöhe, Klang, Tonheit, Obertöne, Klangspektren werden Aspekte der subjektiven Perzeption z. B. unter Hörtypologie, auditiver Wahrnehmung, Musikpsychologie, Tonhöhenwahrnehmung und Psychoakustik erläutert. Die atonale Musik ist nicht tonlos, geräuschlos, lautlos, klanglos oder gar unhörbar; das Wort atonal bezieht sich vielmehr auf ein fehlendes Tonalitätssystem.
Zur näheren Beschreibung eines Tones werden je nach Zugang verschiedene Parameter herangezogen.[1][2] Üblicherweise sind dies folgende:

die Tonhöhe; sie lässt sich akustisch als Frequenz angeben oder praktisch in Tonsymbolen oder Noten ausdrücken.
die Tondauer; sie lässt sich physikalisch-akustisch absolut in Sekunden messen oder praktisch relativ durch Notenwerte angeben.
die Lautstärke oder Tonstärke; sie lässt sich akustisch als Amplitude oder als Schalldruck bestimmen, aber auch pragmatisch durch Lautstärkeangaben.
die Klangfarbe; sie lässt sich akustisch annäherernd durch die Obertonzusammensetzung bzw. allgemeiner durch das Frequenzspektrum charakterisieren oder praktisch durch Instrumentangaben und Spielweisen bestimmen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ton_(Musik)


K. D.: Mit diesen Erkenntnissen kommst du nirgendwo hin!

G.: Ich denke doch. Man muss als Basis mindestens wissen, wovon man spricht. Dazu gehört Kenntnis der verwendeten Begriffe. Dann kann man weiter sehen.

L. D.: Es geht noch viel weiter.

G.: Und zwar?


G.: https://de.wikipedia.org/wiki/Licht


J. W.: Am Anfang war die göttliche Inspiration,welche sich über der geistigen Seelen-Richtkraft manifestiert und so auf Grundlage der Raum-Zeit-Koordination die materielle Formgebung in das Universum transferierte, – oder so ähnlich…..😉


R. H.: Gibt es denn überhaupt einen „Anfang“? Oder sind wir als Mensch einfach nur mit der Vorstellung von Ewigkeit geistig überfordert?

G.: Gute Frage. „Anfang“ gibt es schon. Zum Beispiel fange ich gerade an, einen Kommentar zu schreiben. Jedoch gibt es einen Anfang der Welt? – das ist mit der Frage in der Überschrift wohl gemeint.– Neben dem „Im Anfang war das Wort“ zu Beginn des Johannesevangeliums, das Faust in der Szene oben zitiert, ist ja noch von einem Anfang in der Bibel die Rede, gleich im ersten Vers Genesis 1,1, gewöhnlich übersetzt mit: „Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.“ Dieser Anfang soll, so glaubte die Christenheit bis ins 18. Jahrhundert, ungefähr vor 6000 Jahren gewesen sein. Das sagen heute nur noch Fundamentalisten, die die Bibel wörtlich und buchstäblich auslegen. (Darunter gibt es intelligente Wissenschaftler.) Nun steht da gar nicht Gott, genauer: das Wort, das da steht, ist nicht das, was wir unter Gott verstehen. Da steht „Elohim“, was eine Pluralform von Eloah ist, einer Erweiterung von El. Also haben Eloah-Wesen oder El-Wesen die gegenwärtigen Himmel (haschamajim ist auch Plural) und die gegenwärtige Erde geschaffen. Das erinnert ein bisschen an die Archonten, nicht wahr? Zumal in späteren Kapiteln von Genesis die Rede ist von Elohim-Söhnen (benej elohim), die sich mit menschlichen Frauen paarten und auf diese Weise Riesen und berühmte Helden hervorbrachten. Klingt nach Gen-Manipulation. – Einen Anfang dieses Universums, in dem wir leben, könnte es schon geben, davon sprechen alle alten Mythologien, dafür gibt es auch wissenschaftliche Gründe. Aber diesem Anfang kann doch das Ende eines früheren Universums vorangegangen sein? Dafür spricht die Natur, wo wir ständig und ohne Unterlass Anfang, Ende und Neuanfang beobachten und erleben.

R. H.: Ja, vor dem Universum gab es womöglich ein anderes. Darauf wollte ich raus. Anfang, Ende und Neuanfang ist ja ein Kreislauf. Man kann dann aber nie von einem wirklichen Anfang reden, sondern jeder Anfang ist „nur“ ein Neuanfang.


G. Jetzt noch ein paar Whttps://youtu.be/9cnYIfR1_9geltnetzverweise zum Begriff „Schwingung“.
https://de.wikipedia.org/wiki/Schwingung
https://wiki.yoga-vidya.de/Schwingung


J. W.: Gedankliche Willensäußerungen usw. lassen sich durchaus mit einer Schwingungs-Frequenz bzw. Wellenbereich vergleichen, welcher in seiner energetischen Impulsgebung einen direkten Einfluß auf die Umwelt ausübt.

Die göttlich Inspiration im Sinne einer ursächlichen Richtkraft war solch ein willentlicher Belebungs-Akt, welcher der universellen Schöpfung mit all ihrer naturgesetzlichen Vernetzung der gegenseitigen Wechselwirkung usw. koordinierend vorausging!

Am Anfang war also nicht das symbolisch vertarnte Wort, sondern der göttliche Gestaltungs-Wille, auf dessen Grundlage seither die Schöpfung beruht!

Die „rationale Verstandes-Prägung“ der Moderne sagt uns, daß es irgend wann so etwas wie einen Anfang gegeben haben muß, denn aus unserer logischen Erwägung der Urteilsfindung,sind wir stets darum bemüht, die inneren Zusammenhänge herauszufiltern,um sie unserer materiell, anerzogenen Weltbild-Einprägung anzupassen, was wiederum aus unserem Verständnis heraus die Konsequenz logischer Verknüpfungsketten nach sich zieht, welche zb. die Frage aufwirft:

Kann etwas aus sich selbst bzw. aus dem Nichts heraus entstehen?

Diese komplexen Fragen entziehen sich unter Beachtung enormer Wissenlücken grundsätzlich unseren auf rationaler Logik ausgerichteten Verstand bzw. übersteigen solcherart Fragen unser Vorstellungsvermögen!

Anfang und Ende wird demzufolge, wie Rainer bereits erwähnte, mit einem jeweiligen Zyklus in Verbindung gebracht, welcher sozusagen einem Zyklus-Periodenwechsel usw. gleichkommt, um an dessen Ende einen Neuen in die Wege zu leiten.

In diesem Zusammenhang erwähnte einmal Mathilde Ludendorff in ihrem Werk „Schöpfungsgeschichte“, daß jeder göttliche Schöpfungs-Zyklus ca. 300 Milliarden Jahre andauert und sich danach sowohl die biologische Artenpracht incl. des Menschen als auch die Materie auflöst, um nach einer Ruhephase eine neue Schöpfungs-Variante in die Wege zu leiten.

Nichtsdestotrotz steht weiterhin die Frage in den Raum, woher kommt das Gottesprinzip bzw. welcher ursprünglichen Quelle entstammt es usw. usf.?

Fragen über Fragen…. 😉

***

Quelle: https://www.facebook.com/groups/deutscherglaube/permalink/599383987558209/

Kurzverweis: https://wp.me/p2UUpY-2hF

 

 

 

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