Schadet der Geschichtsrevisionismus der nationalen Bewegung? Eine Diskussion

In einem sozialen Medium habe ich einen Artikel über die bevorstehende Hauptverhandlung im Prozess gegen Henry Hafenmayer vor dem Amtsgericht Duisburg am 18. November 2019 veröffentlicht. Daran knüpfte sich die folgende Diskussion (Namen anonymisiert):

***

R.: Ich habe Henry davon abgeraten, dem Regime derartig Freude zu bereiten. Außer uns interessiert das Thema nur unsere Gegner, die es genüsslich nutzen, um Aktivisten ins Messer laufen zu lassen. Ich erleb jetzt schon drei Jahrzehnte, wie sich Leute völlig ergebnislos verheizen. Man möchte fast meinen, der ganze Revisionismus wäre nur ein Honigtopf des Systems.

B.: Ein Henry läßt sich nicht beraten. ;) Wir wünschen ihm alles Glück.


 

G.: Seit über 70 Jahren wird Deutschland und die ganze Menschheit mit diesem Thema hirngewaschen. Es muss einige Tapfere geben, die dagegen angehen.

B.: Wir sind alle tapfer, G. Jeder an seinem Platz.

G.: Ich bin so unbescheiden und zitiere mich selbst aus einem anderen Kommentar dieses Strangs: „Einerseits können Vorkämpfer wie Henry und die anderen oben erwähnten nicht verlangen, dass alle es ihnen nachmachen. Jeder muss selbst entscheiden, wie er zum Erhalt und Wohlergehen des deutschen Volkes beiträgt. Andererseits dürfen wir ihnen nicht die Kameradschaft entziehen. Wir sollten zeigen, dass wir ihren Einsatz wertschätzen.“

B.: Wer sagt etwas von Kameradschaft entziehen und Einsatz nicht wertschätzen?

G.: Bezieht sich nicht auf Deinen Kommentar, sondern auf die Abwesenheit von Parteikameraden beim Berufungsverfahren gegen Henry Hafenmayer.


 

R.: Tapferkeit ist die goldene Mitte zwischen Feigheit und Leichtsinn, daher kann ich hier bei aller Kameradschaft nicht von Tapferkeit reden. Selbst Leichtsinn wäre eine Beschönigung, denn es besteht ja nichtmal die theoretische Chance, daß damit etwas erreicht wird. Im Gegenteil. Jedes in den Medien veröffentlichte Urteil gegen Revisionisten verfestigt ja noch das vorherrschende Geschichtsbild bei der Masse. Es nutzt also sogar unseren Gegnern. Die Richter halten sich an geltende Gesetze. Daraus ist ihnen nichtmal ein Vorwurf zu machen, denn genau das ist ihre Aufgabe. Ansetzen müssen wir beim Gesetzgeber und dazu müssen wir die Machtverhältnisse ändern. Der politische Kampf muss vor dem Kampf um die Geschichte kommen, sonst werden wir weiter scheitern wie schon seit Jahrzehnten.


 

J.: Man kann eine „Offenkundigkeit, welche keines Beweises mehr bedarf“ schon allein aus ihrer logischen Verhältnismäßigkeit weder anzweifeln, geschweige denn einer strafrechtlichen Verfolgung überantworten, denn sie steht für sich selbst und in ihrer monumentalen Wahrheits-Verkörperung erhaben über jeder kritischen Urteilsfindung….

Wer sich dennoch veranlaßt sieht, solcherart „Unwiderlegbare Tatbestände“ der kritischen Hinterfragung zu entziehen, beweist in aller „Offenkundigkeit“, daß dieselbe nicht nur jedes Beweises entbehrt, sondern dieser Mangel auch mit einem Dogma-Siegel verschlossen wird, um jeden Verdachtszweifel von vorn herein auszuschließen, damit sich deren Wahrheit in Knechtung verordneter Schweigespirale nicht Bahn bricht…..!

Zum anderen dürfte es wohl einmalig in der modernen Rechtswissenschaft sein, daß man einem Volk die Verteidigungsmöglichkeit aufgrund von politisch-zweckdienlichen Dogmen entzieht, obwohl man es eines schrecklichen Verbrechens
bezichtigt und in Folge dessen einer „Kollektiv-Schuld-Anklage“ unterwirft, welcher es sich unter Androhung strafrechtlicher Verfolgungsmaßnahmen, widerspruchlos unterzuordnen hat.

Schlußbetrachtung:

Der Zweifel ist ein Privileg des menschliches Geistes insofern er sich seine kritische Denkfähigkeit bewahrt hat und damit aus Sicht der natürlichen Skepsis unter Berücksichtigung der gegenseitigen Abwägung der Faktenlage bzw. verfügbarer Informations-Quellen, durchaus ein legitimes Mittel, historische Gegebenheiten (oder Überlieferungen), an denen er selbst nicht teilnahm, in Frage zu stellen, ohne jedoch die damit verbundene, inhaltlich historische Kernaussage per Definition außer Kraft zu setzen bzw. explizit der manipulativen Lüge zu bezichtigen!


 

G.: Die T a p f e r k e i t sehe ich hier in der Verfolgung eines gerechten und bedeutenden Ziels, allen Widrigkeiten zum Trotz. Allenfalls kann man erwägen, wie k l u g die Art und Weise ist, in der dies getan wird. Man kann aufklären, ohne sich gleich strafbar zu machen, wenn man es vorsichtig tut. Riskant ist es allemal.

Ich glaube nicht, dass solche Fälle (Mahler, Haverbeck, Schäfer, Stolz, Hafenmayer usw.) die öffentlichen Vorurteile noch verstärken. Bei festentschlossen Bornierten mag das der Fall sein. Bei solchen, die für Wahrheit offen sind, ist es nicht so. Jedenfalls habe ich es so erlebt.

Es ist richtig, dass die BRD-Richter sich in solchen Verfahren an Gesetze halten. Doch erstens stellt sich die Frage, ob die Handhabung des Volksverhetzungsparagraphen mit den Grundrechten vereinbar ist. Das ist sie sogar nach Auffassung von namhaften BRD-Juristen nicht. Warum soll Bestreitung einer Version der Geschichtsschreibung Volksverhetzung sein? Sodann besteht auch bei bestehender Gesetzeslage ein Spielraum. Man muss ein Verfahren selbst mitangesehen und mitangehört haben (wie ich, erstmals, das Berufungsverfahren gegen Henry vor dem Landgericht Duisburg), um einen direkten Eindruck zu bekommen und sich davon zu überzeugen, dass es der Kammer letztlich nicht um Wahrheitsfindung geht, sondern um politische Unterdrückung im Auftrag der Regierung.

Durch die Tatsache der bestehenden Gesetze ist ein Richter keineswegs von vornherein jedem Vorwurf entzogen. Das hängt von seinem konkreten Verhalten im einzelnen Prozess ab, und dafür gibt es zum Glück Akten.

Es ist richtig, dass nicht der Richter, sondern der Gesetzgeber die Gesetze gemacht hat, genauer gesagt: ihnen zugestimmt hat. Gemacht werden Gesetze heute oft, vielleicht sogar meistens nicht mehr im Parlament.

Das Thema der Geschichtswahrheit steht nicht im Gegensatz zum politischen Kampf, ist auch nicht abseits von ihm, sondern Teil desselben. Das war auch in der Weimarer Republik so z.B. bei den Themen Novemberrevolution und Versailler Vertrag (Diktat). Von einem Scheitern der nationalen Bewegung, insbesondere der NPD, würde ich nicht reden. Der Kampf ist ja noch im Gange, nicht beendet.

Abschließend möchte ich sagen: Einerseits können Vorkämpfer wie Henry und die anderen oben erwähnten nicht verlangen, dass alle es ihnen nachmachen. Jeder muss selbst entscheiden, wie er zum Erhalt und Wohlergehen des deutschen Volkes beiträgt. Andererseits dürfen wir ihnen nicht die Kameradschaft entziehen. Wir sollten zeigen, dass wir ihren Einsatz wertschätzen.


 

R.: Meine Einschätzungen beruhen nicht auf einer Momentaufnahme, sondern auf der Analyse der letzten Jahrzehnte. Als ich 1989 politisch aktiv wurde, war die Zahl derer, die das verordnete Geschichtsbild in Frage stellen noch wesentlich größer. Es gibt hier also keinen Erfolg, sondern nur Rückschritte zu verzeichnen. Henry ist daher für mich kein „Vorkämpfer“, sondern ein Nachzügler eines Kampfes, der zumindest an dieser Front längst verloren ist. Das soll keine Kapitulation sein! Ich wollte mit dem Begriff „Scheitern“ auch keineswegs der Mutlosigkeit das Wort reden. Nach Jahrzehnten der (vorläufigen) Erfolglosigkeit halte ich es aber für dringend geboten, Strategie und Taktik einer gründlichen Überprüfung zu unterziehen und gegebenenfalls Änderungen vorzunehmen. Meiner Erfahrung und Einschätzung nach hat uns in der Vergangenheit nichts mehr geschadet, als daß wir uns von unseren Gegnern immer wieder auf das Schlachtfeld der Geschichte haben locken lassen, auf dem Siege einfach nicht möglich sind. Richter suchen natürlich nicht nach der historischen Wahrheit. Genausowenig, wie sie bei einem Mordprozess sich auf das Bezweifeln der Tödlichkeit von Arsen einlassen würden, lassen sie sich auf das Abstreiten des gängigen Geschichtsbilds ein. Wahrheitsfindung findet nur in dem Sinne statt, ob Aussagen getätigt wurden oder nicht und dann wird nach Rechtslage geurteilt. Daher ist es ja so wahnwitzig, hier auf einen Sieg zu hoffen. Natürlich kann man den Mangel an Freiheit der Wissenschaft und Meinung beklagen, aber das alles ist nunmal schon bis zum EuGh erfolglos durchgeklagt worden. Wo Du zweifellos recht hast ist, daß die betroffenen Kameraden nicht fallengelassen werden dürfen. So wie der Feldsoldat auch dem Kameraden, der durch eigenes Verschulden verletzt wurde versorgt, haben wir für die zu sorgen, die durch Fehleinschätzung und Verblendung Opfer letztendlich ihrer selbst wurden. Es wäre nur Zeit, daß diesem selbstzerstörerischen und bewegungsschädlichen Wahn mal Einhalt geboten wird. Die Ressourcen, die uns für den Überlebenskampf noch zur Verfügung stehen sind mittlerweile derartig gering, daß das ergebnislose Verheizen nur als verhängnisvoll angesehen werden kann.


 

G.: Anscheinend unterscheiden wir uns in der Einschätzung, wie sich das Auftreten und Handeln von Horst Mahler, Ursula Haverbeck, Sylvia Stolz, Alfred Schäfer, Henry Haferbeck, um nur die bekanntesten Namen zu nennen, nicht nur auf ihr eigenes Leben, vielmehr auf den patriotischen und nationalen Kampf insgesamt auswirken. Dieses ihr Verhalten dreht sich vor allem um zwei Punkte, die in engem Zusammenhang gesehen werden. Um sie offen auszusprechen: 1. Wie sind der Nationalsozialismus, das Dritte Reich, seine Innenpolitik, Rassenpolitik, besonders seine Politik gegenüber den Juden, und seine Außenpolitik, besonders der Zweite Weltkrieg, zu beurteilen? 2. Wer war damals und ist heute der (wirtschaftliche, politische, völkische, metaphysische, …?) Gegner bzw. Feind, der die Freiheit, Souveränität, ja die schiere Existenz des deutschen Volkes und der europäischen Nationen bedroht und daher abgewehrt und besiegt werden muss? Sind das Themen, über die offen diskutiert werden darf und soll?


 

R.: Intern diskutieren zum eigenen Erkenntnisgewinn, sicher. Öffentlich damit agitieren und damit in die gestellten Fallen eben dieser Gegner laufen (immer und immer wieder), nein.


 

G.: Rache – abgrundtief und in alle Ewigkeit: https://heurein.wordpress.com/2019/11/16/wieder-ein-opfer-der-holocaust-religion/


 

G.: Sind Richter genötigt, gemäß geltender Gesetzeslage der Bundesrepublik Deutschland Holocaust-„Leugner“ (in Wirklichkeit: Bestreiter der Holocaustgeschichtsschreibung) zu verurteilen? Nein. Diese Annahme ist ein Irrtum. Der Holocaust als Tatbestand ist rechtlich nicht definiert. Es ist aber rechtswidrig, jemand wegen Begehens eines unbestimmten Tatbestandes zu bestrafen. Um das klar zu verstehen, sollte man sich die Mühe machen und die Begründung zur Verfahrenseinstellung lesen.

https://drive.google.com/file/d/1ezeQFJV55NjFaT9cQ7P0lkVK02qfM-OX/view

https://endederluege.blog/wp-content/uploads/2019/07/1.-Einstellungsantrag-LG-Duisburg-Teil-A.pdf


 

R.: All diese Dinge sind doch längst mehrfach durch alle Instanzen geklagt worden und immer zuungunsten der Angeklagten entschieden worden. Wieso versucht man eine erwiesenermaßen erfolglose Strategie erneut? Aber ich hab mittlerweile gelesen, wer Henrys Anwalt ist. Da braucht man sich wohl über nichts mehr zu wundern.


 

G.: Hat der Strategiewechsel der NPD in den 90er Jahren, der in dieser Meldung erkennbar ist, die nationale Bewegung gestärkt? https://npd.de/2015/04/gezielte-provokation-im-npd-verbotsverfahren/


 

R.: Eigentlich ging es mir in meinem letzten Beitrag um die fatale Prozessstrategie, die zwangsläufig zur Verurteilung führen muss.
Der Fall mit Frau Haverbeck ist mir nur schwach in Erinnerung. Dass, falls im Rahmen der NPD gegen (ob es uns nun passt oder nicht) geltende Gesetze verstoßen wurde, eine Distanzierung des Parteivorstands zur Folge hat, ist kein Strategiewechsel, sondern notwendiges verantwortliches Handeln zum Schutze der Partei und ihrer Mitglieder.
Und, ja, eine Abkehr vom Vergangenheitsthema hätte die NPD und die nationale Bewegung gestärkt. Allerdings gab es so eine Abkehr nie wirklich. Wir erleben ja gerade wie Gruppen, die dieses Thema meiden, genau den Anschluss an größere Teile des Volkes finden, den wir über Jahrzehnte nicht geschafft haben. Ich habe großes Verständnis für das rebellierende Gerechtigkeitsempfinden mancher Mitstreiter, aber nochmal: Um Meinungsfreiheit in Deutschland wieder herzustellen, braucht es eine Änderung der Machtververhältnisse. Alles andere ist ein Spiel, bei dem unsere die Regeln bestimmenden Gegner immer die lachenden Sieger sein werden. Und dazu hätte uns mehr Pragmatismus wesentlich weiter gebracht.


 

Kommentar von einem Leser dieses Beitrags:

Nein, der Geschichtsrevisionismus schadet der nationalen Bewegung nicht, er ist sogar ein notwendiger Bestandteil, der Schlüssel zur Lösung der ganzen Problematik, indem Aspekte zutage treten, die bis dato unter den Tisch gekehrt werden. Dass diese Angelegenheit kein Kinderspiel ist, ist nicht neu, und doch ist die Auseinandersetzung damit notwendiger denn je, zumal die Zeit gegen uns spielt und die Neuankömmlinge zweifellos auf LINKe Linie in Stellung gegen alle heimattreuen Deutschen à la „Nazis“ (dieser Begriff wird in der BaehRD völlig willkürlich definiert) gebracht und auch in Positionen gehievt werden, wo sie diese Macht genüsslich auskosten können.
Schuldig sind alle Duckmäuser, die ihren „Widerstand“ darin ausdrücken, frustrierte Kommentare unter Videos von Grell, Flesch und Co. zu setzen und sich ggf. auch damit brüsten, wieder mal von Facebook gesperrt worden zu sein – was für eine Heldentat!
Diese Patrioten bzw. sogenannten haben nicht mal anonym den Mumm, im Netz politisch Gefangene wie Ursula Haverbeck, Horst Mahler, Sylvia Stolz, Alfred Schaefer etc. zu verteidigen oder gar auf deren Schicksal hinzuweisen, weil es doch viel bequemer ist, sich an Merkel und deren bunten Ganovenbande abzureagieren. Und natürlich lässt man (((sie))) wieder aus dem Spiel, wie es auch der bereits erwähnte Oliver Flesch tut, der auf seiner Plattform „1984“ (ein „liberal-konservatives“ Forum) u. a. eine Sparte „Antisemitismus“ eingerichtet hat und nicht genehme Fakten über seine Schätzchen einfach ausblendet. Auch, wenn die nächsten Fußballmannschaften nur noch vereinzelt Deutsche (wobei Merkel ja jeden BaehRD-Pass-Inhaber als „Deutschen“ bezeichnet) haben werden, wird der sog. „Antisemitismus“ nie aussterben, weil er einfach gebraucht wird, um die Macht derer zu bewahren, die dieses Zauberwort immer dann ausrufen können, um maßgeschneiderte Gesetze für (((sie))) zu erschaffen – das kennen wir schon vom §130 StGB.

Quelle: https://endederluege.blog/2019/11/15/henry-hafenmayer-erneut-vor-gericht/comment-page-1/#comment-4069


 

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Kurzverweis: https://wp.me/p2UUpY-2bN

 

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