Zitate großer Deutscher zu Volk und Vaterland

WALTHER VON DER VOGELWEIDE, um 1160 – um 1230, Lyriker und Sänger:
„… Lande hab‘ ich viel gesehn, / Nach den Besten blickt‘ ich allerwärts: / Übel möge mir geschehn, / Wenn ich je bereden ließ mein Herz, / Daß ihm wohlgefalle / Fremder Lande Brauch: / Wenn ich lügen wollte, lohnte mir es auch? / Deutsche Zucht geht über alle. // Von der Elbe bis zum Rhein / Und zurück bis her an Ungerland. / Da mögen wohl die Besten sein, / Die ich irgend auf der Erden fand. / Weiß ich recht zu schauen / Schönheit, Huld und Zier, / Hilf mir Gott, so schwör‘ ich, daß sie besser hier / Sind als andrer Länder Frauen. // Züchtig ist der deutsche Mann, / Deutsche Fraun sind engelschön und rein; / Töricht, wer sie schelten kann, / Anders wahrlich mag es nimmer sein; / Zucht und reine Minne / Wer die sucht und liebt, / Komm‘ in unser Land, wo es noch beide gibt; / Lebt‘ ich lange nur darinne!“ (Aus: Lieder)

GOTTFRIED WILHELM LEIBNIZ, 1646 [Leipzig] – 1716 [Hannover], Polyhistor und Philosoph:
„Es ist gewiss, dass jedem von sittlicher Verantwortung erfüllten Menschen neben der Gottesverehrung der Wohlstand seines Vaterlandes billigerweise am meisten zu Herzen gehen sollte.“ (Aus: Ermahnung an die Deutschen)
„(…) Daraus ziehe ich den Schluß, daß uns nur der Wille fehlt, um glücklich zu sein, daß die deutsche Freiheit doch noch wirklich lebt und nicht nur als eingebildete Größe existiert und daß ein echter Vaterlandsfreund die Aufgabe hat, das Beste zu hoffen, sein Vaterland zu lieben und zugeich nach Mitteln zu suchen, um dessen glückliche Lage nicht durch ohnmächtige Wünsche oder blinden Eifer, sondern durch wohlüberlegte Vorschläge und deren getreue Durchführung zu fördern.“ (Aus: Ermahnung an die Deutschen)

FRIEDRICH GOTTLIEB KLOPSTOCK, 1724 [Quedlinburg] – 1803 [Hamburg], Dichter:
„Nie war gegen das Ausland / ein anderes Land gerecht wie du. / Sei nicht allzu gerecht! Sie denken nicht edel genug, / zu sehen, wie schön dein Fehler ist.“ (Aus: Oden: Mein Vaterland)
„Verkennt denn euer Vaterland, / undeutsche Deutsche! steht und gafft / mit blöder Bewunderung großem Auge / das Ausland an!“ (Aus: Oden: Überschätzung der Ausländer)
„Jedes Wort, das ihr von dem Fremden, Deutsche, nehmt, / ist ein Glied in der Kette, / mit welcher ihr, die stolz sein dürften, / demütig euch zu Sklaven fesseln laßt.“ (Aus: Epigramme: Vergebliche Warnung)

FRIEDRICH HÖLDERLIN, 1770 [Lauffen am Neckar] – 1843 [Tübingen], Dichter:
„O heilig Herz der Völker, o Vaterland! / Allduldend, gleich der schweigenden Mutter Erd‘, / Und allverkannt, wenn schon aus deiner / Tiefe die Fremden ihr Bestes haben!“ (Aus: Gesang des Deutschen)

FRIEDRICH LUDWIG JAHN, 1778 [Lanz/Prignitz] – 1852 [Freyburg/Unstrut], Pädagoge:
„In der ganzen Lebensgeschichte eines Volkes ist sein heiligster Augenblick, wo es aus seiner Ohnmacht erwacht … Ein Volk, das mit Lust und Liebe die Ewigkeit seines Volkstums auffasst, kann zu allen Zeiten sein Wiedergeburtsfest und seinen Auferstehungstag feiern.“

AUGUST HEINRICH HOFFMANN VON FALLERSLEBEN, 1798 [Fallersleben] – 1874 [Corvey], Dichter:
„Der einzelne ist nur noch etwas, indem er sich am großen Ganzen mitwirkend beteiligt, für des Vaterlandes Einheit und Freiheit sein Bestes tut.“

FRIEDRICH THEODOR VISCHER, 1807 [Ludwigsburg] – 1887 [Gmunden], Philosoph:
„Eine Nation muss zusammenhalten, was ihr von Rechts wegen gehört. Sich selbst ehren und hochhalten, dieser großartige Egoismus ist eine erste Tugend einer Nation; erst in zweiter Linie kommt die Gerechtigkeit gegen andere Nationen.“

OTTO FÜRST VON BISMARCK, 1815 [Schönhausen/Elbe] – 1898 [Friedrichsruh]:
„Wenn wir zusammenhalten, werden wir den Teufel aus der Hölle schlagen. Wir müssen uns daran gewöhnen, in jedem Deutschen zuerst den Landmann, nicht den politischen Gegner zu sehen.“

KONRAD FERDINAND MEYER, 1825 [Zürich] – 1898 [Kilchberg/Zürich], Dichter:
„Geduld! Es kommt der Tag, da wird gespannt / ein einig Zelt ob allem deutschen Land! // Geduld! Ich kenne meines Volkes Mark! / Was langsam wächst, das wird gedoppelt stark. // Geduld! Was langsam reift, das altert spat! / Wenn and’re welken, werden wir ein Staat.“ (Aus: Huttens letzte Tage: Deutsche Libertät)
„Wie wird verlorene Freiheit wiedergewonnen? Durch einen aus der Tiefe des Volkes kommenden Stoß und Sturm der sittlichen Kräfte.“

HEINRICH VON TREITSCHKE, 1834 [Dresden] – 1896 [Berlin], Historiograph:
„Gibt es irgendeinen Gedanken, der heute einen rechten Deutschen lauter noch als das Gebot der allgemeinmenschlichen Pflicht zu sittlichem Mute mahnen kann, so ist es dieser Gedanke: was du auch tun magst, um reiner, reifer, freier zu werden, du tust es für dein Volk.“ (Aus: Historische und politische Aufsätze I: Heinrich von Kleist)

→ https://estomiles.wordpress.com/2017/02/20/grundsaetze-der-deutschen/

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