Die Weisheit unserer Ahnen über das Weib und seine Bestimmung. Von Mathilde Ludendorff

Germanen 3 - 4 Jh

Mathilde Ludendorff

Die Weisheit unserer Ahnen über das Weib und seine Bestimmung

Wenn einmal die Weltgeschichte rückblickend unsere gewaltige Zeit nach dem [Ersten] Weltkriege, die äußerlich betrachtet den furchtbarsten Verfall eines zuvor freien, machtvollen Volkes bedeutet, kennzeichnen will, so könnte sie sehr treffend das alte Deutsche Sprichwort über die Geschichteepoche setzen: „Die Sonne bringt es an den Tag.“ Denn während im öffentlichen Leben zersetzende Fäulnis um sich griff, sind die Wertvollen und Kraftvollen im Volke zu einer kleinen Schar Erkennender gereift, die jahrtausendealte, sorgsam vorbereitete Lügen über Bord werfen.

Mit welcher Umsicht und mit welchem Hasse wurde vor 1500 Jahren alles in Feuerbränden verzehrt, was ein Zeugnis von der hohen Kultur und Sittenreinheit unserer Ahnen hätte sein können. Sogar die Geschichtwerke der Römer wurden, sofern sie über Deutschland berichteten, vernichtet, und nur wie durch einen glücklichen Zufall wurde ein Bändchen des Geschichteforschers Tacitus in dem Kloster Korvey gerettet. Das gleich furchtbare Schicksal der Zerstörung erlitten vor allem natürlich die religiösen Dichtwerke unserer Ahnen. Ludwig der Fromme ließ sie in hohen Feuerbränden aufgehen! Welch unermeßlich hohe Werte da vernichtet wurden, davon gibt uns das einzige Werk, welches Bruchstücke der Ahnenkultur rettete, die Edda, Zeugnis.

Als dann alles zerstört war und die Edelsten des Volkes zu Tausenden lieber den Tod erlitten hatten, als ihrer alten Kultur abzuschwören, da konnte man die Lüge in die Welt setzen und alle die Jahrhunderte durch wacker lehren, daß aus dem Osten alles „Licht“ der Kultur gekommen sei, daß unsere Ahnen rohe, metzechende Wilde gewesen seien, die einen plumpen Götzendienst getrieben hätten! Unter dem schirmenden Schutze der Mutter Erde aber lagen wichtige Zeugnisse der hohen Kultur in den heiligen Grabstätten der Ahnen. Welche sprechenden Kunstschätze aus der Bronzezeit, der vorhomerischen Kultur, wurden uns z. B. erhalten! Ja, welch wichtige Zeugnisse aus der Steinzeit reden da die gleiche Sprache wie jene Bruchstücke der Edda und das Büchlein des Tacitus. So zahlarm also auch die Quellen der Ahnenforschung geworden sind dank dem Vernichtungswillen der Christen, so sind sie nach ihrer Art doch die sichersten für die Völkerforschung, die es überhaupt gibt. Was könnte unbestechlicher und wahrhaftiger sein als der Inhalt der Grabstätte, was könnte besser Aufschluß geben über die Art und Kultur eines Volkes als rasseeigene Religion? Was könnte zuverlässiger sein als der Bericht des als nüchtern und sachlich bekannten feindlichen Geschichteforschers Tacitus? Geben nun diese drei Quellen eine übereinstimmende Auskunft, so können wir sicher sein, nicht dem Fehler zu verfallen, unsere Ahnen zu verherrlichen. Wie sehr besorgt ist so mancher Deutsche, diesen „Fehler“ nicht zu begehen, und wie unbedenklich läßt er die Verleumdungen über unsere Vorfahren bestehen, ohne dagegen mit flammender Empörung zu kämpfen! Solange diese unerhörte Lästerung der Gräber unserer Vorfahren besteht, sind wir nicht wert, ein freies Volk zu sein; denn weit schlimmer noch als die Verleumdung der Lebenden ist die der toten Ahnen.

So bleibt uns denn auch die Pflicht, bei unserer Frage über des Weibes Bestimmung außer den kurzen Andeutungen, die wir in unsere Betrachtung einflochten, die Quellen der Vorzeit zu befragen: was könnt ihr uns bekunden von der Ahnen Auffassung vom Weibe? Welche Pflichten, welche Ämter im Hause und in der Volksgemeinschaft trauten sie ihm zu?

Fragen wir zunächst das Grab vor 7000 Jahren! Wir sehen Mann und Weib mit den gleichen Abzeichen der Selbständigkeit, der Freiheit und Selbstverantwortung begraben: mit der Waffe am Gurt! Diese Waffe war in jenen Zeiten ein ernstes, heiliges Symbol und verbürgt uns, daß das Weib wie der erwachsene Mann selbstverantwortlich frei und mündig war, daß also unsere Ahnen eine freie Ebenbürtigkeit der Geschlechter lebten, von denen wir seit der Einführung des Synagogengesetzes durch Paulus recht weit abgewichen sind. Daß aber solche Wertung der Geschlechter nicht etwa eine vorübergehende Einrichtung gewesen, sondern daß unsere Ahnen zähe durch die Jahrtausende an ihr festhielten, das beweist uns die zweite wesenswichtige Quelle: die Edda. Der religiöse Mythos eines Volkes drückt sehr eindeutig und klar die Wertung und Stellung der Geschlechter aus. Am deutlichsten in der Schöpfungsgeschichte. Was erzählt uns die Edda von der Schaffung der Menschen? Dieser Mythos bekundet die tiefe Weisheit, daß Gott sich in dreifacher Weise in der Menschenseele offenbart, denn die Edda erzählt, daß der dreieine Gott: Wodan, Wille und Weh, die Menschen schuf. „Einst ging – so heißt es in Gylfaginning – der dreieine Gott Wodan, Wille und Weh am Meeresstrande. Da sahen sie zwei Bäume und schufen Menschen daraus. Gab ihnen Wodan die Seele, gab ihnen Wille Bewegung und Leben, gab ihnen Weh das Äußere und die Empfindung. Und sie gaben ihnen auch Namen und Unterscheidung und nannten den Mannmenschen Asch und das Weib Embla, und von ihnen stammt ab das Menschengeschlecht, dem zur Wohnung Mitgart gegeben ist.“

Der Mythos sagt also: Mann und Weib sind geworden aus beseelten, aber unbewußten Vorwesen gleicher Art, aber sie haben Unterscheidung und daher verschiedene Namen. Aus der Esche, Asch, ist der Mann, aus der Ulme, Embla, ist das Weib geschaffen. Das Eschenholz ist härter als das der Ulme! Kann man die Gleichwertigkeit und Verschiedenheit der Geschlechter dichterischer und knapper in die Bildsprache des Mythos fassen, als er hier von unseren Ahnen geschah? Durch diesen Schöpfungsmythos ist allein schon die Wertung des Weibes bei unseren Ahnen klar erwiesen. Aber um die Höhe der Kultur der Voreltern klar zu erkennen, lassen wir uns noch weiter aus der Edda von des Weibes Wesen und seiner Bestimmung erzählen.

Wie Tacitus zu seinem größten Erstaunen erfährt, kennen unsere Ahnen keine geschriebenen Gebote oder Verbote, sondern tragen einen freien Willen zur Erfüllung ihrer Ethik in sich. Diesen Willen aber entfachten sie im Volke durch das verehrungswürdige Vorbild des Helden, den sie im Heldenliede besangen, und durch die mythischen Erzählungen von einem Geschlechte göttlicher Artung, die sie auch schlechtweg „Götter“ nannten, obwohl sie ihnen nur Wesenszüge Gottes verehrten, wie sie sich im Menschen offenbaren können. Für die Wertung des Weibes bezeichnend ist es nun, daß sie ebensoviel weibliche wie männliche Idealgestalten verehrten und von den Asinnen ausdrücklich betonen, daß ihre Macht und Herrlichkeit die gleiche sei als die der Asen.

Diese Gestalten der Asinnen geben uns nun eine wundervolle Klarheit darüber, was unsere Vorfahren als Wesenszüge des Weibes erkannten und welche Ämter in der Volksgemeinschaft sie dem Weibe zutrauten.

Da war zunächst F r i k k a, die waltende Weltmutter, die der Geschicke der Menschheit waltete. Fünf weitere Asinnengestalten waren Sinnbilder der Liebe der Geschlechter. So wußten also unsere Ahnen, was unser Wissen uns zeigte, daß des Weibes Eigenart dies Geschlecht befähigt, die Liebe der Geschlechter zueinander auf idealer Höhe zu erhalten. Wie weit wäre unser Volk von der fürchterlichen Triebentartung unserer Tage, hätte das Weib noch dieses Amtes im Volke gewaltet. Unter den Sinnbildern der Liebe wird uns die jugendliche Asin der Schönheit „F ü l l e“ genannt, von ihr heißt es, „sie trägt ein Goldband im losen Haar“. Sie ist die freudevolle, jugendliche Liebe der Geschlechter zueinander.

Wesensverschieden von ihr ist „M i n n a“! Sie läßt die Herzen der Männer und Frauen in inniger Minne zueinander entbrennen; ist also die Idealgestalt der gemütstiefen Minne. Dann wird uns erzählt von der Asin „L o b a“, daß sie so gütig und herzensgroßmütig war; so erhielt sie von Frikka die Erlaubnis, alle Männer und Frauen, die fern voneinander verbannt waren, zueinander zu führen, weshalb denn auch Verlobung nach ihr benannt ist. Die herrlichste und geliebteste Asin der Liebe aber ist „F r a u j a“. „Ihr Saal ist weit und helle“ heißt es in Gylfaginning. Sie ist das Sinnbild der Gatten- und Mutterliebe. Weite Wege wandert sie, um ihren Gatten Od zu suchen, und die Zähren der Gattensehnsucht, die sie weint, sind lauteres Gold. Auf der Mondsichel steht sie am Himmelszelt und hält auf ihrem Arme ihr Töchterlein „K l e i n o d“, was so schön und köstlich ist, daß alles auf Erden, was wahrhaft köstlich ist, nach ihm benannt ist. So tief wurzelt in unserem Volke diese Verehrung der Frauja, daß das Christentum sich zum Marienkult entschloß. Noch im dreizehnten Jahrhundert wurden die Marienbilder iin den Kirchen mit Symbolen der Frauja dargestellt.

Aber mit der feinsinnigen Fülle der Vielgestaltigkeit der Vertreterinnen der Menschenliebe ist für unsere Ahnen des Weibes Wesen nicht erschöpfend dargestellt gewesen. Wenngleich das Heim unserer Ahnen das Heiligtum war, in dem sich der Gottesdienst des Lebens abspielte und somit dem Weibe im Heime das herrlichste Amt der Gattin und Mutter zuteil war, so hörte für die Frau nach der Weisheit unserer Voreltern an der Türe nicht die Welt auf, wie dies orientalische Sitte ist. Nein, dem Deutschen Weibe war ein wichtiges Amt in der Sippe, in der Volksgemeinschaft zugedacht, denn sie schufen unter den Gestalten der Asinnen drei als Sinnbild der fürsorgenden Menschenliebe, die wir in unserer modernen Sprache die Idealgestalten der „sozialen Fürsorge“ nennen könnten. Da war zunächst „H e i l a“, die Ärztin unter den Menschen, denn des Weibes Wesen hielten sie geschaffen für diesen Beruf. Neben ihr wurde „L e h n a“ verehrt. Von ihr heißt es in Gylfaginning: „Sie ist Stütze und Hilfe all denen, die ihrer bedürfen, weshalb man denn auch sagt, wer sich stützt, der lehnt sich an“. Als dritte nennt die Edda die Asin „G a b a“. Sie ist Asin aller jungen Frauen, die nicht Mutter werden. Da bei unseren Ahnen der Name wesensbezeichnend gewählt war, so war also Gaba das Sinnbild der weiblichen, auf das ganze Volk erstreckten Gebefreudigkeit der kinderlosen Frauen.

Aber mit der sozialen Fürsorge des Weibes außerhalb des Hauses war nach Weisheit unserer Ahnen des Weibes Amt nicht erschöpft, sie wußten von anderer wichtiger Pflicht im Volke. So schufen sie die wundervolle Gestalt der Asin „M a ß“. Von ihr heißt es, sie ist weise und von vornehmer Gelassenheit, und nach ihr werden alle die Männer und Frauen genannt, die von vornehmem und beherrschtem Wesen sind. So sollte also das Weib im Volke das Beispiel edler Beherrschung sein, sollte das Amt des Schutzes vor der Triebentartung übernehmen, wie es das Wissen von der Seeleneigenart der Frau ihr heute wieder zuschreibt.

Blicken wir zurück auf alle die hehren Gestalten, die unseren Ahnen Sinnbild der Wesensart des Weibes waren, so will uns dies als köstlicher Reichtum dünken, und dennoch galt ihnen das alles noch nicht erschöpfend; ja, das größte Vertrauen, die höchste Achtung vor diesem Geschlechte drückt sich erst in den Asengestalten aus, die wir bisher noch nicht erwähnten. Ebenso wie die wissenschaftliche Betrachtung der Seelenart beider Geschlechter es uns ergab, erkannte die Weisheit unserer Ahnen, daß der Verstand bei Mann und Frau verschiedenartige Begabungen zeigt, und so wollten sie ergänzend beide Geschlechter als Hüter des Rechtes im Volke vertreten wissen. Neben dem Asen Vorsasse, der die Gerichte leitete, waltete die Asin „V e r w a h r e“ des richterlichen Amtes. Von ihr wird uns erzählt: „Sie schützt und hilft allen denen zu ihrem Rechte, die falsche Lügenrede widerlegen wollen, daher die Redensart ‚Verwahrung ist gesetzt‘.“

Das heiligste und wesentlichste Amt aber, was unserer Ahnen Weisheit dem Wesen des Weibes zusprach, war das Hüteramt und Künderamt von Religion und Kult. Dies Amt des Weibes, welches seit 1500 Jahren bei uns erloschen ist, wird in der Gestalt der Asin „Wahre“ verehrt. Gylfaginning sagt: „Wahre ist weise. Kein Ding bleibt ihr verborgen.“ Wunderschön zeigt sich in diesen Worten, daß die religiöse intuitive Schau des Weibes von unseren Ahnen wohl erkannt und geehrt war. Was wunder, daß auch das Wach- und Jungerhalten der Asenverehrung vom Mythos dem Weibe anvertraut ist. I d u n a reicht den Asen die Goldenen Äpfel der ewigen Jugend. Aber nicht nur die Gestalten der religiösen Vorbilder werden vom Weibe im Volke jung erhalten, auch die tiefe religiöse Weisheit, die „Religionsphilosophie“ unserer Ahnen, die in die tiefsinnige symbolische Lehre der Weltenesche (siehe „Des Menschen Seele“) gefaßt ist, wird vom Weibe im Volke erhalten. So lehrt denn der Mythos, daß die N o r n e n es sind, die das hohe Amt haben, die Weltenesche allmorgendlich mit dem Wasser aus dem Brunnen des Werdens zu netzen, damit ihre Blätter nicht verdorren und sie immer grüne am Brunnen der Wurt.

Nun könnte der Deutsche, der seine Ahnen so gern schmäht und so ungern preisen hört, einwenden: Das mag alles im religiösen Mythos gelehrt sein, was aber verbürgt es uns, daß unsere Ahnen solch hohe Kultur des Weibes auch lebten? Ist nicht vielleicht der Mythos als Gegensatz in unserem Volke geworden? Da ist es denn für uns von hoher Bedeutung, daß die dritte Quelle: der als sachlich und nüchtern bekannte feindliche Geschichteschreiber Tacitus, uns die Beweise bietet, daß unsere Ahnen all das, was sie lehrten, auch lebten; wie dies ja immer der Fall ist, wenn ein Volk seine von der Rasse erlebte Gotterkenntnis auch lehrt.

Über die Stellung des Weibes in der Volksgemeinschaftsag sagt uns Tacitus: „Der Germane schreibt dem Weibe eine gewisse Heiligkeit und prophetische Gabe zu. Er achtet ihren Rat. Er folgt ihrem Spruch. So haben wir Römer unter dem verewigten Vespasian noch alle jene Veleda gesehen, die weit und breit als ein göttliches Wesen galt. So haben sie zuvor auch Albruna und andere verehrt. Doch ist dies weder Schmeichelei noch Vergötterung.“ – Aus diesen Worten läßt sich klar entnehmen, daß unsere Voreltern ein hohes Amt in der Volksgemeinschaft den außergewöhnlichen Persönlichkeiten des weiblichen Geschlechtes überließen, so wie sie ja auch nur außergewöhnlichen Männern das Führeramt übertrugen. Wenige Menschen von außergewöhnlicher Leistungskraft, Männer und Frauen, führten die Volksfamilie, die dabei blühen konnte!

Von der Stellung des Weibes in der Ehe hören wir von Tacitus ganz das gleiche, was uns die Edda und die Gräber der Ahnen sagten. Obgleich sie nichts wußten von gesetzlichen Ehekontrakten und kirchlichen Treuegeboten, hören wir von Tacitus: „Des Germanen Ehe ist strenge, er ist der einzige Nichtrömer, der einem Weibe die Treue hält.“ Spricht schon dies Zeugnis für hohe Ehe, so wird die freie ebenbürtige Stellung des Weibes, die Mündigkeit in der Ehe noch deutlicher versichert durch die Worte des Geschichteschreibers: „Beim Eheschluß tauschen die Gatten gleichsam als Zeichen der Weihe heilige Waffen aus. Der Mann bringt dem Weibe ein gezäumtes Roß, ein Schild, eine Lanze und einen Speer. So bekennt die Frau an der Schwelle des Ehestandes, daß sie nicht außerhalb der Gedankenwelt des Mannes stehen will, daß sie Arbeit und Gefahren, Krieg und Frieden mit ihm teilt als sein freier Genoß.“ – Unsere Ahnen lebten also eine auf voller Kameradschaft und seelischer Gemeinschaft ohne jedes Hörigkeitsverhältnis aufgebaute Einehe. Wie ernst es die germanische Frau mit dem Teilen der Gefahren nahm, das beweisen uns andere Berichte römischer Schriftsteller, wenn sie bei den Kriegsschilderungen zu melden wissen, daß nach der Niederlage der germanischen Männer die Frauen die Schlacht weiterführten, daß dieser Kampf noch heftiger war und alle Frauen ihr Leben ließen, keine sich in Gefangenschaft ergab. –

Richten wir nun endlich an die Geschichteschreiber jener Zeit die Frage: Wie hat sich die hohe Stellung des Weibes für das Volk bewährt, wie stand es um die Sittlichkeit des Volkes, das wir heute in furchtbarer Triebentartung der käuflichen Liebe und allen übrigen Lastern verfallen sehen? – Wenn Tacitus uns die Ehetreue versichert, was sagt er uns von dem Leben der Geschlechter vor der Ehe?

„Spät erst gelangt der Jüngling zum Liebeerleben, daher seine unerschöpfte Manneskraft. Auch mit den Jungfrauen eilt man nicht, sie leben in der gleichen Weise. So paaren sich Jüngling und Jungfrau erst in der Fülle der Jahre, und die Schar der blühenden Kinder gibt Zeugnis von der Vollkraft der Eltern.“

Auch Julius Cäsar ist erschüttert von der hohen Sittlichkeit der Germanen. Und er, der sonst nur berichtet, was für seinen Kampf wichtig, flicht den Bericht ein: „Die Germanen erachten es als Schande, sich vor dem 20. Jahre (der Zeit des Eheschlusses) dem anderen Geschlechte zu nahen. Dabei leben sie gar nicht etwa getrennt voneinander. Sie baden gemeinsam, nur mit kurzen Fellen bekleidet, in den Flüssen.“

Ja, noch im 5. Jahrhundert unserer Zeitrechnung muß der römische Bischof von den ungetauften Germanen berichten: „Wo die Goten hinkommen, da herrscht Keuschheit, und wo die Vandalen hinkommen, da werden sogar die verderbten Römer keusch.“

Hören wir solche Zeugnisse, dann wird uns freilich begreiflich, wenn man diesem Volke das „ex oriente lux“ vorlügen wollte, wenn man es lehren wollte, daß seine Vorfahren Wilde, rohe Götzendiener waren, denen erst durch das Christentum Sitte und Sittlichkeit gebracht worden sei, dann mußte man so ausgiebig Menschen töten und Werke vernichten, wie dies geschehen.

Aber die Wahrheit hat ihre eigenen Gesetze, und die Sonne bringt es an den Tag! Sie schenkt uns mit vielen anderen Erkenntnissen unserer Tage das Wissen um die hohe Wertung des Weibes in der Deutschen Volksgemeinschaft von ehedem und gibt so der Erkenntnis unserer wissenschaftlichen Prüfung die hohe Weihe der jahrtausendealten Weisheit unserer Vorfahren.

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