Zitate und Erläuterungen zum Zweiten Grundsatz der Deutschen: „Denken was wahr, fühlen was schön und wollen was gut ist. Der Deutsche strebt nach Tugend aus germanischem, christlich-abendländischem und preußischem Erbe.“

JOHANN GOTTFRIED HERDER, 1744 [Mohrungen/Ostpreußen] – 1803 [Weimar], Dichter, Kulturphilosoph:
„Denken was wahr, fühlen was schön und wollen was gut ist.“

IMMANUEL KANT, 1724 [Königsberg] – 1804 [Königsberg], Philosoph:
„Tugend ist die moralische Stärke in Befolgung seiner Pflicht, die niemals zur Gewohnheit werden, sondern immer ganz neu und ursprünglich aus der Denkungsart hervorgehen soll.“ (Anthropologie in pragmatischer Hinsicht: VII, 458 – 1798)

JOHANN WOLFGANG VON GOETHE, 1749 [Frankfurt/Main] – 1832 [Weimar], Dichter:
„Von Natur besitzen wir keinen Fehler, der nicht zur Tugend, keine Tugend, die nicht zum Fehler werden könnte. Diese letzten sind gerade die bedenklichsten.“ (Aus: Wilhelm Meisters Wanderjahre: 1. Buch, 10)

Der Deutsche erwirbt neun edle Tugenden aus germanischem Erbe: Ehre, Treue, Mut, Wahrheit, Gastfreundschaft, Selbständigkeit, Disziplin, Fleiß, Ausdauer. (Nach: Odinic Rite)

„Die traditionelle germanische Ethik basiert auf den Grundwerten der Ehre und Treue‭ ‬-‭ ‬in modernen Worten auf Würde und gegenseitigem Respekt und auf Verlässlichkeit und Zusammenhalt. (…) Die einzelnen ethischen Normen der germanischen Tradition wurzeln in den Notwendigkeiten des Zusammenlebens unter den jeweils gegebenen Bedingungen.‭ ‬Sie können sich also historisch wandeln und neuen Formen des Zusammenlebens anpassen.‭ ‬Ihre Grundprinzipien der Ehre und Treue bleiben aber stets dieselben,‭ ‬und mit ihnen auch die Tugenden und Pflichten,‭ ‬die sich aus ihnen ergeben.‭“ (vfgh.de: „Ethik“)

Der Deutsche erlernt mit dem Abendland die Kardinaltugenden: Weisheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit, Mäßigung, unter Maßgabe der Vernunft. (Nach Platon und Aristoteles)

KARL FRIEDRICH VON GEROK, 1815 [Vaihingen/Enz] – 1890 [Stuttgart], Theologe:
„Das Wahre suchen und das Schöne lieben und das Gute üben. Kein reiner Glück als dieses kann auf Erden dem Menschen werden.“

Der Deutsche erlangt im Christentum die göttlichen Tugenden: Glauben, Liebe und Hoffnung auf ewige Herrlichkeit. (Neues Testament)

„Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ (1. Korinther 13,13)

WALTHER VON DER VOGELWEIDE, um 1160 – um 1230, Lyriker und Sänger:
„Ich saß auf einem Steine: / Da deckt‘ ich Bein mit Beine, / Darauf der Ellenbogen stand; / Es schmiegte sich in meine Hand / Das Kinn und eine Wange. / Da dacht‘ ich sorglich lange / Dem Weltlauf nach und ird’schem Heil; / Doch wurde mir kein Rat zuteil, / Wie man drei Ding‘ erwürbe, / Daß keine davon verdürbe. / Die zwei sind Ehr‘ und zeitlich Gut, / Das oft einander Schaden tut, / Das dritte Gottes Segen, / An dem ist mehr gelegen: / Die hätt‘ ich gern in e i n e n Schrein. / Ja leider mag es nimmer sein, / Daß Gottes Gnade kehre / Mit Reichtum und mit Ehre / Je wieder in dasselbe Herz. / Sie finden Hemmung allerwärts: / Untreu‘ hält Hof und Leute, / Gewalt fährt aus auf Beute, // So Fried‘ als Recht sind todeswund: / Die dreie haben kein Geleit‘, die zwei denn werden erst gesund.“ (Aus: Sprüche – 1198)

FRIEDRICH SCHLEGEL, 1772 [Hannover] – 1829 [Dresden], Schriftsteller, Kulturphilosoph:
„Tugend ist zur Energie gewordene Vernunft.“ (Aus: Ideen: Athenäum – 1800)
„Ehre ist die Mystik der Rechtlichkeit.“ (Ebenda)
„Der Mensch ist vor allen anderen Geschöpfen ein auf Hoffnung gestelltes Wesen; man könnte sagen, es ist ein unsterblicher Geist im Zustande der Hoffnung.“ (Aus: Philosophische Vorlesungen: 4. Vorlesung – 1828)

WILHELM BUSCH, 1832 [Wiedensahl/Hannover] – 1908 [Mechtshausen/Seesen], Zeichner und Dichter:
„So ist’s in alter Zeit gewesen, / so ist es, fürcht ich, auch noch heut. // Wer nicht besonders auserlesen, / dem macht die Tugend Schwierigkeit. // Aufsteigend mußt du dich bemühen, / doch ohne Mühe sinkest du. / Der liebe Gott muß immer ziehen, / dem Teufel fällt’s von selber zu.“ (Aus: Schein und Sein – Nachlaß)

Der Deutsche übt die Werte der preußischen Haltung: Zucht und Ordnung, Tatkraft und Zielstrebigkeit, Gewissenhaftigkeit und Pflichterfüllung bis zur Selbstverleugnung („Wer auf die preußische Fahne schwört, hat nichts mehr, was ihm selber gehört“), Tapferkeit ohne Wehleidigkeit („Lerne leiden, ohne zu klagen“), Mut, Treue, Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und Geradlinigkeit, Genügsamkeit und Bescheidenheit, Zurückhaltung („Im Glück nicht jubeln, im Leid nicht klagen, das Unvermeidliche mit Würde tragen“) und Selbstbewusstsein, Edelsinn („Mehr sein als scheinen“) und Ritterlichkeit, Redlichkeit, Sauberkeit und Sparsamkeit, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit, Gerechtigkeitssinn („Suum cuique“ = Jedem das Seine) und Unbestechlichkeit, sachlichen Ehrgeiz und Kraftanspannung zur Aufgabenlösung, Gehorsam und Freimut, Härte gegen sich selbst mehr als gegen andere, Weltoffenheit, Toleranz, Dienst fürs Ganze… (Nach: Metapedia, „Preußentum“; Wikipedia, „Preußische Tugenden“)

HENNING VON TRESCKOW, 1901 [Magdeburg] – 1944 [Ostrów bei Bialystok, Polen], deutscher Offizier, zuletzt Generalmajor der Wehrmacht:
„Vergeßt in diesem Zusammenhang niemals, daß Ihr auf preußischem Boden und in preußisch-deutschen Gedanken aufgewachsen und heute an der heiligen Stätte des alten Preußentums, der Garnisonkirche, eingesegnet seid.
Es birgt eine große Verpflichtung in sich, die Verpflichtung zur Wahrheit, zu innerlicher und äußerlicher Disziplin, zur Pflichterfüllung bis zum letzten. Aber man soll niemals vom Preußentum sprechen, ohne darauf hinzuweisen, daß es sich damit nicht erschöpft. Es wird so oft mißverstanden. Vom wahren Preußentum ist der Begriff der Freiheit niemals zu trennen.
Wahres Preußentum heißt Synthese zwischen Bindung und Freiheit, zwischen selbstverständlicher Unterordnung und richtig verstandenem Herrentum, zwischen Stolz auf das Eigene und Verständnis für Anderes, zwischen Härte und Mitleid. Ohne diese Verbindung läuft es Gefahr, zu seelenlosem Kommiß und engherziger Rechthaberei herabzusinken. Nur in dieser Synthese liegt die deutsche und europäische Aufgabe des Preußentums, liegt der ‚preußische Traum’!“ (Aus: Rede in der Garnisonkirche in Potsdam am 11. April 1943)

EBERHARD VON MACKENSEN, 1889 [Bromberg] – 1969 [Neumünster/Schleswig-Holstein], deutscher Offizier, zuletzt zuletzt Generaloberst des Heeres und Oberbefehlshaber der 14. Armee:
Mögt Ihr den preußischen Staat zerschlagen,/ Preußen wird hoch aus den Trümmern ragen; / einer schon wollte uns Preußen stehlen, / doch Preußen lebt zu tief in den Seelen; / Preußen ist weder Volksstamm noch Rasse, / Preußen ist Haltung und niemals Masse; / Preußen ist Pflicht nach Immanuel Kant, / Preußen ist Treue zu Volk und Land, / dienen der Sache bis in den Tod. / Und – Griff zu den Waffen erst in der Not! (Aus: „Mögt Ihr den preußischen Staat zerschlagen“ – 1947)

WILHELM VON HUMBOLDT, 1767 [Potsdam] – 1835 [Tegel/Berlin], Gelehrter und Staatsmann:
„Wenn auch die Selbstverleugnung und Übung der Willenskraft gar nicht zu den höchsten und größten Tugenden gehört, so kann man sie doch mit vollem Recht zu den nützlichsten zählen.“ (Aus: Briefe an eine Freundin: II, 51 – 1834)

ERNST MORITZ ARNDT, 1769 [Schoritz/Rügen] – 1860 [Bonn], Dichter, Historiker und Freiheitskämpfer:
„Arbeitsamkeit, Sparsamkeit, Nüchternheit des Verstandes, Langmut ohne Feigheit, Ehrlichkeit mit etwas klimatischer Unbehilflichkeit versetzt, sind alte anerkannte Volkstugenden der Deutschen.“ (Aus: Geist der Zeit – 1806/1813)
„Der Väter Tugenden und Taten können nur als ferne Sterne über unserem Leben leuchten, zu welchen wir mit Sehnsucht aufblicken müssen; können wir nichts weiter als sie anschauen und bewundern, so steht unser Leben unter ihnen still, und wir werden ratlos in die Irre laufen, wenn Wolken einmal ihren Glanz verhüllen.“ (Ebenda)

HERMANN HESSE, 1877 [Calw/Württemberg] – 1962 [Montagnola/Tessin], Dichter:
„Ich halte die Frömmigkeit oder Pietät für die beste Tugend, die wir haben können, mehr wert als alle Talente, und ich verstehe unter Frömmigkeit nicht das Pflegen von feierlichen Gefühlen in einer einzelnen Seele, sondern vor allem die Pietät, die Achtung des Einzelnen vor dem Ganzen der Welt, vor der Natur, vor den Mitmenschen, das Gefühl des Einbezogenseins und Mitverantwortlichseins.“ (An Herrn E. K. – 1935)

→ https://estomiles.wordpress.com/2017/02/20/grundsaetze-der-deutschen/ 

Zuletzt bearbeitet: 13. April 2017

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