Bittbrief an den Botschafter Ungarns in der Bundesrepublik Deutschland wegen Herrn Horst Mahler

Dr. Gunther M. Michel
(XXX)
Seiner Exzellenz dem
Botschafter von Ungarn in der Bundesrepublik Deutschland
Dr. Péter Györkös
Unter den Linden 76
10117 Berlin
(XXX), 29. Mai/ 2. Juni 2017
Sehr geehrter Herr Dr. Györkös,
mit Anteilnahme verfolge ich seit einiger Zeit das Schicksal von Herrn Horst Mahler. Gewiss ist Herr Mahler auch für Sie kein Unbekannter mehr und sind Sie über seinen Fall durch verschiedene an Sie gerichtete Bittschriften wie auch durch Solidaritäts-Demonstrationen vor der ungarischen Botschaft informiert. (Sein Fall ist auf der Website endederluegedotblog.wordpress.com dokumentiert.)
Herr Mahler wird von den Behörden der Bundesrepublik Deutschland wegen seiner Meinung über historische und philosophische Themen verfolgt, insbesondere wegen seines letzten Buches aus dem Jahr 2013 „Das Ende der Wanderschaft – Gedanken über Gilad Atzmon und die Judenheit“ (germanenherz.files.wordpress.com/2015/03/das-ende-der-wanderschaft-07-01-2013.pdf ). Er wurde deshalb zu mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt.
Die Verfolgung Horst Mahlers steht im offenen Widerspruch zum Grundrecht auf Meinungsfreiheit gemäß dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, der Verfassung der Europäischen Union und der UN-Menschenrechts-Charta.
Am 12. Mai 2017 hat Herr Mahler den Ministerpräsidenten Ungarns Herrn Viktor Orbán um Gewährung von politischem Asyl ersucht. Daraufhin wurde er von der ungarischen Polizei in Gewahrsam genommen. Dem Vernehmen nach will Ungarn ihn an die Bundesrepublik Deutschland ausliefern.
Herr Mahler ist 81 Jahre alt und leidet unter verschiedenen schweren Krankheiten. Als Folge wohl absichtlicher Vernachlässigung durch die bundesrepublikanischen Behörden wäre er während seiner letzten Haft beinahe gestorben und musste ihm ein halbes Bein amputiert werden. Ihn an die Bundesrepublik auszuliefern würde einer Auslieferung zur Hinrichtung ohne Urteil gleichkommen.
Deshalb, sehr geehrter Herr Botschafter, bitte ich Sie hiermit eindringlich, meinen Brief an Ihren Herrn Premierminister weiterzuleiten und sich bei ihm dafür zu verwenden, dass Herr Mahler nicht an die BRD-Behörden ausgeliefert wird. Ich hoffe, Herr Orbán wird sein öffentlich gegebenes Versprechen erfüllen, womit er politisch verfolgten Europäern Asyl in Ungarn in Aussicht stellte.
Bitte, seien Sie barmherzig mit einem schwerkranken Greis und gerecht zu einem tapferen Geisteskämpfer. Möge Ungarn auch dieses Mal auf der Seite der Freiheit stehen.
Mit freundlichen Grüßen
(Unterschrift)
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